(openPR) Die Eiskrem-Welt trifft sich turnusgemäß auch in diesem Jahr wieder in Köln. Veranstaltet von der Zentralfachschule der Deutschen Süßwarenwirtschaft (ZDS) führt die INTER-ICE 2013 wieder Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft zum gemeinsamen Thema „Eis“ zusammen. Zum ersten Mal richtet sich der Kongress auch bewusst an Teilnehmer aus Russland und den ehemaligen GUS-Staaten. Dazu wird es neben der Kongresssprache Englisch auch Simultanübersetzungen in Deutsch und Russisch geben. Mit dem Referat „Ice cream production in Kazachstan” wird auch explizit ein Schlaglicht auf die Eiskrem-Entwicklung im Osten geworfen. Im folgenden Interview mit dem Vorsitzenden des INTER-ICE Organisationskomitees, Michael vom Dorp (Technical Service Manager, Cargill Deutschland GmbH) und dem Technischen Direktor der International Dairy Federation (IDF), Jörg Seifert, werden die Gründe für die Öffnung der INTER-ICE nach Osten hinterfragt.
Interview mit Michael vom Dorp und Jörg Seifert
„Was macht den Markt der ehemaligen GUS-Staaten so interessant, dass sich die INTER-ICE diesmal auch nach Osten wendet?“
M. vom Dorp: „Wie in den anderen BRIC-Staaten hat die Marktentwicklung in Russland eine enorme Dynamik entwickelt. Und der russische Eiskrem-Markt, der seit jeher eine gewisse Eigenständigkeit besitzt, öffnet sich jetzt zunehmend für Impulse aus dem Westen. Mit einer verbesserter Rohstoff-Verfügbarkeit, mit zunehmender Qualität von Milchpulver und anderen Zutaten und dem Zugriff auf modernste Maschinentechnologie aus Europa entwickelt sich auch die russische Eiskremproduktion sehr positiv.“
„Wer profitiert von dieser Entwicklung?“
M. vom Dorp: „Zunächst einmal profitiert die russische Eiskrem-Industrie selbst. Dort gewinnt man insbesondere im Rohstoffbereich (Milch, Milchpulver) eine zunehmende Autarkie, d.h. die Abhängigkeit von Importen sinkt. Der zunehmende Lebensstandard führt zu einer Belebung der Binnennachfrage. Und parallel entwickelt sich von dort aus auch ein interessanter Exportmarkt in den asiatischen Raum hinein. Alles in allem gewinnt die russische Eiskrem-Industrie zunehmend an Qualität und damit an Marktanteilen.“
„Und was hat die europäische Industrie davon?“
M. vom Dorp: „Wie sich bereits durch die interessanten Kontakte auf der Modern Bakery im April in Moskau gezeigt hat, haben insbesondere deutsche und europäische Maschinenhersteller gute Chancen, an der dynamischen Entwicklung der Produktionszahlen in Russland und den anderen ehemaligen GUS-Staaten teilzunehmen.
Das Knowhow der europäischen Unternehmen ist auch hier besonders gefragt und daher wird der russische Markt allgemein als Wachstumsmarkt für diese Unternehmen gesehen.
„Wie beurteilt die IDF die Entwicklung in Russland und Umgebung?“
J.Seifert: „Auch die IDF ist überzeugt, dass Russland ein wichtiger Wachstumsmarkt für die Zukunft hinsichtlich der Produktion und des Verbrauchs von Milch- und Milchprodukten und auch von Eiskrem ist. Von daher unterstützen wir als ideeller Träger der INTER-ICE auch gerne die Bemühungen der ZDS, diesen Kongress durch die russische Simultanübersetzung und spezifische Vorträge für Teilnehmer aus Russland und den
Anrainerstaaten attraktiver zu machen. Ich glaube, dass es einfach an der Zeit ist, auch die Mitwirkenden in diesem Marktsegment näher zusammen zu bringen. Die INTER-ICE ist dafür genau der richtige Rahmen.
„Was macht die INTER-ICE dafür besonders attraktiv?“
J. Seifert: „Die INTER-ICE hat sich über die Jahre als der Treffpunkt für die Speiseeiswirtschaft etabliert. Und der Standort Köln ist durch die Nähe zu den Flughäfen Düsseldorf und Köln-Bonn auch für Teilnehmer aus „fernen“ Ländern leicht und bequem zu erreichen. Und nicht zuletzt der für dieses Jahr geplante Gemeinschaftsabend im Schokoladen-Museum in Köln bietet neben dem interessanten Kongressprogramm den idealen Rahmen für das Knüpfen eines Ost-West-Netzwerks für die Kongress-Teilnehmer. Ich selbst freue mich bereits heute auf diese Veranstaltung.“













