(openPR) Im Jahr 2010 zählte die private Pflegeversicherung rund 9,6 Millionen Versicherte. Demnach sorgt etwa jeder achte Deutsche für den Pflegefall vor. Doch in Anbetracht der geringen Leistungen, die die gesetzliche Pflegeversicherung bietet, sind das relativ wenige privat Pflegeversicherte. Viele werden ohne zusätzliche Absicherung einen Großteil der Pflegekosten selbst zahlen müssen. In der aktuellen Finanztest (08/2013) gibt Stiftung Warentest nun hilfreiche Tipps.
Wie lange habe ich Zeit für den Abschluss einer Pflegeversicherung?
Laut Stiftung Warentest sollten sich Verbraucher zwischen Mitte 40 und Ende 50 für eine private Pflegeversicherung entscheiden. Bis dahin ist es noch nicht zu spät, eine gute Versicherung zu finden. Wer sich allerdings schon in jungen Jahren versichert, kann von günstigen Beiträgen profitieren. Die Verbraucherorganisation rät zudem dazu, auf die Leistungen in allen drei Pflegestufen zu achten. Denn viele Pflegebedürftige in Pflegestufe I und II wollen zu Hause verpflegt werden. Verbraucher sollten daher beachten, ob die Versicherung in jeder Pflegestufe sehr gute Leistungen anbietet.
Laut finanzen.de (http://www.finanzen.de/news/14489/private-pflegeversicherung-eile-geboten-tipps-von-stiftung-warentest) kann die private Pflegeversicherung auch als Erbschutzversicherung dienen. Denn mit der zusätzlichen Vorsorge sinkt das Risiko, die entstehenden Pflegekosten aus der eigenen Tasche zahlen zu müssen. Auf diese Weise bleibt dem Pflegebedürftigen mehr Geld übrig, das er vererben kann.
Pflegelücke von mehr als 1.700 Euro im Monat
Laut dem Statischen Bundesamt betragen die durchschnittlichen Pflegekosten im Pflegeheim in Pflegestufe III 3.200 Euro. Die Zahlen berufen sich auf das Jahr 2007. Die gesetzliche Pflegeversicherung leistet zurzeit in der höchsten Pflegestufe 1.550 Euro. Das entspricht noch nicht einmal der Hälfte der gesamten Kosten, die durch Pflegebedürftigkeit entstehen. Wer nicht vorsorgt, muss so mehr als 50 Prozent seiner Pflegekosten selbst zahlen – Monat für Monat. Können Pflegebedürftige die Kosten nicht alleine tragen, werden die Angehörigen zur Kasse gebeten.
Jeder Zweite wird pflegebedürftig
Jeder zweite Mensch wird statistisch gesehen im Laufe seines Lebens pflegebedürftig. Nur mit einer privaten Pflegeversicherung lässt sich der Eigenanteil bei der Pflege auf ein Minimum reduzieren – egal, ob Versicherte in den eigenen vier Wänden versorgt werden wollen oder im Pflegeheim. Mit einer guten Pflegeversicherung müssen sich Verbraucher im Pflegefall keine Gedanken über ihre finanzielle Lage machen. Auch die Gefahr, den Angehörigen aus finanzieller Sicht zur Last zu fallen, reduziert sich.
Stiftung Warentest empfiehlt Pflegetagegeldversicherung
Die Stiftung Warentest hat wiederholt darauf hingewiesen, dass die gesetzliche Pflegeversicherung nur einen Teilkaskoschutz bietet. Mit einer privaten Pflegeversicherung kann die Pflegelücke geschlossen werden. Am ehesten eignen sich Pflegetagegeldversicherungen, so Stiftung Warentest (https://www.test.de/Geld-fuer-die-Pflege-Wer-bezahlt-meine-Pflege-4570319-0). Dabei können die Versicherten wählen, für welche Dienstleistungen sie das Geld im Pflegefall nutzen möchten. Je früher eine Pflegeversicherung abgeschlossen wird, umso besser. Denn die Beiträge orientieren sich unter anderem am Alter. Zudem besteht dann kaum Gefahr wegen Vorerkrankungen abgelehnt zu werden.



