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Ministerin Schäfer: Bei Generationengerechtigkeit mehr an Jugend denken

17.04.201317:04 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Ministerin Schäfer: Bei Generationengerechtigkeit mehr an Jugend denken
Rund 170 Gewerkschafter und Politiker waren der Einladung der dbbj nrw nach Neuss gefolgt
Rund 170 Gewerkschafter und Politiker waren der Einladung der dbbj nrw nach Neuss gefolgt

(openPR) Rund 170 Gewerkschafter, Politiker und NRW-Familienministerin Ute Schäfer waren der Einladung der dbb jugend nrw zum 18. Landesjugendtag gefolgt. Für die wenigsten ist es ein Heimspiel: aus ganz Nordrhein-Westfalen reisten Mitglieder aller Fachgewerkschaften an und bekamen schon bei der Eröffnungsveranstaltung genug Zündstoff für ihre politische Arbeit der nächsten Jahre.



Es geht um die junge Generation. Passend, dass das Maskottchen der dbb jugend, Adlerküken Horst, die Landesjugendleitung in den vollen Tagungssaal begleitet. Auf der Bühne prangt schon das Logo des Verbands, nur ein Buchstabe fehlt noch: Das kleine "j" installiert der Vorsitzende der dbb jugend nrw, Markus Schallenberg, zu Beginn der Fachtagung selbst zwischen den Lettern: "dbb nrw". Szenisch zeigt das, wie sich die Jugend einen festen Platz in der Arbeit des dbb gesucht hat. Mit viel Engagement, frischen Ideen und Idealismus hat sich der gewerkschaftliche Jugenddachverband in den letzten vier Jahren stark ausgerichtet. Das wurde vor allem bei der Öffentlichkeitsveranstaltung des gewerkschaftlichen Jugenddachverbandes deutlich.

Gefüllt hatten sich die vorderen Reihen mit Ehrengästen wie Familienministerin Ute Schäfer, Landtagsabgeordneten vieler Fraktionen, dem Stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Neuss, Thomas Nickel, vielen Vorstandsmitgliedern des DBB NRW, darunter auch dessen Vorsitzender, Meinolf Guntermann, und auch der Vorsitzenden der dbb jugend, Sandra Kothe.

Um Generationengerechtigkeit sollte es bei der Öffentlichkeitsveranstaltung gehen. "Wie werden einmal die Renten und Pensionen für die Jugend aussehen?", so lautete die berechtigte Frage, die Markus Schallenberg in seiner Ansprache vor allem an die Politik adressierte. "Auch wir haben das Recht, nach 45 Arbeitsjahren einen Ruhestand gesichert zu bekommen, der oberhalb von Hartz IV liegt". Dass die Politik aber nicht nur hierfür Lösungen finden muss, machte der Vorsitzende des DBB NRW, Meinolf Guntermann, in seiner Ansprache deutlich. Als Wortbruch bezeichnete er die Absicht der Landesregierung, das Tarifergebnis nicht 1:1 auf die Beamtenbesoldung übertragen zu wollen. Dieses Thema gab bei der Eröffnungsveranstaltung einen weiteren aktuellen Schwerpunkt neben den eigentlichen Jugendthemen ab.

Diese weiteren Einschnitte sorgen nicht nur unter den Landesbeamten für Missmut, sondern sind nach Auffassung der jungen Menschen, die den Gewerkschaftstag besuchten, kein probates Mittel, um junge Leute für die Arbeit im Öffentlichen Dienst zu begeistern. "Befristete Übernahme, Streichungen beim Weihnachtsgeld und eine Übernahme, die immer wieder fraglich und unsicher ist, geben an junge Leute das Signal: wir brauchen dich nicht", so fasst die Vorsitzende der Kreisjugendgruppe Rhein-Kreis-Neuss, Tasja Nieluda, treffend die Stimmung der jungen Menschen in den Verwaltungen zusammen.

Schwer fällt es angesichts dieser Dimension, junge Menschen noch für den Öffentlichen Dienst zu begeistern, wie es NRWs Familienministerin Ute Schäfer in ihrer Ansprache vorschlägt. Sie betonte außerdem, wie wichtig es sei, Jugendliche in den politischen Dialog zu holen, so wie es im vergangenen Jahr die Landesregierung mit der Jugendkonferenz Jukon getan hat. "Wir stehen vor der Herausforderung, Politik mit und für junge Menschen zu machen. Wir müssen die Wurzeln legen für eine weitere Entwicklung", erklärte die Familienministerin in Neuss. Sie räumte ein, dass es überfällig sei, das Thema Generationsgerechtigkeit in den Mittelpunkt zu stellen. Zudem werde viel auf ländliche Räume geschaut und häufig auf die Situation älterer Menschen. "Junge Menschen sind einem da oft nicht so präsent", räumt Schäfer ein. Es gebe viele Chancen für junge Leute, aber jenseits der Schule zum Beispiel zu wenig Zeit für andere Aktivitäten. Die Konzentration auf Leistung sei zu einseitig, die Erwartungshaltung an die Kinder und Jugendlichen von heute zu hoch.

Verständnis und Interesse zeigte Schäfer für die Forderung der dbb jugend nrw, mehr für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu tun und auch mehr für eine bessere Zukunftsperspektive nach der Ausbildung. Wie aber all das geschehen soll, darauf brachte die Familienministerin keine Antworten mit.

Der bisherige Vorsitzende Markus Schallenberg griff die Äußerungen gleich auf und betonte, dass sich der Verband sowohl zum Thema Generationengerechtigkeit als auch zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf noch oft zu Wort melden werde.

Nach einer originellen und kurzweiligen Unterbrechung durch das Kölner Improvisationstheater LINK, die unter anderem einen Beamten nicht mal mehr zu einer Fahrt durchs Jammertal mitnehmen wollten, schlug die Vorsitzende der dbb jugend (Bund), Sandra Kothe, sanftere Töne an und ging intensiv auf die zukunftsweisende Arbeit der dbb jugend in NRW ein. "Die Bundesjugendleitung hat sich von dbb jugend nrw manches abgeschaut. Dabei hat sich die dbb jugend nrw in die Karten schauen lassen und so auch viel für die Jugendleitungen in allen Bundesländern getan", sagte Kothe anerkennend. Aus Reibung entstehe Feuer und das brauche man, um Reaktionen in der Politik zu zünden. Diese Position wird der nordrhein-westfälische Jugenddachverband sicherlich auch in den nächsten Jahren ausfüllen. Zahlreiche Meinungen, Anträge und Entschließungen haben die jungen Beschäftigten aus dem Öffentlichen Dienst dazu am vergangenen Wochenende bereits auf den Weg gebracht.

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