(openPR) Berlin - Die Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) www.bpb.de gerät in Erklärungsnot. Eine heikle Expertenempfehlung für Schulen zu Integrationsfragen ist Stein des Anstoßes. Das meldet die Zeitung vers1 www.vers1.net in ihrer Ausgabe zum Jahreswechsel.
„Das ist wie Margot Honecker zur Bundesbeauftragten für Stasi-Unterlagen zu machen“ spottete dem Bericht zufolge die hessische Bundestagsabgeordnete Kristina Köhler (CDU) über die Entwicklungen in der Bundeszentrale. Die hatte nämlich den Vorsitzenden der „Islamischen Gemeinschaft in Deutschland“ (IGD), Ibrahim El-Zayat, den Schulen in Deutschland als Experten für Integration empfohlen. Die IGD wird vom Verfassungsschutz wegen ihrer Verbindungen zur extremistischen Muslimbruderschaft beobachtet.
Dabei richtet sich die Kritik aus Politik und Medien in erster Linie an den Präsidenten der Bundeszentrale, Thomas Krüger. Schließlich habe die Bundeszentrale für politische Bildung als Leitbild aufgetragen bekommen, das demokratische Bewusstsein in der Bevölkerung zu fördern. Keinesfalls sei diese Institution ein Ort, um falsche Ideologien zu befördern. Die verunglückte Empfehlung ist allerdings nur eine Fehlleistung einer Pannenserie in der Bundeszentrale, die nicht abzureißen scheint. Vers 1 berichtet, dass sich die Vorwürfe gegen Krügers Amtsführung häufen, seit er im Jahr 2000 die Leitung des Hauses übernahm. „Ideologisch motiviert“, „kritikresistent“ oder „fachlich inkompetent“ seien dabei noch die harmloseren Beschreibungen des Theologen.
Das Jahr 2005 wird für Krüger und die Bundeszentrale jedoch als ein schwarzes verbucht werden. Allerdings kann die Aneinanderreihung fragwürdiger Vorgänge nicht in die Rubrik „Pleiten, Pech und Pannen“ eingeordnet und abgehakt werden, eine Aufarbeitung scheint nötig. Denn eine antiisraelische Grundstimmung zieht sich durch die Krüger-Missgriffe wie ein roter Faden.








