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Daten-Klau: Wenn der Chef nicht aufklärt

(openPR) 19. Dezember 2005

• 62 Prozent aller Arbeitnehmer gefährden ihr Unternehmen
• Fehlende Richtlinien laden zu Daten-Klau ein
• Die rechtliche Lage ist weitestgehend ungeklärt

Berlin, 19. Dezember 2005 – Aus Unwissenheit werden in Deutschland täglich sensible Geschäftsdaten über private E-Mail-Accounts versendet. Der Schaden geht in die 100te von Millionen Euro. Die Dunkelziffer ist sehr hoch, denn Unternehmen schweigen sich über Schadensangaben lieber aus. Bis zu 78 Prozent der Arbeitnehmer sind über die korrekte Nutzung des geschäftlichen E-Mail-Accounts im Unklaren, so das Ergebnis verschiedener Untersuchungen und Umfragen. Arbeitgebern sind bei der Kontrolle der E-Mail- und Internet-Nutzung weitestgehend die Hände gebunden. Besonders gefährdet sind Unternehmen, die mit Mutterfirmen oder Geschäftspartnern in den Vereinigten Staaten in Kontakt stehen. Amerikanische Gerichte können von Unternehmen die umfassende Offenlegung von E-Mails verlangen. Unter diese sogenannte Discovery-Regelung fällt auch die Unternehmenskorrespondenz mit Dritten. Selbst wenn bei dieser Überprüfung kein Verstoß zu Tage tritt, kann ein erheblicher Imageschaden entstehen.



Oft sind es plausible Gründe, die Arbeitnehmer dazu bringen, die sensiblen Unternehmensdaten zu gefährden. „Der Hauptgrund für die falsche Nutzung ist der Termindruck, den jeder Arbeitnehmer spürt“, erklärt Dr. Ingo Reichardt, Leiter des communication college, „Bei einem Ausfall des Unternehmensservers wollen die Angestellten die an sie gestellten Erwartungen trotzdem erfüllen und benutzen dafür den privaten Account.“ 25 Prozent der Arbeitnehmer senden ihre Geschäftspost auf ihren privaten E-Mail-Account, um z.B. die ausstehende Arbeit zu Hause zu erledigen. „Dass sie mit dieser Handlung sensible Daten gefährden, ist mehr als dreiviertel aller Angestellten nicht bewusst“.

Nur wenige Angestellte besitzen ein Interesse, ihr Unternehmen und damit Ihren Arbeitsplatz zu gefährden. „Unserer Erfahrung nach liegt der Anteil der Angestellten, die bewusst Firmendaten an nicht autorisierte Empfänger versenden, bei sechs Prozent“, so Alexander Feig, Inhaber der Feig Kommunikation in Berlin. Deshalb ist der erste Schritt die Schere zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu schließen, die Aufklärung und Schulung der Arbeitnehmer im korrekten Gebrauch mit der geschäftlichen E-Mail-Korrespondenz.

Reichardt empfiehlt daher: „Der Arbeitnehmer selber sollte von Beginn an die Privatnutzung des geschäftlichen Internet- und E-Mail-Accounts genau abwägen. Zu empfehlen ist diese nur, wenn es vom Arbeitgeber ausdrücklich gestattet ist.“ Dem Arbeitgeber sind bei der Kontrolle der Privatnutzung aber oft die Hände gebunden. „Die rechtliche Lage zu diesem Thema ist in Deutschland sehr unerquicklich“, so Reichardt. „Über die Grenzen und Befugnisse des Arbeitgebers bei der Kontrolle liegen nur wenige höchstrichterliche Entscheidungen vor.“ So befinden sich beide Seiten in einem ungeklärten Raum. „Der beste Weg hier eine erleichternde Klarheit zu schaffen, sind strikte Unternehmensrichtlinien für die E-Mail-Korrespondenz“.

Disclaimer
Die hier veröffentlichen Daten sind Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit zum Thema „Elektronische Kommunikation“ des communication-college, Ladenburg, und FEIG Kommunikation, Berlin.

communication-college
Dr. Ingo Reichardt
Kirchenstr.33
68526 Ladenburg
Telefon +49 (0)6203 936381
Fax +49 (0)6203 180908
Mobil +49 (0)170 4110861
E-Mail
www.communication-college.org
www.pr-akademie-rheinmain.de

FEIG Kommunikation
Alexander Feig
Bornholmer Straße 1
10439 Berlin
Telefon: +49 (0)30 43 65 98 67
Fax: +49 (0)30 43 65 98 68
Mobil: +49 (0)163 87 01 636
E-Mail
www.feig-pr.de

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