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Mobbing-Diskussion mit Anne Will: Die meisten Opfer im öffentlichen Dienst

16.05.201316:40 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Mobbing-Diskussion mit Anne Will: Die meisten Opfer im öffentlichen Dienst
J. Schwickerath, W. Carls, M. Zielke, W. Hackhausen (Hrsg.) Mobbing am Arbeitsplatz
J. Schwickerath, W. Carls, M. Zielke, W. Hackhausen (Hrsg.) Mobbing am Arbeitsplatz

(openPR) Jo Rühler, das Opfer im ARD-Spielfilm "Mobbing", befand sich im öffentlichen Dienst. Eberhard Hesse und Florian Gerster, Teilnehmer in der nachfolgenden Talkrunde mit Anne Will, gehörten gleichfalls zum öffentlichen Dienst; ihr reichlicher Leistungswille hatte sie zum Störfaktor und Mobbingopfer gemacht. Im Gespräch mit Anne Will wurde spürbar, welch tiefe Spuren das Mobbing hinterlassen hatte.

Der Psychotherapeut Dr. Josef Schwickerath berichtet in seiner Studie, "dass eine deutliche Überrepräsentation von Mobbingopfern im Gesundheits- und Erziehungsbereich sowie in der öffentlichen Verwaltung vorliegt. So besteht z.B. im Gesundheitsbereich ein siebenfach erhöhtes Risiko, im Erziehungs- und im Verwaltungsbereich ein drei- bis vierfach erhöhtes Risiko, Mobbingopfer zu werden. Überrepräsentiert ist auch das Kreditgewerbe. Unterdurchschnittlich vertreten sind die Bereiche Verkehr und Handel, Gaststätten, Baugewerbe, Energie und Wasser sowie die Landwirtschaft.

Frauen sowie jüngere Mitarbeiter bis 25 Jahre sind eine besonders gefährdete Gruppe. Einem leicht erhöhten Mobbingrisiko ist die Altersgruppe der 55jährigen und älteren MitarbeiterInnen ausgesetzt ..."

In der Sendung mit Anne Will und im vorausgegangenen Spielfilm "Mobbing" wird das - wohl auch in der Realität häufigste - Mobbingmotiv erkennbar: Die Täter sind um ihren Status besorgt und wollen diesen sichern. Schwickerath: "Es scheint vieles dafür zu sprechen, dass es in der Konstellation mit nicht souveränen Führungskräften einerseits und leistungsstarken Mitarbeitern anderseits ein erhöhtes Mobbingrisiko gibt."

Florian Gerster, seinerzeit Chef der Bundesagentur für Arbeit, diagnostizierte bei Anne Will scheinbar distanziert: Er hatte als Behördenchef zuviel Gestaltungswillen gezeigt und damit in der Politik wie in seinem tendenziell adynamen Behördenapparat für Verunsicherung gesorgt, die die Betroffenen in Mobbingaktivität umsetzten. Dagegen hatte er keine Chance und ging ...

>> J. Schwickerath, W. Carls, M. Zielke, W. Hackhausen (Hrsg.) Mobbing am Arbeitsplatz - Grundlagen, Beratungs- und Behandlungskonzepte. Pabst, 388 Seiten, ISBN 978-3-89967-112-4

>> J. Schwickerath: Mobbing am Arbeitsplatz - Stationäre Verhaltenstherapie von Patienten mit Mobbingerfahrungen. Pabst, 280 Seiten, ISBN 978-3-89967-532-0

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