(openPR) Im Rahmen des Jahresthemas »POLYVERSUM« steht in der Ausstellung »FAKE« die Rolle des Kurators im Fokus. Seine Sichtweise, Auswahl und Zusammenstellung bestimmt maßgeblich die Rezeption und Interpretation der Kunstwerke.
Saul Judd lebt und arbeitet als freier Kurator in Frankfurt am Main und online.
1999-2000 realisierte er in London no.site.specific, ein Projekt als Brücke zwischen Frankfurt und London mit vier Ausstellungen in Künstlerinitiativen und Galerien. 2001 initiierte und kuratierte er die multidisziplinäre Platform »dontmiss« – www.dont-miss.net –, in welcher 50 Künstler an fünf verschiedenen Locations in Frankfurt ausgestellt wurden. Kreierte und kuratiert »dontneed« - www.dontneed.org -, seit 2008 ein Videoportal für Videokunst und Kunst am Video mit einem Blog. 2010 kuratierte Judd 'tracing the invisible' mit Ruairiadh O'Connell und Ayaka Okutsu, Foundation Gutzwiller, Zürich. Seit 2010 zeichnet er verantwortlich für die Videokunstsektion des LICHTER-Festivals Frankfurt International, wofür er Ausstellungen wie »Stimulus Kino« konzipierte, unter anderem mit Keren Cytter und Mike Bouchet. 2011 rief er erstmalig den LICHTER Art Award, ein Videokunstwettbewerb, ins Leben.
Judd konzipierte »FAKE« speziell für den Ausstellungsraum EULENGASSE.
Es ist eine Ausstellung über das Phänomen des Künstlichen als ein wesentliches Element in der Kunstpraxis. Die Menschen streben an, eine gewisse Wahrheit in ihrer Realität zu erhalten oder zu offenbaren, aber auf unterschiedliche Weise hat die Transformation des Realen starke Auswirkungen in ihrem Leben. Sie tröstet sie, sie konfrontiert sie, bringt sie zum Lächeln oder macht sie emotional oder rational, wenn es um das Wahrnehmen der Realität geht. Die Konstruktion des Künstlichen scheint eine wichtige Rolle in der Entwicklung jeder ästhetischen Sprache und in der Verwischung der Grenzen zwischen den Disziplinen zu spielen.
Die Gemälde von Mario Hergueta zeigen die perfekte Kombination von Malerei, Zeichnung und architektonischem Objekt. Mit dem Projekt 'fake states' hatte der legendäre Künstler Gordon Matta-Clark eine Untersuchung begonnen – im New York der siebziger Jahre –, die eine Tradition der Psychogeografie und die Erfassung von Stadtlandschaften fortsetzte. Mit seiner Stühleserie ‘mirror chairs’, erstellt der Designer Kai Linke Objekte, die die Grenzen zwischen Design und Kunst verwischt. Angelo Luz ist ein multidisziplinärer Künstler. Luz nutzt seinen Körper als Werkzeug um Fragen über die Beziehung zwischen Körper, Natur und unserer Existenz in dieser Zeit zu formulieren. Er arbeitet auf eine beinahe schamanistische Art. Für »FAKE« wird er ein neues Performance-Stück entwickeln.
Vernissage am Freitag, 12. Juli 2013 um 20:00 Uhr
Performance und Gespräch von und mit Angelo Luz : Samstag, 27. Juli 2013 um 20 Uhr
Ausstellungsdauer: Samstag, 08. Juni 2013 – Sonntag, 30. Juni 2013
Ort: Ausstellungsraum und Atelierhaus EULENGASSE, Seckbacher Landstraße 16, Frankfurt-Bornheim
Verkehrsverbindungen: U4 Seckbacher Landstraße, Bus 38, Bus 43
ÖFFNUNGSZEITEN: Do 17-21 Uhr · Fr 15-18 Uhr · So 15-19 Uhr u.n.V. (Tel: 069. 56005910)
www.eulengasse.de













