(openPR) Adipositas ist ein wachsendes Problem: Im Alter von über 40 Jahren ist bereits jeder zweite übergewichtig, jeder fünfte ist sogar stark übergewichtig, also adipös. Dauer-haften Erfolg im Kampf gegen die Pfunde bringen nur eine langfristige Umstellung der Ernährung und mehr Bewegung im Alltag. Kurzfristige Diäten sind meist zum Scheitern verurteilt und für die Betroffenen frustrierend. Im Sport-Gesundheitspark Berlin gibt es daher seit November 2005 die Möglichkeit unter professioneller Anleitung an einer einjährigen Adipositasschulung teilzunehmen und so gemeinsam mit anderen das Problem nachhaltig in den Griff zu bekommen.
Adipositas – Was ist das?
Genau übersetzt bedeutet Adipositas Fettleibigkeit. Mediziner sprechen von Adipositas bei einem BMI (Body-Mass-Index) von über 30 kg/m². Das ist beispielsweise der Fall, wenn ein 1,80 m großer Mann über 100 kg auf die Waage bringt, oder wenn eine 1,60 m große Frau über 76 kg wiegt.
Adipositas – Ist das wirklich so schlimm?
Starkes Übergewicht geht mit einer Reihe von Erkrankungen einher. So ist zum Beispiel die überwiegende Zahl der Diabetes Typ II Erkrankten adipös. Weitere Folgeerkrankungen und Komplikationen können Bluthochdruck, Stoffwechselerkrankungen, Herzinfarkt, Schlag-anfall, Nierenversagen und Arthrose sein. Insgesamt haben stark Übergewichtige eine deutlich verringerte Lebenserwartung. Es verwundert also nicht, dass die WHO starkes Übergewicht als Krankheit definiert.
Ein zunehmendes Problem?
„Die Ursache für die stark wachsende Zahl von Adipositas-Kranken liegt im immer größer werdenden Missverhältnis zwischen Energieaufnahme und Energiebedarf“, erklärt der Internist Dr. med. Robert Margerie vom Zentrum für Sportmedizin. Das heißt: Zu viel Essen und zu wenig Bewegung.
Meistens wird beim Thema Gewichtsreduktion nur über das Essen nachgedacht - weniger essen scheint die Lösung zu sein. Das führt allerdings bei vielen erst zu einem Stoffwechselproblem: Der Körper kennt den Unterschied zwischen Abnehmen und Verhungern nicht und reagiert auf strenge Diäten so, als ob er verhungern würde. Die Stoffwechselaktivität nimmt ab, der Ruheumsatz sinkt.
Ein Beispiel: Beträgt der Ruheumsatz vor einer Diät ca. 1700 kcal, so kann er bei einer Diät um bis zu 20% auf ca. 1350 kcal sinken. Dieser Mechanismus ist eine Schutzfunktion des Körpers, die uns in Hungerperioden das Überleben sichert. Bei einer Diät ist das natürlich nicht erwünscht. Denn wird nach einer Diät wieder „normal“ gegessen, ist häufig ein höheres Gewicht als vor der Diät die Folge. Der berühmte Jo-Jo-Effekt.
Warum bewegen?
Bei einer klassischen Diät kommt es zwar zu einer Gewichtsreduktion, aber in erster Linie wird Muskelmasse abgebaut und nicht Fett. Um dem entgegen zu wirken, ist Bewegung notwendig. „Besonders geeignet ist eine Kombination aus Kraft- und Ausdauertraining“ , berichtet die Sportwissenschaftlerin Agnes Kutz vom Sport-Gesundheitspark Berlin.
Kraftbetonte Übungen wirken nicht nur dem fortschreitenden Abbau der Muskulatur entgegen. Durch den Zuwachs an Muskelmasse steigt auch der Ruheumsatz, was sich wiederum positiv auf die Stoffwechselaktivität auswirkt. Durch Ausdauertraining wird die Stoffwechselaktivität zusätzlich angekurbelt. Insbesondere geht es hierbei um die Energiegewinnung aus Fetten. Bei verbesserter Ausdauer kann der Körper länger und vermehrt auf Fette zur Energiegewinnung zurückgreifen.
Ausdauersport bringt aber nicht nur die Fettdepots zum Schmelzen, er wirkt zudem positiv auf das Herz-Kreislaufsystem, das Immunsystem, die Knochen und Muskeln, die Atmung und die Psyche.
Aktiv werden! Gewicht runter - Lebensqualität rauf!
Mehr Informationen zum Thema und zum Programm der Adipositasschulung des Berliner Sport-Gesundheitsparks erhalten Interessierte unter www.sport-gesundheitspark.de oder am Beratungstelefon unter 030 – 818120.








