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Der „Lücke-Skandal“ weitet sich aus

08.07.201310:03 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Entlassung des Geschäftsführers der Worpsweder Touristik und Marketing GmbH gefordert

Worpswede. Die Bürgerinitiative „Unser-Worpswede.de“ forderte in ihrer Pressemitteilung vom 22.Juni 2013, endlich mit der Aufarbeitung der Geschichte Worpswedes während des Nationalsozialismus zu beginnen. Sie kritisierte „die Lücke an der Wand“ der Tourist-Information des Ortes. Der Inhalt des nun ergänzten Textes „1933-1945“ ist ein neuerlicher Skandal: Die Verantwortlichen verzerren nachhaltig das Bild Worpswedes in der Öffentlichkeit. Die Initiative fordert personelle Konsequenzen: die Entlassung Stefan Schwenkes als Geschäftsführer der Worpsweder Touristik- und Kulturmarketing GmbH.



Am Anfang war die Lücke, doch dann kam das Wort: Als die umgestaltete Worpsweder Tourist-Information wieder ihre Türen öffnete, begrüßte sie den Besucher mit einer „Lücke“ in der chronologischen Darstellung des Ortes. Der nun hinzugefügte Text zur Geschichte Worpswedes während des Nationalsozialismus ist skandalös. Mit einer Anhäufung von Halbwahrheiten, Verharmlosungen und Auslassungen entlarven die Verantwortlichen im kulturell-behördlichen Bereich ihr Wunschbild offizieller Geschichtsschreibung des Künstlerortes für die Zeit des „3. Reiches“.

Und auch ein zweiter Text gerät in den Blickpunkt der Kritik: „Nach 1945 – Worpswede als Weltdorf“. Die Initiative fordert nun die Gemeinde-Verwaltung dazu auf, den NS-ideologisch eingefärbten Begriff „Weltdorf“ aus dem offiziellen Sprachgebrauch zu streichen und erklärt ihn zum „Unwort“.
„Wir fordern einen ehrlichen Umgang mit der Geschichte Worpswedes, der den aktuellen Stand der historischen Forschungen wiedergibt!“, so der Sprecher der Bürgerinitiative Andreas Rico Schweter.

Die Initiative plant, mit einer ständigen Ausstellung die Vergangenheit des Ortes während des Nationalsozialismus zu thematisieren und hierzu auch ein Institut für modernes Geschichtsbewusstsein einzurichten. Zur Realisierung des innovativen Projektes hatte sie deshalb den Großdrogisten Rossmann um die Übereignung des Worpsweder Landhaus gebeten. Doch auf den offenen Brief an Dirk Rossmann erhielten sie bislang keinerlei Reaktion.

Dabei täte eine ehrliche Aufarbeitung im Künstlerdorf dringend Not: Wie auch in vielen anderen deutschen Städten und Gemeinden fanden die Entnazifizierungsprozesse nach 1945 auch im Künstlerdorf nur halbherzig statt. Nach dem Willen der Initiative ist die Zeit der Verharmlosung und der Legendenbildung nun jedoch vorbei – auch wenn am Bild der Künstlerkolonie als einer „unbefleckten Enklave“ während des Nationalsozialismus offiziell noch festgehalten wird.

Im Deutschlandfunk Radio-Feature „Die Lücke an der Wand“ hatte Bürgermeister Stefan Schwenke versprochen, dass man sich zum Lücke-Thema „noch einmal darüber Gedanken machen“ könnte. Diese Hausaufgabe tat er mangelhaft.

Die Bürgerinitiative fordert jetzt von den Entscheidungsträgern personelle Konsequenzen aus diesem Skandal: die Entlassung Schwenkes als Geschäftsführers der Worpsweder Touristik- und Kulturmarketing GmbH. Sie fordert außerdem vom Gemeinderat, die zukünftige Trennung vom Bürgermeisteramt und dem GF-Posten in der Gemeindesatzung festzuschreiben.

Für Worpswede ist jetzt die Zeit der Aufarbeitung gekommen, gerade weil im Gründungs-Jubiläumsjahr 2014 der Künstlerort damit die Chance erhält, seine Geschichte in der Gegenwart zu definieren.
Die heutige „Hochschule für Künste Bremen“ – vormals die nationalsozialistische „Nordische Kunsthochschule“ hat bereits vorgemacht, wie dies geschehen kann: sie begann im Frühjahr 2011 ihre NS-Geschichte ernsthaft aufzuarbeiten.

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