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Digitalisierung der Wirtschaft

(openPR) Laut einer Studie des BITKOM zusammen mit Google und dem Institut der deutschen Wirtschaft liegt die Industrie im Vergleich zur Dienstleistungsbranche weit zurück, wenn es um das Thema Digitalisierung geht, obwohl für beinah die Hälfte aller Unternehmen das Internet einen wichtigen wenn nicht sogar bedeutenden Stellenwert hat. Laut der Studie sind aber immer noch 18 Prozent der Unternehmen offline. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung, stellt fest: „Die Wirtschaft steht an der Schwelle zu einer vierten industriellen Revolution. […] Forschung kann dazu beitragen, Produktionsprozesse neu zu organisieren und Strukturen zu verbessern. Aber genauso wichtig ist es, dass diese Ergebnisse auch schnell in den Alltag der Unternehmen einziehen.“ Um darauf vorbereitet zu sein, fordert der BITKOM unter anderem einen schnelleren Ausbau der Internetanbindung. Die EU-Kommission unterstützt dieses Ansinnen, indem sie derzeit bürokratische Hürden abbauen und die Koordinierung von Bauarbeiten optimieren möchte. Damit soll der Ausbau von Hochgeschwindigkeits-Breitbandnetzen forciert werden. „Jeder sollte einen schnellen Breitbandanschluss bekommen können.“, so Neelie Kroes, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission.



Fachkräftewüste Deutschland?
Doch nicht nur der Ausbau des Breitbandanschlusses stellt ein Problem dar. Auch der enorme Fachkräftemangel im IT-Bereich in Deutschland wirft Schwierigkeiten auf. Mit mehr als 900.000 Mitarbeitern ist diese Branche zwar der zweitgrößte Industriesektor in Deutschland, lediglich überholt vom Maschinen- und Anlagenbau, sucht aber händeringend nach Personen, die die 43.000 Stellen besetzen können. Um den Fachkräftemangel entgegenzuwirken, fordert der BITKOM, dass bereits in den Schulen Informatik als Pflichtfach in der Sekundarstufe I angeboten und als Querschnittsdisziplin durchgeführt wird. Damit soll die Hemmschwelle zur Entscheidung für ein IT-Studium herabgesetzt werden. Stellt sich nur die Frage, ob die Fachhochschulen und Universitäten die notwendige Anzahl an Studienplätzen dann auch zur Verfügung stellen können. Um dem Fachkräftemangel schon heute entgegenzuwirken, suchen Unternehmen bereits in ganz Europa nach entsprechend geschultem Personal.

IT-Weiterbildung in den Unternehmen
Zwar benötigen viele mittelständische Unternehmen dringend IT-Fachleute, sind aber nicht bereit in deren Fortbildung zu investieren. Laut einer Studie der Statistikbehörde der EU, die Eurostat, ermöglichen nur 22 Prozent aller mittelständischen Unternehmen in Deutschland, mit mehr als zehn Beschäftigten, ihren Mitarbeitern eine IT-Fortbildung. Damit belegt Deutschland gerade einmal den 13. Platz innerhalb des EU-Rankings, das von Norwegen, Finnland und Belgien angeführt wird. Dabei bietet gerade das digitale Zeitalter die Nutzung von E-Learning-Angeboten in Form von Webinaren und Onlinekursen, die eine deutliche Aufwands- und Kostenersparnis für die Unternehmen darstellen.

Von der Politik und Sicherheitslücken
Laut BITKOM muss vor allem die Politik deutliche Signale setzen und fordert daher die Parteien auf, in ihr Programm die Digitalisierung der Wirtschaft stärker aufzunehmen. Dies könnte etwa durch die Senkung der Strompreise erfolgen. Damit haben vor allem die Rechenzentren zu kämpfen, die Unternehmen Server für deren Arbeit zur Verfügung stellen. Obwohl der Energieverbrauch fortlaufend reduziert wird, stiegen die Kosten für Strom weiter an. Ein weiterer Grund für den schleppenden IT-Ausbau in deutschen Unternehmen, neben dem Fachkräftemangel, stellt sicherlich auch die Sicherheitsgefahr dar. Der IT-Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Finanzstaatssekretär Franz Josef Pschierer, stellte fest, dass die Cyberattacken auf Daten von Unternehmen und Behörden enorm zunehmen. Realistisch kann der Schaden auf etwa 50 Mrd. Euro in Deutschland bemessen werden. Pschierer bringt es drastisch auf den Punkt: „Das Geschäft mit digitalen Daten ist damit profitabler als der globale Handel mit Marihuana, Kokain und Heroin zusammen.“ Um die deutsche Verwaltung vor solchen Cyberangriff zu schützen, wurde eine länderoffene AG Cybersicherheit eingerichtet. Um den Angriffen gewachsen zu sein, sollen spezielle Organisationseinheiten, die Computer-Emergency-Response-Teams, gegründet werden. Der Schutz der Verwaltung wird in Deutschland vorangetrieben, aber was ist mit den deutschen Unternehmen?

So können Unternehmen sich schützen
Eine elektronisch vernetzte Wirtschaft birgt Gefahren. Man denke nur an große Hackerangriffe auf Konzerne wie Microsoft, Apple oder Facebook. Trojaner, Computerwürmer, Spam und vieles mehr bilden eine akute Bedrohung für deutsche Unternehmen. Laut BITKOM erlebten bereits 40 Prozent der deutschen Firmen, egal welche Betriebsgröße und Branchenart sie angehören, eine Cyberattacke „am eigenen Leib“. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Zahl der Firmen, die sich auf IT-Sicherheit spezialisiert haben, stetig steigt. Denn Firewall und Antivirenprogramme genügen schon lange nicht. Sinnvoll wären etwa auch eine biometrische Authentifizierung oder ein elektronischer Schlüssel bzw. Chipschlüssel. Zudem sollte man interne und externe Richtlinien erstellen. Dazu gehören etwa die Festlegung der Bereitstellung und Verarbeitung von Informationen, ein Risikomanagement und auch ein Zugriffsmanagement mit rollenbasierten Berechtigungen. Dies gilt für alle elektronischen Endgeräte, wie Tablets, Sartphones, Laptop, etc. Wichtig ist auch die genaue Absprache mit dem Rechenzentrum. So können Firmendaten und Geschäftsgeheimnisse weitgehend vor Hackern geschützt werden. Einen 100 prozentigen Schutz gibt es jedoch nicht. Sollte es dann doch zu einem Angriff kommen, ist es wichtig, die Strafverfolgungsbehörden darüber zu informieren. Bisher wird nur einer von 1.000 Cyberangriffen gemeldet. Der Grund hierin liegt vermutlich in der Angst vor Imageschaden. Doch nur die Kommunikation hilft bei der Eindämmung von wirtschaftsschädigenden Attacken.

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