(openPR) Greifswald, Berlin, 12. Juni 2013. In Deutschland treten zahlreiche Flüsse über die Ufer, Menschen kämpfen verzweifelt um ihr Hab und Gut. Währenddessen bereitet die Forschungsgruppe GETIDOS die Berlin-Premiere ihres Films „Flussversöhnung“vor. Der Diskussions- und Badefilm soll am 15. Juni 2013 um 16 Uhr im historischen Hafen der Bundeshauptstadt gezeigt werden. Schon jetzt ist die 45-minütige Dokumentation im Internet zu sehen: http://getidos.botanik.uni-greifswald.de/index.php/de/videos. Ein Widerspruch? Regisseur und GETIDOS-Mitarbeiter Justus Lodemann sieht das anders.
„Hochwasserkatastrophen sind drastische Zeichen dafür, dass wir die Beziehung zu unseren Flüssen in Zukunft anders gestalten müssen.“, so der Umweltwissenschaftler. In seinem Film arbeitet Lodemann am Beispiel Berlins heraus, wie wenig Menschen mit den Flüssen, an denen sie leben, in Kontakt stehen, und zeigt Projekte, die einen Bewusstseinswandel anstoßen möchten. Wie die Big Jump Challenge, bei der Jugendliche für mehr Gewässerschutz baden gehen.
„Der Spree ist weh“, so beginnt ein Gedicht von Friedrich Rückert (1845). Tatsächlich zeigt der Film einen Fluss, der sich eingeengt, verdreckt und vielerorts fast unbemerkt seinen Weg durch die Bundeshauptstadt bahnt. Und er zeigt Menschen, die sich daran stören und die Spree als Lebensader der Stadt, ja, sogar als Bademöglichkeit revitalisieren wollen. Ihre Ideen sind noch zarte Pflänzchen, und doch lösen sie eine wichtige Frage aus: Warum eigentlich nicht?
Sie begleitet den Zuschauer auch dann, wenn ExpertInnen aus der Verwaltung, dem Bundestag und der Nichtregierungsorganisation Grüne Liga e. V. sich der Frage stellen, warum trotz anspruchsvoller Gesetzgebung für den Gewässerschutz oft noch zu wenig Erfolge sichtbar werden. Und sie erscheint auf den Gesichtern der Jugendlichen, wenn sie beginnen, über den Sprung in die Alster, die Kieler Förde, die Sieg und 45 weitere Gewässer in ganz Deutschland nachzudenken. Auch mit Blick auf den Hochwasserschutz ließe sich viel erreichen, wenn wir lernen, nicht nur am, sondern mit dem Fluss zu leben. Warum eigentlich nicht?
Der Film „Flussversöhnung“ ist als komprimierte Version frei zugänglich: http://getidos.botanik.uni-greifswald.de/index.php/de/videos Eine Version in besserer Qualität sowie für öffentliche Aufführungen zu Bildungszwecken ist auf Nachfrage erhältlich unter
Big Jump Aktionen werden auch in diesem Jahr wieder an zahlreichen Gewässern in Deutschland von Jugendlichen gestaltet, u. a. an drei Orten in Berlin. Mehr dazu unter www.bigjumpchallenge.net








