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Masern: Machen Sie den Impfcheck

02.08.201310:09 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Das Gesundheitsamt rät zur Überprüfung des Masern-Impfschutzes bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen unter impfen-info.de/impfpass



Mit rund 1.000 gemeldeten Erkrankungen bereits in diesem Jahr breiten sich die hoch ansteckenden Masern in Deutschland wieder deutlich aus. Darüber hinaus fanden sich bei den Impfbuchkontrollen von 880 Schülern der 6. Klassen im Landkreis Weilheim-Schongau deutliche Impflücken. Während bei der Einschulungsuntersuchung noch ein guter Maserndurchimpfungsgrad von 91,2 % festgestellt wurde, sank die Rate bei den 6. Klassen auf 83,9 %. Unter Hinweis auf die Häufung von Masernfällen mit Schwerpunkt vor allem in Bayern rät das Gesundheitsamt im Landratsamt Weilheim-Schongau zum Impfcheck.
„Um Masernausbrüche in Zukunft zu verhindern, ist es wichtig, die Impfquoten bei Kindern weiter zu steigern und auf konstant hohem Niveau zu halten. Entscheidend ist aber auch, Impflücken bei Jugendlichen und Erwachsenen zu schließen“ betont Dr. med. Karl Breu, Leiter des Gesundheitsamtes. „Deshalb sollten nach 1970 Geborene ihren Impfschutz gegen die hoch ansteckenden Masern überprüfen.“

Für Kinder sind zwei Impfungen gegen Masern, Mumps und Röteln zwischen dem vollendeten 11. und 23. Lebensmonat empfohlen. Die Impfung ist bereits ab dem Alter von 9. Monaten möglich – beispielsweise beim Besuch einer KiTa. Jugendliche mit unvollständigem Impfschutz sollten fehlende Impfungen möglichst bald nachholen. Darüber hinaus empfiehlt die Ständige Impfkommission seit 2010 allen nach 1970 geborenen Erwachsenen ohne oder mit nur einer Impfung in der Kindheit bzw. bei unklarem Impfschutz eine einmalige Impfung gegen Masern. Da heute etwa die Hälfte der Masernfälle Jugendliche und junge Erwachsene betreffen, lohnt sich vor allem auch für diese Altersgruppen der Impfcheck.

Den meisten der nach 1970 geborenen Erwachsenen ist die Impfempfehlung gegen Masern nicht bekannt. Das zeigt die aktuelle Repräsentativbefragung der BZgA zu Wissen, Einstellung und Verhalten. So gaben 81 Prozent der befragten Erwachsenen an, davon bislang nichts gehört zu haben. Außerdem schätzten etwa ein Viertel der befragten Erwachsenen und Jugendlichen Masern fälschlicherweise als harmlos ein.
Diese Wissensdefizite greift die BZgA mit der Kampagne „Deutschland sucht den Impfpass“ auf. Ziel der Aktion ist es, zur Impfpasssuche und zum anschließenden Impfcheck zu motivieren. Jugendliche und Erwachsene können sich umfassend zu Krankheitsbild und Impfung auf der
Internetseite www.impfen-info.de/impfpass informieren. Zudem bietet ein interaktiver Video-Impfcheck die Möglichkeit, den persönlichen Impfschutz gegen Masern zu überprüfen. Neben diesem Angebot für Jugendliche und junge Erwachsene finden sich auf der Internetseite ausführliche Informationsmaterialien für Eltern kleiner Kinder.

„Schutzimpfungen zählen zu den wichtigsten und wirksamsten präventiven Maßnahmen der modernen Medizin. Deshalb informieren Sie sich und lassen Sie sich impfen“, wirbt Dr. med. Karl Breu.

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