openPR Recherche & Suche
Presseinformation

IPsoft nennt sechs Gründe für das Scheitern von Outsourcing-Projekten

(openPR) Frankfurt/Main, 23. April 2013 – Die generelle Nachfrage nach Outsourcing-Services ist weiterhin hoch. Nach wie vor scheitern allerdings etliche Outsourcing-Projekte. Und auch wenn sie erfolgreich durchgeführt werden, führen sie vielfach zu einer Kostenexplosion auf der Kundenseite. Die Hauptgründe dafür listet Managed-Services-Anbieter IPsoft auf.



Jeder Outsourcing-Prozess umfasst die drei Phasen „Current Mode of Operation (CMO, Istzustand), „Transition Mode of Operation“ (TMO, Durchführung der Transformation in den Zielzustand) und „Future Mode of Operation“ (FMO, Arbeiten im Zielzustand). „Wenn im Hinblick auf diese Phasen beim Projektstart keine detaillierte Analyse und Planung erfolgt, ist der Misserfolg quasi vorprogrammiert“, sagt Rudolf Kergaßner, Managing Director von IPsoft Deutschland in Frankfurt. „Der Istzustand wird vielfach nicht einmal richtig bestimmt, auch weil er manchmal nicht einfach bestimmbar ist. Das führt auch dazu, dass das Ziel FMO überhaupt nicht erreicht werden kann und der Service Provider gewissermaßen in einem Zustand CMO+ hängenbleibt, sozusagen auf halbem Weg verhungert.“

Die einzelnen Gründe für das Scheitern von Outsourcing-Projekten nach IPsoft im Überblick:

1. Umfassendes Outsourcing

Viele Unternehmen haben in der Vergangenheit auf ein umfassendes Outsourcing gesetzt, das heißt eine komplette Verlagerung der IT an einen externen Dienstleister. Dabei wurde vielfach die Komplexität unterschätzt, und bei zahlreichen Projekten gab es deshalb eine „Rückabwicklung“, gepaart mit ausufernden Kosten und hoher Unzufriedenheit. Generell ist im Hinblick auf das Full Outsourcing eine große Ernüchterung eingetreten, da sich in der Regel auch weder die versprochenen Kosten- noch die Qualitätsverbesserungen ergeben haben. Wesentlich Erfolg versprechender ist die zielgerichtete Auslagerung von IT-Teilbereichen, das so genannte Outtasking.

2. Keine exakte Bestimmung des Istzustands

Der Projekterfolg ist massiv gefährdet, wenn sich der Kunde nicht im Klaren ist, was er outsourcen möchte. Das heißt: Er muss sowohl quantitativ als auch qualitativ präzise den Umfang beschreiben können und auch die damit verbundenen Ziele – zum Beispiel im Hinblick auf Qualität, Kosten und Flexibilität. Falls er nicht genau weiß, was er will, besteht beispielsweise auch das Risiko, dass ihm eine Lösung verkauft wird, die nicht wirklich passt. Deshalb sollte ein Unternehmen immer in enger Abstimmung mit dem Provider ermitteln, in welchen Segmenten die kontrollierte Auslagerung von IT-Teilaufgaben überhaupt sinnvoll ist. Das heißt: Grundvoraussetzung ist, dass eine detaillierte Bestandsaufnahme des IT-Betriebes erfolgt, mit einer klaren Analyse der eigenen Stärken und Schwächen sowie einer eindeutigen Definition der Ziele.

3. Schwachstellen bei der Vertragsgestaltung

Schwachstellen in der Vertragsgestaltung sind keineswegs die Ausnahme, sondern vielfach der Grund für Verzögerungen oder unerwartete Kostenerhöhungen. So wird der Kunde zum Beispiel nach Vertragsabschluss oft noch mit Change Requests inklusive Zusatzkosten konfrontiert, selbst mit solchen, die Selbstverständlichkeiten für einen ordentlichen State-of-the-Art-IT-Betrieb wie die Configuration Management Database (CMDB), ein Reporting in Realtime oder kundenspezifische Runbooks betreffen. Das führt zu unnötig teuren, komplexen und vor allem langwierigen Transitionprojekten.

4. Keine Analyse des Betriebsmodelles des Providers

Das auslagernde Unternehmen nimmt oft das konkrete Betriebsmodell des Providers nicht exakt unter die Lupe. Das ist aber von entscheidender Bedeutung, denn nur dadurch kann festgestellt werden, ob der Partner durch seine Innovationskraft und ein stringentes Betriebsmodell überhaupt einen echten Mehrwert für die eigenen Anforderungen liefern kann. Wenn es zum Beispiel nur auf Kostensenkungen ausgelegt ist, dann sind natürlich kaum große Qualitätsverbesserungen oder Innovationen zu erwarten.

5. Keine Einbindung des Managements

Ein häufiger Grund für das Fehlschlagen eines Outsourcing-Projektes ist auch die zu geringe Umsetzungskraft auf Seiten des Anwenders. Das heißt: Es fehlt die Unterstützung des Outsourcing- oder Outtasking-Projektes durch das Management und in der Transitionphase stehen nicht ausreichend Personalressourcen zur Verfügung. Der Verzicht auf eine eigene starke Projektleitung und das ausschließliche Vertrauen auf externe Berater gefährdet jeden Projekterfolg erheblich.

6. Unterschätzung des zeitlichen Aufwandes

Vielfach wird der zeitliche Aufwand für die Durchführung eines Outsourcing-Projektes deutlich unterschätzt – dies führt unweigerlich zu erheblichen – und zwar unnötigen – Kosten. So sollte man allein schon in der Konzeptionsphase von drei bis vier Monaten ausgehen. Für die Auswahl des Lösungspartners sind dann bis zum endgültigen Vertragsabschluss weitere sechs Monate zu veranschlagen. Die eigentliche Transitionphase beläuft sich dann je nach Anbieter und Komplexität des Projektes auf 3 bis 18 Monate.

Kergaßner meint: „Auch bei den angeblich erfolgreich durchgeführten Outsourcing-Projekten waren bei ganzheitlicher Sicht die wenigsten über die Zeit betrachtet mit den erwarteten Kostensenkungen verbunden. Wenn man die angeführten Fehler aber vermeidet, steht einem erfolgreichen Outsourcing nichts im Wege. Generell hat sich dabei vor allem das selektive Outsourcing einzelner IT-Teilbereiche bewährt. Und auch eine Multi-Sourcing-Strategie hat sich als Erfolgskonzept erwiesen, das heißt die Auslagerung von IT-Segmenten an unterschiedliche externe Partner, die sich auf einen bestimmten Service spezialisiert haben.“


Diese Presseinformation kann auch unter www.pr-com.de abgerufen werden.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 714713
 863

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „IPsoft nennt sechs Gründe für das Scheitern von Outsourcing-Projekten“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von IPsoft

IPsoft präsentiert 1RPA: Intelligente Verknüpfung von dialogfähiger KI und RPA-Technologie
IPsoft präsentiert 1RPA: Intelligente Verknüpfung von dialogfähiger KI und RPA-Technologie
Weltweit erste RPA-Lösung "powered by Conversational AI" Frankfurt, 21. Januar 2019 +++ IPsoft (https://www.ipsoft.com), ein führender Entwickler und Anbieter von KI-basierten Enterprise-Lösungen, stellt seine neue Robotic Process Automation-Lösung 1RPA vor. 1RPA ist ein modularer und separat verfügbarer Teil der IPsoft Automatisierungsplattform 1Desk und die erste RPA-Lösung weltweit, die sich über ein dialogfähiges KI-Interface - die virtuelle Assistentin Amelia - steuern lässt. Diese kognitive Benutzeroberfläche macht 1RPA besonders anwen…
IPsoft: Automatisierung des IT-Betriebs erfordert klar strukturierte Service-Transition-Prozesse
IPsoft: Automatisierung des IT-Betriebs erfordert klar strukturierte Service-Transition-Prozesse
Frankfurt/Main, 20. März 2014 – Ein detaillierter Projektplan und eine stringente Methodologie sind bei Service-Transition-Prozessen extrem kritische Erfolgsfaktoren, meint Managed Services Provider IPsoft. Nur so bleiben Projekte bei der Automatisierung des IT-Betriebs im Zeit- und Kostenrahmen. Eine erfolgreiche Automatisierung des IT-Betriebs hängt von mehreren Faktoren ab: von der Servicestrategie und -entwicklung über die Serviceüberführung bis hin zum Servicebetrieb und zur kontinuierlichen Serviceverbesserung. Allerdings werden nach d…

Das könnte Sie auch interessieren:

Business Frühstück zum Thema: 80% aller IT-Projekte scheitern
Business Frühstück zum Thema: 80% aller IT-Projekte scheitern
… Project Leadership Software und dem Know-Center, einem Anbieter von IT-Lösungen zur optimalen Kundeneinbindung - ein Business Frühstück zum Thema "80% aller IT-Projekte scheitern". Unterschiedliche Gründe sind für das Scheitern verantwortlich. Zu den drei wichtigsten zählen zeitnahe Projektführung, richtiges Outsourcing und die frühzeitige Einbindung von …
Die Innovationen von IPsoft werden den Status Quo bei IT-Services gravierend verändern
Die Innovationen von IPsoft werden den Status Quo bei IT-Services gravierend verändern
Frankfurt/Main 19. Februar 2014 – IPsoft, globaler Provider von Automatisierungslösungen, wurde von Gartner in einen neuen Report aufgenommen, in dem die tiefgreifenden Änderungen im Outsourcing-Markt analysiert werden. Der Gartner-Bericht „Predicts 2014: Business and IT Services Are Facing the End of Outsourcing as We Know It“ konstatiert, dass ein …
Accenture nutzt Automatisierungstechnologien von IPsoft
Accenture nutzt Automatisierungstechnologien von IPsoft
… verstärkt auf wissensbasierte Automatisierungslösungen bei der Bereitstellung von IT Services. Hierbei arbeitet der Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleister mit IPsoft zusammen, einem führenden Provider von Automatisierungslösungen. Ziel der Kooperation ist, Unternehmen durch die Integration einer intelligenten Infrastruktur eine …
IPsoft: Vertragstransparenz beim IT-Outsourcing ist oft unzureichend
IPsoft: Vertragstransparenz beim IT-Outsourcing ist oft unzureichend
… quasi vorprogrammiert. Schwachstellen in der Vertragsgestaltung sind nach Erfahrung von IPsoft vielfach der Grund für Verzögerungen oder unerwartete Kostenerhöhungen bei Outsourcing-Projekten. So wird der Kunde zum Beispiel nach Vertragsabschluss oft noch mit Änderungswünschen (Change Requests) inklusive Zusatzkosten konfrontiert, selbst mit solchen, …
IPsoft nennt Top-IT-Trends 2014
IPsoft nennt Top-IT-Trends 2014
Frankfurt/Main, 12. Dezember 2013 – Private-Cloud-Implementierungen, Big-Data-Analysen und Automatisierung des IT-Betriebs – so lauten nach IPsoft zentrale IT-Trends, die das Jahr 2014 maßgeblich prägen werden. Auch die IT-Agenda des kommenden Jahres wird bestimmt von Themen wie„Einsparungen erzielen“, „Produktivität steigern“ oder „Aufgaben schneller …
Kulturelle Ausprägungen als Erfolgsfaktor von IT-Outsourcing-Projekten
Kulturelle Ausprägungen als Erfolgsfaktor von IT-Outsourcing-Projekten
Bad Homburg, 16. Juni 2015 - Ein Hauptgrund für das Scheitern von IT-Outsourcing(ITO)-Projekten sind oftmals Probleme in der Kunden-Lieferanten-Beziehung auf Basis von kulturellen Unterschieden. Um dieser Problematik auf den Grund zu gehen, wurde "Culture@ITO" ins Leben gerufen, ein Forschungsprojekt der Professur für Integrierte Informationssysteme …
Bild: Wer hat Schuld am Scheitern von Outsourcing Projekten?Bild: Wer hat Schuld am Scheitern von Outsourcing Projekten?
Wer hat Schuld am Scheitern von Outsourcing Projekten?
… benötigt viel Energie und führt zu keiner Lösung. pliXos hat die PAFS!-Methode entwickelt, um Outsourcing Projekte erfolgreich umzusetzen. München – 13.08.2010. Outsourcing Projekte scheitern vielmals immer noch an trivialen Problemen. Der Beratungsarm der pliXos hat basierend auf langjähriger Erfahrung die PAFS! – Methode entwickelt, um Outsourcing …
IPsoft: vier Trends prägen den IT-Betrieb in 2013
IPsoft: vier Trends prägen den IT-Betrieb in 2013
Frankfurt/Main, 9. Januar 2013 – Managed-Services-Anbieter IPsoft sieht für 2013 vier zentrale Trends, die den IT-Betrieb maßgeblich beeinflussen werden: die Abkehr vom Full-Outsourcing, die zunehmende Nutzung von Cloud-Services, der verstärkte Einsatz von Automatisierungstechnologien und damit verbunden neue Rollendefinitionen für IT-Mitarbeiter. In …
IPsoft senkt Outsourcing-ROI auf sechs Monate
IPsoft senkt Outsourcing-ROI auf sechs Monate
Frankfurt/Main, 4. September 2012 – Ein ROI von mehreren Jahren ist beim Outsourcing keine Seltenheit. Das muss nicht sein, hält IPsoft entgegen, denn das IPsoft-Betriebsmodell garantiert eine deutlich schnellere Amortisation. Auch vermeintlich günstiges Offshoring kann da nicht mehr mithalten. Typischerweise werden im Outsourcing zunächst Konsolidierungsprojekte …
IPsoft: Große Service-Provider profitieren von komplexen IT-Infrastrukturen
IPsoft: Große Service-Provider profitieren von komplexen IT-Infrastrukturen
… Wirklichkeit aus? Die Beseitigung von komplexen IT-Infrastrukturen auf Anwenderseite wird nach Einschätzung von IPsoft gerade von großen Service-Providern nur selten angestrebt. Die Gründe liegen auf der Hand: Die Verwaltung komplexer Strukturen erfordert zunächst einmal einen hohen Personalaufwand auf Providerseite. Mehr Personal bedeutet aber auch …
Sie lesen gerade: IPsoft nennt sechs Gründe für das Scheitern von Outsourcing-Projekten