(openPR) City Süd profitiert von Preissensibilität der Nutzer
• Büroflächenumsatz in H1-2013 bei 216.000 m²: + 0,2 % ggü. H1-2012
• Spitzenmiete bei 23,50 EUR/m² (- 3,7 % ggü. H1-2012), Durchschnittsmiete bei 12,78 EUR/m² (- 7,9 %)
• Leerstandsquote auch in Q2 leicht rückläufig: 7,2 %
Etwa 216.000 m² Bürofläche wurden im 1. Halbjahr 2013 in Hamburg angemietet bzw. von Eigennutzern belegt und damit nahezu exakt so viele wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum (+ 0,2 %). „Vor allem große Konzerne, wie beispielsweise Philips und Schenker, trugen durch einige Großdeals in hohem Maße zum Halbjahresergebnis bei“, so Ken Hoppe, Associate Director Office Agency und bei Savills verantwortlich für das Bürovermietungsgeschäft in Hamburg. Insgesamt passierte im Flächensegment ab 1.000 m² zwar relativ wenig, dafür zeigte sich das kleinteilige Segment umso dynamischer, so dass der Halbjahresumsatz unter dem Strich dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre entsprach.
Die City Süd war mit mehr als 70.000 m² bzw. einem Drittel des Gesamtumsatzes der umsatzstärkste Teilmarkt, nicht zuletzt, weil hier vier der acht Abschlüsse ab 5.000 m² stattfanden. Hierin spiegelt sich die relativ hohe Preissensibilität vieler Nutzer wider, die die Zentralität und Erreichbarkeit der City Süd bei zugleich moderaten Mieten schätzen und nicht bereit sind, die deutlich höheren Mieten in der Innenstadt zu zahlen. Hinzu kommt, dass freie Flächen in der Innenstadt rar sind. Vor allem im Segment ab 2.000 m² zusammenhängende Fläche findet sich kaum noch Angebot.
Die Preissensibilität der Mieter schlägt sich auch im Mietniveau nieder: Sowohl die Spitzen- als auch die Durchschnittsmiete lagen Ende Juni unter ihrem Vorjahreswert. Die Spitzenmiete ging um knapp 4 % auf 23,50 EUR/m² zurück, die Durchschnittsmiete gab sogar um fast 8 % auf 12,78 EUR/m² nach. Dies ist umso bemerkenswerter als auch der Leerstand weiter leicht zurückging. Zum Halbjahresende standen 7,2 % der Hamburger Büroflächen leer. Vor Jahresfrist lag die Leerstandsrate noch bei 8,1 %. Dies und die Flächenknappheit im hochwertigen Segment in zentraler Lage veranlassen manche Entwickler, spekulativ Projekte zu beginnen. Ein Beispiel hierfür ist das „Boa Vista“, das die Becken Projektentwicklung gerade im Teilmarkt City am Hafenrand realisiert. Die Fertigstellung des knapp 10.000 m² BGF umfassenden Gebäudes ist für Anfang 2015 avisiert.
Auch generell ist eine Belebung des Projektentwicklungsmarktes zu erkennen. Im laufenden Jahr werden insgesamt knapp 230.000 m² Bürofläche fertiggestellt und damit mehr als in allen anderen deutschen Büromärkten. Für das nächste Jahr sind bereits mehr als 280.000 m² projektiert, in 2015 wird das Projektentwicklungsvolumen voraussichtlich auf über 300.000 m² steigen.
Da noch eine Hand voll Großgesuche im Markt ist und das kleinteilige Segment auch im weiteren Jahresverlauf von hoher Dynamik geprägt sein dürfte, geht Savills von einem Jahresumsatz von 480.000 m² aus. Sowohl beim Mietniveau als auch bei der Leerstandsrate ist von einer Seitwärtsbewegung auszugehen.











