(openPR) „Boykott ist nicht die Lösung”
Berlin/Düsseldorf 26. April. Malte Götz, der 18-jährige Initiator einer Petition auf Change.org gegen die neuen Internettarife der Telekom, lehnt einen Boykottaufruf ab. Er reagiert damit auf EU-Wettbewerbskommissarin Kroes, die Medienberichten zufolge empfohlen hatte, die Kunden sollten über die Telekom-Flatrates „mit den Füßen abstimmen".
„Ein Boykott ist nicht die Lösung", sagte Götz heute. „Viele Menschen, gerade auf dem Land, haben gar keine große Auswahl zwischen Internetprovidern. Das ist ja gerade das Problem der Marktmacht einzelner Unternehmen, die genutzt werden kann, um den Wettbewerb zwischen Diensten aus dem Internet zu verzerren. Das eigentliche Problem liegt in der Verletzung der Netzneutralität. Hier sollte in erster Linie die Telekom umdenken - oder es muss eine politische Lösung gefunden werden."
Mit dem Begriff “Netzneutralität” beschreibt man die wertneutrale Datenübertragung im Internet. Ein netzneutraler Internetdienstanbieter überträgt Datenpakete unverändert und in gleicher Qualität von und an seine Kunden, unabhängig davon, woher diese stammen und zu welchem Ziel sie transportiert werden sollen. Viele Internetexperten sehen bei Einschnitten in die Netzneutralität die Innovationskraft und Freiheit des Internets bedroht.
Die Petition unter www.change.org/drosselkom, in der Malte Götz die Telekom bittet, ihre Pläne zurückzunehmen, wurde am Montag gestartet und verbreitet sich derzeit rasant. Innerhalb von vier Tagen unterschrieben bereits fast 50.000 Menschen.












