(openPR) - Teilnehmer akzeptieren Telemedizintechnologien für ihre alltägliche Bluthochdrucküberwachung
- Patienten berichten von Lebensqualitätsveränderungen sowie Therapieoptimierung bei der Hypertonie-Einstellung
- Ärzte zeigen sich offen für künftigen Therapieeinsatz
Bad Wildungen, 02.05.2013 – Das telemedizinische Patientenprogramm zu Bluthochdruck, das von der Deutschen Telekom AG und dem Telemedizinspezialisten BodyTel Europe GmbH gemeinsam mit dem Klinikum Friedrichshafen im Rahmen des T-City-Projekts durchgeführt wurde, ist abgeschlossen. Projektziel war die Evaluierung von Home-Telemonitoring als ergänzende Methode in der kontinuierlichen Betreuung von Patienten mit Bluthochdruck (Hypertonie) im Routinebetrieb. Das Monitoring der Blutdruckwerte, die von den Patienten zu Hause mit Hilfe des Systems „PressureTel“ gemessen und in Echtzeit übertragen wurden, oblag dem Klinikum Friedrichshafen.
„Wir haben die Teilnehmer vor allem hinsichtlich dreier Erfolgsparameter befragt: Patientenakzeptanz im Routinebetrieb, Lebensqualitätsveränderungen sowie Therapieoptimierung bei der Hypertonie-Einstellung“, sagte Stefan Schraps, Geschäftsführer der BodyTel Europe GmbH, an der die Deutsche Telekom eine strategische Beteiligung hält. „In allen Kategorien haben wir äußerst positive Rückmeldungen von den Patienten bekommen. Die Ergebnisse des T-City-Projekts erfüllen die vielfältigen Erwartungen an Telemonitoring bei chronischen Erkrankungen und fügen sich so in eine Reihe positiver Pilotprojekte ein.“
Das telemedizinische Patientenprogramm bestätigte die hohe Akzeptanz (81,5 Prozent) von Telemonitoring bei Hypertonie-Patienten. Das drückte sich einerseits in einer hohen Compliance der Messungen aus; andererseits konnte die Medikation für mehr als 50 Prozent der Patienten angepasst werden. In einem Fall konnte die Medikation sogar komplett abgesetzt werden. Es bestätigte sich auch die Expertenmeinung, dass Blutdruckwerte, die in entspannter häuslicher Atmosphäre gemessen wurden, aussagefähiger sind als die in Arztpraxen gemessenen. Als weiterer Vorteil für die Patienten erwies sich die Verbesserung der Lebensqualität, die anhand eines international akzeptierten Fragebogens erhoben wurde. Zudem dokumentierte die anonymisierte Patientenbefragung eine deutliche Senkung hypertoniebedingter Krankenhausaufenthalte.
Die Alltagstauglichkeit des Systems, wichtigstes Kriterium für einen Routineeinsatz, wurde für PressureTel von fast 100 Prozent der Beteiligten bestätigt. Bezüglich der Finanzierung einer Telemonitoring-Betreuung gaben 62,9 Prozent der teilnehmenden Patienten an, sich privat daran beteiligen zu wollen. 33 Prozent der Hausärzte zeigten sich gegenüber einer zusätzlichen telemedizinischen Betreuung aufgeschlossen, was ungefähr den von Ärzteverbänden angegebenen Zahlen entspricht.
Umfassendes telemedizinisches Selbstmanagement
Das im Pilotprojekt eingesetzte digitale Oberarm-Blutdruckmessgerät PressureTel ist zusammen mit der Körperwaage WeightTel und dem Blutzuckermessgerät GlucoTel Teil des von BodyTel entwickelten telemedizinischen Systems. Die Geräte übertragen Messwerte sofort und automatisch an ein kompatibles Mobiltelefon oder Home-Gateway. Die Daten werden anschließend per Internetverbindung an die webbasierte Datenbank BodyTel Center übertragen. Für den Zugriff auf das Portal reichen ein Standard-Internetzugang sowie ein üblicher Internet-Browser aus. Mit Hilfe eines persönlichen Kennwortes gelangen sowohl der Patient als auch von ihm autorisierte Vertrauenspersonen, wie der behandelnde Arzt oder Familienangehörige, in ihren individuellen Bereich des Portals. Falls gewünscht, können Ärzte und andere betreuende Personen im BodyTel Center für jeden ihrer Patienten bzw. für ihre Angehörige individuelle Grenzwerte hinterlegen, bei deren Über- oder Unterschreitung unmittelbar ein Alarm in Form von SMS, E-Mail oder Fax an sie ausgelöst wird.










