(openPR) Tarife im Pflegeversicherung-Vergleich, die als besonders gut dargestellt werden, können eine echte Fehlinvestition sein.
Im Mandantengespräch wurden wir auf einen Test der Stiftung Warentest aufmerksam gemacht. In diesem Test wurden die Hanse Merkur und die Mecklenburgische Krankenversicherung in der Pflegetagegeldversicherung bei der Sortierung: Bewertung, Leistungsniveau Pflegestufe I –III, auf Platz 1 und 2 geführt.
Als Versicherungsmakler und Experte in Versorgungsfragen, so Helmut Jäger, halten wir es für zwingend geboten, auf die Schwächen und Fehler in diesem Test hinzuweisen!
Die verantwortliche Projektleiterin wurde von uns per Mail angeschrieben, und um eine Stellungnahme gebeten. Bis heute ist keine Reaktion erfolgt. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen immer mehr, dass die Zweifel berechtigt sind.
Die Frankfurter Allgemeine schrieb am 27.01.2014 zu den Ergebnissen der Stiftung Warentest:
Die älteste und größte deutsche Testorganisation ist Stiftung Warentest. Viele Produkte hat die Stiftung mit hartem Urteil abgestraft. Doch zuletzt wurden öfter Zweifel laut.
Am 25.01.2014 war in der Frankfurter Allgemeinen folgendes zu lesen:
Die Stiftung Warentest hat geschlampt, der ADAC geschummelt. Die Verbraucherschützer verspielen ihren Kredit. Wem kann man noch trauen?
Diese Fragestellung ist ernst zu nehmen. Wir werden mit den nachfolgenden Ausführungen ausführlich auf das mangelhafte Testergebnis eingehen.
Nun zum konkreten Fall:
Am 16.04.2013 veröffentlichte die Stiftung Warentest - Finanztest ein Testergebnis mit dem Titel: Pflege¬versicherung: Pfleg¬etagegeld¬tarife im Test.
Der Test kann nach Vorgabe einer Sortierung unterschiedliche Ergebnisse ermitteln.
Eine der Testvorgaben: Leis¬tungs¬niveau Pfle¬gestufe I-III.
Das Testergebnis der beiden erstplatzierten Gesellschaften mit ihren Tarifen:
Platz 1: Die Hanse Merkur mit dem Tarif PA.
Finanztest-Qualitäts¬urteil: Sehr Gut (1,3)
Platz 5: Die Bayrische Beamten-KK:
Finanztest-Qualitäts¬urteil: GUT (1,9)
Platzierung In den Leistungsniveau I - III:
Hanse Merkur: Finanztest-Qualitäts¬urteil, sehr gut (1,1
Bayrische Beamten-KK: Finanztest-Qualitäts¬urteil, gut (1,9)
Eine Marktanalyse mit Morgen & Morgen, bezogen auf das Leis¬tungs¬niveau der Pflegestufen I - III, sieht wie folgt aus:
Ambulante Pflege:
Hanse Merkur / BBKK
PS 1 25% / 30%
PS 2 50% / 60 %
PS 3 100% / 100%
Stationäre Pflege:
PS 1 25% / 100%
PS 2 50% / 100%
PS3 100% / 100%
Pflegestufe 0 25 % / 30 %
z.B. Demenz
Beitragsbefreiung
ab Pflege:
Tarif PZA / Ab Pflegestufe 0
Die Leistungen innerhalb der Pflegestufen zeigen ein eindeutiges Bild. Wie lassen sich die offensichtlichen Zahlen mit der Bewertung durch Stiftung Warentest –Finanztest in Einklang bringen?
Hinzu kommt, dass Versicherer, die mit einem Leistungsangebot von 100 % in allen Pflegestufen des stationären Bereiches und mit einer
Beitragsfreistellung ab Pflegestufe 0 am Markt sind, ein schlechteres Ergebnis erhalten.
Die Mehrleistungen im Leistungsfall, allein durch die Beitragsbefreiung ab der Pflegestufe 0, werden im Versicherungsfall einen Vorteil von mehreren Tausend € bringen.
Die Beitragsbefreiung im Leistungsfall ab Pflegestufe 0 bietet einen noch wichtigeren Teil an Sicherheit:
Die Beitragsbefreiung ab Pflegestufe 0 stellt sicher, dass eine Pflegeversicherung im Leistungsfall nicht mehr durch den Versicherer gekündigt werden kann, da bereits ab der Pflegestufe 0 keine Beitragsleistung erbracht werden muss.
Im Pflegefall besteht immer das Risiko, dass die notwendigen Beiträge nicht mehr finanziert werden können, da die erforderlichen Beiträge vor Leistungsbeginn nicht finanzierbar waren.
Sicher ist die Leistungsdynamik im Versicherungsfall
ein handfestes Argument.
Eine Dynamik auf eine Leistung von 25 bzw. 50 % gegenüber 100 % ohne Leistungsdynamik, können sicher nicht mit einer Bewertung durch Noten erfolgen.
Woraus sich die unterschiedliche Bewertung
ablesen lassen kann, die mit dem Eintrittsalter und der Höhe des Pflegetagegeldes begründet werden, erschließt sich ebenfalls nicht dem Experten.
Die fachliche Ausrichtung kann sich nicht allein auf die Auflistung einfacher Zahlen im Tarifwerk reduzieren.
Ziel sollte es sein, die Tarifangebote mit den Anforderungen der realen Pflegewelt in Einklang zu bringen. Nur dann ist eine Aussage für den Verbraucher sinnvoll.
Wie stellt sich die reale Pflegewelt dar ?
Die Zahlen des statistischen Bundesamts zeigen ein Bild der realen Pflegewelt. Hinzu kommen die gesellschaftlichen Veränderungen in der Familienstruktur.
Die Anzahl der Singlehaushalte steigen weiter an. Die Personen, die bisher die ambulanten Pflegeleistungen erbringen, werden immer weniger.
Der Demographische Wandel und die veränderten Familienstrukturen werden sich weiter verschärfen.
Die Anforderungen an eine ambulante, häusliche
Pflege kann in vielen Fällen von den Partnern nicht erbracht werden, da diese im gleichen Alter sind, und nicht mehr die Kraft haben, die Pflegeleistungen zu erbringen.
Kinder können allein aus dem wirtschaftlichen Zwang, oder durch fehlende Ortsnähe keine Pflegeleistungen erbringen.
Die Anforderungen an die Versicherungswirtschaft, ein zielgerichtetes Angebot in der Pflegeversicherung zu erbringen, wird immer wichtiger.
Als Versicherungsmakler stehen wir im Lager der Versicherungsnehmer, so der Versorgungsexperte Helmut Jäger. Der Versicherungsnehmer muss entscheiden, ob er Hilfe im Tarifdschungel braucht.
Die nachfolgenden Zahlen vom statistischen Bundesamt bestätigen die vorherigen Ausführungen.
Die Zahlen der Erstbegutachtung vom statistischen
Bundesamt liegen für das Jahr 2012 vor:
Begutachtet wurden 828.414 Antragsteller.
Als nicht pflegedürftig wurden: 265.821 oder 32,1%
In Pflegestufe 1 418.808 oder 50,6 %
In Pflegestufe 2 117.009 oder 14,1%
In Pflegestufe 3 26.776 oder 3,2 % eingestuft.
Die tatsächlichen Zahlen der Pflegeeinstufungen erfordern Tarife, die den Anforderungen gerecht werden. Besonders Tarife, die im stationären Bereich unter 100 % liegen, können zu einer erheblichen Unterversorgung führen.
Ein Ergebnis, wie im beschriebenen Test vom 16.04.2013 der Stiftung Warentest - Finanztest, hilft keinem Verbraucher.
Stiftung Warentest - Finanztest sollte das Ergebnis im Pflegeversicherung -Vergleich korrigieren.
Die Empfehlung des Versorgungsexperten Helmut Jäger:
Ein potenzieller Interessent für eine private Pflegeversicherung sollte eine Risikoanalyse erstellen und das Risiko, das sich aus einem Pflegefall ergeben kann, entsprechend in eine Risikobewertung einfließen lassen.
Daraus ergeben sich dann zwangsläufig Antworten auf wichtigen Fragen, z. B. ob überhaupt eine ambulante, häusliche Pflege ermöglicht werden kann.
Die Veränderungen innerhalb der familiären und gesellschaftlichen Struktur zeigen heute bereits Schwierigkeiten auf, die sich in den nächsten Jahren noch verstärken werden.
Die Veränderungen durch den Demographischen Wandel haben Einfluss auf alle Lebensbereiche. In der Pflegeversicherung, sowie in allen zentralen Fragen der Lebensplanung, sind die Auswirkungen vorhersehbar, und müssen in alle Planung einbezogen werden.
Wie unter diesen vorliegenden, bekannten Zahlen, Daten und Fakten in einem Pflegeversicherung- Vergleich ein Testsieger ermittelt werden kann, der aus der Sicht des Versorgungsexperten Helmut Jäger den Anforderungen in vielen Bereichen nicht gerecht werden kann, entzieht sich dem Experten.
Mit einer umfassenden Versorgungsbilanz in der
Pflegeversicherung, bestehend aus:
• Einer Risikoanalyse und Risikobewertung.
• Einer Bestandsanalyse.
• Der Prüfung staatlicher Förderung.
• Der umfassenden Marktanalyse, um Antworten auf die gestellten Fragen zu erhalten.
• Einer Zusammenfassung und Bewertung aller Teilschritte,
kommt es zu einem guten Ergebnis.
Der Verbraucher braucht Experten zur Beantwortung der wichtigen Fragen. Ergebnisse, wie durch Stiftung Warentest – Finanztest, können zu einer nicht mehr zu schließenden Versorgungslücke führen. Das ist kein erfreuliches Ergebnis für eine Institution, die sich als Verbraucherschützer versteht!




