(openPR) TANZKONGRESS 2013
Bewegungen übersetzen – Performing Translations
Eine Veranstaltung der Kulturstiftung des Bundes.
6. – 9. Juni 2013
Kongresszentrum: tanzhaus nrw und das Capitol Theater Düsseldorf
Mit dem Tanzkongress 2013 vom 6. bis zum 9. Juni in Düsseldorf setzt die Kulturstiftung des Bundes eine 2006 wieder aufgenommene Tradition fort, die ihre Ursprünge bereits in den Tänzerkongressen der Weimarer Republik hat.
Aufgrund der großen Resonanz auf die ersten beiden Ausgaben der neuen Ära in Berlin und Hamburg mit zuletzt 3.000 Teilnehmern und Zuschauern wurde der Tanzkongress als kultureller Leuchtturm in die Spitzenförderung der Kulturstiftung des Bundes aufgenommen. Beginnend mit der Veranstaltung in Düsseldorf 2013 soll der Tanzkongress zukünftig im dreijährigen Rhythmus an wechselnden Orten in Deutsch-land ausgerichtet werden.
Unter dem Motto ‚Bewegungen übersetzen – Performing Translations’ befasst sich der Tanzkongress 2013 in den über 100 Veranstaltungen unterschiedlichster For-mate mit der Übertragung und Vermittlung von Körperkonzepten, Bewegungsreper-toires und Arbeitsweisen in und zwischen unterschiedlichen Kulturen. Wie werden Praktiken, Wertvorstellungen und Verhaltensmuster aus anderen Kontexten „über-setzt“? Und welche Rolle spielen Körper und Bewegungen dabei?
Um die Komplexität transnationaler und interkultureller Phänomene beschreiben und analysieren zu können, wurden sieben übergeordnete Themenbereiche entwickelt, die herkömmliche Interessens- und Arbeitsgebiete aufbrechen und zur Konfrontation heterogener Positionen und Akteure einladen:
Unterschiede übersetzen untersucht anhand konkreter Beispiele Transformationen und Grenzverschiebungen innerhalb und zwischen verschiedenen Kulturen. U.a. widmen sich verschiedene Vorträge und Dialoge dem Eröffnungsstück des dies-jährigen Tanzkongresses, ‚La Création du monde 1923-2012’, von Faustin Linyekula.
Intervenieren / Partizipieren verhandelt die Möglichkeiten der Beteiligung von Indi-viduen und Gruppen in der Gesellschaft. Welches sind die Berührungspunkte von Ästhetischem und Politischem in den sozialen Bewegungen und wie sehen Formen der Selbstermächtigung angesichts radikaler gesellschaftlicher Umbrüche aus? Darüber hinaus nimmt der Kongress in diesem Themenbereich kritische Auseinan-dersetzungen mit normativen Körperbildern in den Blick. Hierzu zählen etwa die im Bühnentanz unterrepräsentierten „differently abled bodies“ oder „aging bodies“.
Weitergeben / Übernehmen sind die Stichworte für den Themenbereich, der sich mit dem Lehren und Lernen von Bewegungen, Aspekten der Archivierung und Re-konstruktion, aber auch Fragen des Urheberrechts für den Tanz beschäftigt.
Theorie der Praxis – Praxis der Theorie legt den Schwerpunkt u.a. auf den Begriff des „artistic research“ und allgemeiner auf das Verhältnis zwischen künstlerischer und wissenschaftlicher Forschung.
Choreografische Arbeitsweisen diskutiert verschiedene Ansätze prozess- oder pro-duktorientierten Arbeitens und erörtert die verschiedenen Funktionen und Charak-teristika des Dramaturgischen im Tanz.
Testing Tools heißt der Bereich, in dem es unter ganz pragmatischen Gesichtspunk-ten um das Vorstellen und Ausprobieren konkreter Werkzeuge und Hilfsmittel für das Choreografieren und das Tanztraining geht.
Bedingungen verhandeln rückt kulturübergreifende Möglichkeiten der Einflussnahme auf die gesellschaftlichen, kultur- und hochschulpolitischen Rahmenbedingungen von Tanz in den Mittelpunkt. Die Frage der Übersetzung stellt sich hier auch hinsichtlich der Übertragbarkeit von europäischen Produktions- und Präsentationsmodellen auf andere kulturelle Kontexte.
Übersetzt wird beim Tanzkongress 2013 nicht nur zwischen über 200 Referenten unterschiedlicher Herkunft und einem ebenso vielfältig geprägten Fachpublikum, sondern auch zwischen Praktiken und Kompetenzen, Kunstformen und Stilen, Ideo-logien und Generationen. Kunst trifft auf Politik, Praxis auf Theorie, Tanz auf Technologie.
Begleitet und inhaltlich ergänzt wird der Tanzkongress durch ein Abendprogramm, das in Kooperation mit der Deutschen Oper am Rhein, dem Düsseldorfer Schauspielhaus, dem tanzhaus nrw und dem Forum Freies Theater entstanden ist.
Ab dem 26. März 2013 finden Sie das ausführliche Veranstaltungsprogramm online unter www.tanzkongress.de. Unter dieser Adresse können Sie sich dann auch direkt zur Teilnahme am Tanzkongress 2013 anmelden.
Der Tanzkongress 2013 ist eine Veranstaltung der Kulturstiftung des Bundes in Zusammenarbeit mit dem tanzhaus nrw. Kooperationspartner: Capitol Theater Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg, Düsseldorfer Schauspielhaus, FFT Düsseldorf. Mit Unterstützung durch das Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf, das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, das Internationale Forschungskolleg ‚Verflechtungen von Theaterkulturen’ – Freie Universität Berlin und das Goethe-Institut. Kulturpartner: WDR 3. Präsentiert von coolibri, K.WEST und tanz – Zeitschrift für Ballett, Tanz und Performance.










