(openPR) Liebe Freunde der Kunst!
Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich zu unserer Vernissage der Ausstellung "I WANT TO BE LIKE MY DOG | Alejandro Rodríguez González" (kuratiert von Uwe Goldenstein / BSA) ein!
Vernissage: Freitag, den 10. Mai 2013, 18-22 Uhr
Ausstellung: 11. Mai - 21. Juni 2013
Alejandro Rodríguez González (von Uwe Goldenstein)
In den Werken von Alejandro Rodríguez González tritt die beinahe fotorealistisch wiedergegebene Figur in flächig geöffneter, überlagerter Landschaft oder entleerten Räumen auf. Ihre mitunter überdeutlichen Gesichtszüge halten die Wahrnehmung augenscheinlich an und lassen die Blicke alsbald wieder entgleiten. Schwer fassbar, aber im diffusen Geschehen sich behauptend, vermitteln sie eine Zwischenwelt, die von leisen und auch manchmal lauteren Regressionen geprägt ist.
Rodríguez verweist durch die oft in Auflösung befindlichen Räumlichkeiten auf eine Utopie der Einheit von äußerer und innerer Realität, die in seinen Arbeiten in ihrem gesamten Spannungspotential fassbar wird. Die Eindeutigkeit der Darstellung entzieht sich immer wieder in die Abstraktion oder Leere der überzeichneten oder nur angedeuteten Flächen. Versteht man diese Methode als metaphorische Abbildbarkeit von Realität, so generiert sich eine innere Wahrhaftigkeit seiner Bildfiguren als eine Gleichzeitigkeit von An- und Abwesenheit, die auf dem Kontrast von Schärfe und Unschärfe basiert. Denn gerade die stetige Entzugsmöglichkeit der Figuren in den abstrahierten, offenen Raum ermöglicht eine Zusammenschau von Befindlichkeit und Vergangenheit oder Latenz. Die Exaktheit der Abbildung durch die meisterhafte Einbindung der Protagonisten ins oft Kalkweiße des Bildgrundes ermöglicht also erst ihre wahre Erfassung. Gerade der geöffnete, entleerte Raum vermag es, die momenthafte Präsenz der Figuren in eine Gesamtsituation von unbewussten, unsichtbaren oder vergessenen Erlebnissen und Gefühlen einzubinden.
So wundert es nicht, dass Rodríguez` Darsteller konsequent auf ein Sein im Abwesenden hindeuten: auf ein angedeutetes Geheimnis, das durch die Ortlosigkeit vernebelt bleibt. Und schaut man ganz genau in die Augen der Figuren so zerrinnt der Augenblick genauso schnell wie man ihn erfasst hat. Der gesamte Bildaufbau, sei es in seinen Gemälden oder graphischen Arbeiten, zielt auf diese sich gegenseitig bedingenden Pole von konkreter Erfahrung und intuitivem Gespür für das nicht Sichtbare. Erinnerungsräume fallen fast unbemerkt mit tatsächlich wahrnehmbaren zusammen.
Alejandro Rodríguez González versetzt die Melange aus Wahrnehmung und Vorgängen im Unbewussten somit in eine dauerhafte, subtile und leise Schwingung. Diesen als existentielles metaphorisches Zwischenstadium zu beschreibenden Zustand spiegelt damit die Eigentlichkeit im Sinne einer offenen Mehrschichtigkeit der Realität wider. In dieser fragilen Welt behauptet sich nur jemand, der seine inneren Schätze nicht verdrängt.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch, Ihr BADH-Team.











