(openPR) München / Baierbrunn, den 29. April 2013. Der St. Anna Schulverbund in Baierbrunn wurde von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) für seine Schulverpflegung ausgezeichnet. Nach dem intensiven und erfolgreich abgeschlossenen Audit der letzten Monate erhielt der Schulverbund mit seinen beiden staatlich anerkannten Ganztagsschulen, der Reinhard-Wallbrecher-Grundschule in München-Solln und dem Günter-Stöhr-Gymnasium in Icking-Irschenhausen, jetzt das Zertifikat „Schule + Essen= Note 1“.
Das DGE Projekt „Schule + Essen = Note 1“ ist Teil des Nationalen Aktionsplans IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung -, das vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) gefördert wird. Das Zertifikat wird jenen Schulen verliehen, die den hohen Qualitätsanforderungen in den drei Überprüfungsbereichen „Lebensmittel, Speisenplanung und -herstellung sowie Lebenswelt“ erfüllen.
Der St. Anna Schulverbund mit seinen rund 500 Schülern und Schülerinnen gehört damit ab sofort zu den wenigen Ganztagsschulen in Deutschland, die sich diesem anspruchsvollen Zertifizierungsprozess gestellt haben und das DGE Logo „Schule + Essen= Note 1“ tragen dürfen. In Bayern sind es nunmehr drei.
Der Herausforderung einer ausgewogenen, bedarfsgerechten und dabei bezahlbaren Schulverpflegung sehen sich in Deutschland rund 14.500 Schulen im Ganztagsbetrieb gegenüber, in denen 2,1 Millionen Schüler unterrichtet und täglich versorgt werden müssen.
Bei der Übergabe der Zertifizierungsurkunde lobte der frühere Präsident des DGE, Prof. Dr. Günther Wolfram, neben dem hervorragenden Qualitätsstandard vor allem die werteorientierte Haltung und Vorbildfunktion, mit der das gesamte St. Anna Personal einer „guten Schulverpflegung“ von jeher hohe Priorität einräumt und sich deshalb auch für die DGE-Zertifizierung stark machte.
Gesunde Speisen und bewusst essen - gutes Lern- und Schulklima
Bei der Zertifizierung wollen es St. Anna Geschäftsführer Michael Müller und sein Team jedoch nicht belassen. „Die Auszeichnung freut uns natürlich sehr und spornt uns an. Wir legen Wert darauf, dass die uns anvertrauten Schüler bestens versorgt werden und damit auch die Voraussetzung für ein optimales Lernklima gegeben ist.“ Neben der kontinuierlichen Optimierung der Abläufe und Umsetzung neuer kreativer Ideen wolle man bei dem privaten Bildungsträger in Zukunft noch mehr Aufmerksamkeit auf den bewussten Umgang mit Nahrung bzw. Essen legen. Derzeit werde diskutiert, in welcher Form der Schulverbund hier seine Vorbildfunktion nutzen und Schülern, Eltern sowie auch anderen Schulen Impulse zum Mitmachen geben könne.
Küche mit Pfiff – regional, saisonal, authentisch und frisch
Überprüft wurden in dem aufwändigen Audit drei Qualitätsbereiche: Lebensmittel, Speisenplanung und -herstellung sowie die Lebenswelt. Mit der erfolgreich bestandenen Zertifizierung wird sichergestellt, dass die Verpflegung der Schüler nach den aktuellen Erkenntnissen der Ernährungswissenschaft zusammengestellt ist. So ist u.a. auf frische, saisonale Lebensmittel, eine fettarme und nährstoffschonende Zubereitung zu achten und dass kulturspezifische, regionale Essgewohnheiten und religiöse Aspekte berücksichtigt werden. Dem engagierten Team um Küchenchef Jörg Niemann ist es zu verdanken, dass die hohen Qualitätsstandards im Einkauf und der Küche den Anforderungen der DGE entsprechen. Täglich bereiten er und sein Team bis zu 550 Essen zu. „Wir sind sehr stolz, erklärt Jörg Niemann, dass wir das Audit ad hoc geschafft haben, wollen uns aber auf den Lorbeeren nicht ausruhen.“
Der Kreativität des dreifachen Familienvaters ist es zu verdanken, dass es den St. Anna Schülern schmeckt wie „zuhause bei Muttern“. Letzteres habe zum einen mit den lokalen Lieferanten zu tun, mit denen er seit Jahren eine vertrauensvolle Zusammenarbeit pflege. „Wir wollen einfach wissen, woher unsere Lebensmittel kommen, so Küchenchef Niemann. Zum anderen sei es auch eine hohe Kunst, gesundes Essen an die Kinder zu bekommen, denn nicht alles was gesund ist, finde immer Gefallen bei den Jungen und Mädchen. So wird für den Diätkoch und sein geschultes Team aus Blumenkohl schon mal eine „Schneesuppe“. Auch sorgt er dafür, dass Kinder mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten nicht zu kurz kommen. „Manchmal ist das schon ein Mehraufwand, aber es lohne sich“, weiß Niemann, der die Schüler auch gerne mal in den Kochtopf schauen lässt.
Respekt und Wertschätzung
Einen hohen Stellenwert kommt im St. Anna Schulverbund der Tischkultur zu. Einmal am Tag wird gemeinsam und in Ruhe eine warme Mahlzeit eingenommen. Der Schulleitung geht es neben dem gesunden Essen vor allem darum, dass sich die Kinder dabei bewusst entspannen und eine Auszeit haben, in der sich das Erlernte setzen kann. Gleichzeitig lernen sie dabei einen achtsamen Umgang mit Lebensmitteln, ein respektvolles Miteinander und auch denjenigen Wertschätzung entgegenzubringen, die ihr Essen täglich mit viel Liebe und Sorgfalt zubereiten.











