(openPR) Controllingverständnis angesichts tiefgreifender Veränderungen und wissenschaftlicher Auseinandersetzungen auf neuesten Stand gebracht
München, 24. April 2013– Den aktuellen Stand des Verständnisses von Controlling sowie der Rolle der Controller haben der Internationale Controller Verein (ICV) und die International Group of Controlling (IGC) in einem Grundsatzpapier formuliert, das am Vorabend des 38. Congress der Controller (22./23. April 2013), der größten Controlling-Fachtagung Europas, in München vorgestellt wurde.
Controlling ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Unternehmen in den deutschsprachigen Ländern, heißt es u.a. in dem Grundsatzpapier. Gleichzeitig bestehen vielfach Unklarheiten, was Controlling im Kern ausmacht. Ziel des Papiers sei es daher, einen aktuellen Stand des Verständnisses von Controlling sowie der Rolle der Controller als Grundsatzposition des ICV und der IGC zu formulieren.
Ausgangspunkt ist das von Dr. Dr. h.c. Albrecht Deyhle – Begründer des Controlling im deutschsprachigen Raum, ICV-Ehrenvorsitzender – entwickelte Controllingverständnis. Seit der erstmaligen Niederlegung der Gedanken von Deyhle hat das Controlling in der Praxis eine rasante Verbreitung, aber auch Veränderung und Weiterentwicklung erfahren. Neue Entwicklungen sind insbesondere in Richtung der Aufgabenbreite (Strategie, Risiko, Nachhaltigkeit), Zukunftsorientierung (z.B. Früherkennung) und Rolle der Controller (proaktiv, mitverantwortlich) zu sehen. Das Papier nimmt daher die grundsätzlichen Gedanken von Albrecht Deyhle auf und bringt sie vor dem Hintergrund der genannten Veränderungen sowie einer intensiven wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Controlling kurz und bündig auf den neuesten Stand.
Autoren der "Grundsatzpositionen" sind: Siegfried Gänßlen, ICV-Vorstandsvorsitzender, CEO Hansgrohe SE; Prof. Dr. Heimo Losbichler, IGC-Vorsitzender, stv. ICV-Vorstandsvorsitzender, Fachhochschule Steyr, Studiengang Controlling, Rechnungswesen und Finanzmanagement; Rita Niedermayr, stv. IGC-Vorsitzende, Mitglied der Geschäftsführung des Controller Instituts, Wien, Contrast Management-Consulting; Lukas Rieder, Controller Zentrum St. Gallen, stv. Vorsitzender und Geschäftsführer der IGC; Prof. Dr. Utz Schäffer, Mitglied des ICV-Kuratoriums, WHU Otto Beisheim School of Management, Institut für Management und Controlling (IMC); Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Weber, Vorsitzender des ICV-Kuratoriums, Otto Beisheim School of Management, Institut für Management und Controlling (IMC).
Prof. Losbichler, Vorsitzender der IGC und stellvertretender ICV-Vorstandsvorsitzender zum neuen Grundsatzpapier: "Controlling ist in deutschsprachigen Ländern ein Erfolgsfaktor der Unternehmen. Seit der Finanzkrise gibt es ein deutlich stärkeres internationales Interesse an der deutschen Wirtschaft als verlässliche Größe für gutes Wirtschaften und Wettbewerbsfähigkeit und wie wir hier Unternehmen führen. Dabei unterscheidet sich unser Ansatz vom amerikanischen deutlich: Wir sind inhaltlich ganzheitlicher, der Controller hat eine andere Stellung im Unternehmen, er ist nicht Abnicker und Datenlieferant, sondern Sparringpartner des Managements. Obwohl diese Ansichten allgemein akzeptiert sind, tun sich viele schwer, unseren Controlling-Ansatz wirklich zu beschreiben. Nun liegt erstmals ein gemeinsames Positionspapier der maßgeblichen Organisationen der Controlling-Community vor. Es bringt in aller Kürze die Kernelemente unseres Controllings auf den Punkt. Der Nutzen ist vor allem zu erwarten, wenn durch den Gebrauch eine noch bessere Zusammenarbeit von Controller und Manager erreicht wird. Das Grundsatzpapier ist aber vor allem auch eine Richtschnur für den internationalen Einsatz; in Konzernen genauso wie in der Wissenschaft und Ausbildung. Wer in Unternehmen wie auch Hochschulen Antworten auf die Frage sucht, welcher Ansatz zur Unternehmenssteuerung sich international durchsetzen wird, wird in dem neuen Papier fündig."












