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5 Jahre LDC: Medikamente für Morgen

12.04.201318:19 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Vor fünf Jahren bezogen die ersten Mitarbeiter des Lead Discovery Centers (LDC) ihre Räume im TechnologieZentrumDortmund (TZDO). Sie waren angetreten, um ein völlig neues Konzept in der Arzneimittelforschung zu realisieren. Sein Jubiläum und erste Erfolge feierte das junge Unternehmen gestern im Rahmen eines Festsymposiums mit zahlreichen Gästen aus Wissenschaft und Industrie.



"Der Bedarf an innovativen Medikamenten ist immens", so Dr. Bert Klebl, Mitgründer, Geschäftsführer und wissenschaftlicher Leiter des LDC. "Die traditionellen Strukturen werden dem nicht mehr gerecht." Die Pharmaindustrie setzt auf Risikominimierung und bringt aus eigener Kraft kaum noch bedeutende Innovationen hervor. Die freie Grundlagenforschung hingegen produziert eine Fülle neuer Ansätze, kann sie mit eigenen Mitteln aber nicht so weit voran bringen, dass sie Anschluss an die professionelle pharmazeutische Entwicklung finden. "Wir wollen eine Brücke zwischen den Welten schlagen und die Stärken beider Seiten vereinen, um innovative Therapien auf den Weg zu bringen", so Klebl weiter.

Inzwischen hat das LDC gezeigt, dass dieses Konzept trägt: 52 Mitarbeiter arbeiten heute an rund 20 Projekten, die innovative Ansätze zur Behandlung von Krebs, Entzündungen, Depression und vielen anderen Krankheiten versprechen. Vier Programme haben sie gemeinsam mit ihren akademischen Partnern schon vom Forschungsstadium bis zur Stufe einer validierten "pharmazeutischen Leitstruktur" vorangebracht, die von der Industrie in die Entwicklung aufgenommen werden kann. Zwei davon wurden bereits erfolgreich auslizenziert, an Bayer Pharma und Qurient, einen koreanischen Biotech-Spezialisten. Außerdem hat das LDC umfassende Forschungskooperationen mit AstraZeneca und der Merck KGaA abgeschlossen. Auch in der akademischen Welt stößt das Modell auf breite Akzeptanz. Davon zeugt nicht nur die Vielzahl von proaktiv eingebrachten Projektvorschlägen sondern auch die engagierte Mitarbeit der Forschungspartner in den Projekten.

"Das ist eine beeindruckende Bilanz - umso mehr, wenn man bedenkt, wie viel Aufbauarbeit anfangs noch zu leisten war. Das LDC ist zu einer festen Größe in der frühen Arzneimittelforschung geworden und ein geschätzter Partner beider Seiten, sowohl der Wissenschaft als auch der Industrie", meint Dr. Matthias Stein-Gerlach, Entwickler des LDC-Konzepts und Technologietransfer-Manager bei Max- Planck-Innovation, der Muttergesellschaft des LDC. Auch über Deutschland hinaus ist das LDC heute als Erfolgsmodell anerkannt. "Es ist eine kreative und äußerst effiziente Antwort auf den Strukturwandel in der Pharmaindustrie."

Möglich wurde dies nur mit Unterstützung zahlreicher Partner, allen voran die Max-Planck- Gesellschaft, die ihre Partnerschaft mit dem LDC zum Jubiläum um weitere fünf Jahre verlängert hat. "Ein besonderer Dank geht auch an den Standort Nordrhein-Westfalen und die Stadt Dortmund, die mit Ihrer Offenheit und unbürokratischen Hilfe den Start erst möglich gemacht haben", betont Stein- Gerlach.

Für die Zukunft geht es dem LDC und seinen Partnern darum, das Portfolio weiter auszubauen und Nachhaltigkeit zu sichern. "Wir möchten sehen, dass die ersten, durch unsere Beiträge entdeckten Medikamente die Patienten erreichen", so Dr. Peter Nussbaumer, Geschäftsführer und Leiter Medizinalchemie am LDC. "Mit den Erlösen aus solchen Erfolgsgeschichten sollte sich das LDC langfristig selbst tragen. Angesichts der naturgemäß langen Entwicklungszeiten und hohen Ausfallrisiken in unserer Branche müssen wir dafür allerdings möglichst viele Projekte auf breiter Front voran bringen. Wir sind klar auf Wachstum ausgerichtet."

Auch auf internationaler Ebene initiiert und unterstützt das LDC mehrere Initiativen, die darauf abzielen, das Potenzial der Grundlagenforschung besser für die Entwicklung neuer Medikamente auszuschöpfen. So ist das LDC Gründungsmitglied einer globalen Allianz von Zentren, die sich mit der Erforschung und frühen Entwicklung neuer Wirkstoffe beschäftigen (Global Alliance of Leading Drug Discovery and Development Centres) und wirkt auch an einer kürzlich gestarteten europaweiten Plattform zur Wirkstoffforschung (European Lead Factory) mit.

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Hintergrundinformationen

Über das LDC

Das Lead Discovery Center (LDC) wurde 2008 durch eine Initiative des Technologie-Transfer- Unternehmens Max-Planck-Innovation gegründet, um das Potenzial exzellenter Grundlagenforschung auf der Suche nach neuen Therapien von Krankheiten mit hohem medizinischem Bedarf besser zu nutzen.

Mit einem interdisziplinären Team aus erfahrenen Arzneimittelforschern, Pharmakologen und Projektmanagern deckt das LDC alle erforderlichen Bereiche der Wirkstoffforschung ab. In enger Zusammenarbeit mit seinen akademischen und industriellen Forschungspartnern entwickelt das LDC ein Portfolio von niedermolekularen Wirkstoff-Projekten von frühen, erfolgversprechenden Zielstrukturen (Targets) hin zu innovativen Leitstrukturen, die in Tierstudien eine Bestätigung der therapeutischen Wirksamkeit (Proof of Concept) erbringen.

Die Projektarbeiten am LDC werden unter anderem von folgenden Einrichtungen großzügig gefördert:

• Max-Planck-Gesellschaft und Max-Planck Förderstiftung
• Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen
• Bundesministeriums für Bildung und Forschung
• EU-Förderprogramme FP7, IAPP, Eurostars und IMI
• Michael J. Fox Foundation

Weitere Informationen unter: www.lead-discovery.de (http://www.lead-discovery.de )



Über Max-Planck-Innovation

Die Max-Planck-Innovation GmbH vermarktet Patente und Technologien an die Industrie und berät Wissenschaftler bei der Gründung neuer Unternehmen, die auf den Forschungsergebnissen der Max- Planck-Institute beruhen.


Jedes Jahr evaluiert Max-Planck-Innovation rund 150 Erfindungen, von denen etwa die Hälfte zu Patentanmeldungen führt. Seit 1979 wurden knapp 3.200 Erfindungen begleitet und fast 1.900 Verwertungsverträge abgeschlossen. Seit Anfang der 90er-Jahre wurden zudem ca. 90 erfolgreiche Firmenausgründungen betreut.

Weitere Informationen unter: www.max-planck-innovation.de (http://www.max-planck-innovation.de )

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