(openPR) Was war das für ein Abend ! Vor über tausend Zuschauern in der knallevollen Arena lieferten die 'Jungs vom Airpark' am Samstag eine tolle Vorstellung und schlugen die Stuttgart Rebels auch im zweiten Halbfinalspiel mit 6:3 und ziehen verdient in das Finale ein. Dort wartet mit den Heilbronner Eisbären allerdings der Goliath der Liga. Die Käthchenstädter gewannen ihrerseits gestern Abend das Halbfinalrückspiel gegen Mannheim deutlich mit 11:2.
Während die Rebels auf die Verletzten Tilgner und Beck sowie Artur Votler verzichten mussten, stand Hügelsheims Trainer Pascal Winkel bis auf den Dauerverletzten Lehmann der volle Kader zur Verfügung.
Das ganze Spiel über herrschte eine phantastische Stimmung was die Rhinos zusätzlich beflügeln sollte. Von der ersten Minute ab machten sie enormen Druck auf die Rebels und ließen die Gäste aus der Landeshauptstadt nicht ins Spiel kommen. Zwar hatten die Rebels durch zwei Überzahlsituationen einige Schüsse auf den blendend haltenden Sebastian trenholm, doch zählbares kam nicht zustande. In der 11. Spielminute wurde Björn Groß auf dem Weg zum Tor regelwiedrig gestoppt und Schiedsrichter Sintenis entschied auf Penaltyschuss. Björn Groß hatte bei der Ausführung offensichtlich Nerven wie Drahtseile und verwandelte wunderschön zum gefeierten 1:0.
Und es sollte so weitergehen: Stuttgarts Sparks nahm kurz nach der Führung auf der Strafbank Platz und genau 96 Sekunden nach der Führung schickte Math Fleury seinen Kontigentpartner Cedrick Duhamel auf die Reise, der die folgende 2 gegen 1 Situation mit einem beherzten Schuss unter die Latte zum 2:0 abschloss. Ab diesem Moment gehörte das erste Drittel nur noch Duhamel. Drei Minuten vor der ersten Drittelpause erhöhte der Canadier auf 3:0 und kurz vor der Sirene legte die personifizierte Tormaschine gar das 4:0 nach. Dies war auch der Pausenstand nach den ersten 20 Minuten. Die Fans waren begeistert und verabschiedeten ihre Rhinos mit Ovationen in die Kabine.
Im zweiten Abschnitt ging es zunächst so weiter. Die Rhinos druckvoll, die Rebels bemüht ins Spiel zurückzufinden. Das nächste Tor machten aber zunächst die Rhinos. In Überzahl konnte der inzwischen für Florian Glaswinkler eingewechselte Dusan Strharsky noch den ersten Schuss parieren, doch Mauderer und Wolf standen zum Nachschuss bereit und schaufelten die Scheibe gemeinsam über die Linie. 5:0 !
Stuttgart versuchte nun mit etwas mehr Härte einen Impuls zu setzen. Eine Rangelei zwischen Duhamel und Horwarth endete aber lediglich mit 2+2 Strafminuten für beide Spieler in der Kühlbox. Dennoch kamen die Rebels kurz darauf zum Anschlusstreffer, als Alexander Schmidt die Scheibe an Trenholm vorbei im Tor unterbringen konnte. Mehr zählbares passierte nicht mehr im Mitteldrittel und so ging es mit einem 5:1 in den letzten Abschnitt.
Dort erwischten wieder die Rhinos den besseren Start. In Überzahl schoss Johnson einen Schlagschuss neben das Tor, von der hinteren Bande prallte das Spielgerät dann auf der anderen Seite wieder vor das Tor genau auf den Schläger von Dennis Walther, der direkt abzog und zum 6:1 vollendete.
Stuttgart unternahm nun noch einmal alles versuchte eisern einen weiteren Torerfolg herbeizuführen. In der 56. Minute sollte eine Überzahlmöglichkeit die Gelegenheit bringen und tatsächlich erzielte Tim Becker das 6:2. Dies weckte bei den Rebels noch einmal Hoffnung und keine 30 Sekunden später zappelte die Scheibe schon wieder im Rhino-Netz, nachdem Neil Ti Witthöft der dritte Treffer gelang.
Coach Winkel nahm daraufhin eine Auszeit um das Spiel wieder zu beruhigen und seine Mannes auf die letzten vier Spielminuten einzustellen. Die Chance auf einen weiteren Treffer nahmen sich die Rebels aber dann selbst. Nach einem Angriff wurde Andy Mauderer unfair angegangen. Zur Strafe schnappte sich der normalerweise eher ruhige Kapitän seinen Kontrahenten und gewann als Punktsieger die anschließende Rauferei. Den Zuschauern war diese Einlage recht, den Streithähnen brachte sie 4 bzw 6 Strafminuten ein, weshalb die Rhinos bis zur 60. Spielminute in Überzahl die Zeit herunterspielen konnten und den Finaleinzug perfekt machten.
Nach dem Abpfiff wurde der schon jetzt größte Erfolg der noch jungen Vereinsgeschichte ausgiebig gefeiert. Mit wehenden Fahnen und "bunten Leuchtmitteln" tanzten die Rhinos angefeuert von den Fans auf dem Eis.
Nun stehen die Rhinos als Vorrundendritter gegen die noch immer ungeschlagenen Eisbären Heilbronn im Finale. Dieses wird ebenfalls in einer best-of-three Serie ausgetragen, was bedeutet, dass die Rhinofans auf jeden Fall in den Genuss eines Finalheimspiels kommen. Und wenn die Fans auf den Rängen erneut so stimmgewaltig hinter der Mannschaft stehen, wer weiß was dann an so einem Abend alles möglich ist.
Rhinos: Trenholm, (Lukin), Wolf, Konstantinow, Kick, Mydlowski, Kunz, Johnson, Kern, Diebold, Duhamel, Nellissen, Fleury, Walther, Obermann, Müller, Mauderer, Böcherer, Groß, Kyca, Siel
Rebels: Glaswinkler, (ab 20. Strharsky), Sparks, Wied, Heimann, Wollner, Pratnemer, Meindl, Kerber, Schmidt, Hodul, Wihhhöft, Halbych, Mauch, Becker, Horwarth, Lang
1:0 (10.35) Groß -Penalty-
2:0 (12:11) Duhamel (Fleury, Walther) [5-4]
3:0 (16:56) Duhamel (Fleury, Walther)
4:0 (19:55) Duhamel (Johnson, Walther)
5:0 (31:16) Wolf (Kunz, Groß) [5-4]
5:1 (34:02) Schmidt (Mauch)
6:1 (42:26) Walther (Johnson, Fleury) [5-4]
6:2 (55:19) Becker (Mauch) [5-4]
6:3 (55:48) Witthöft
Strafen:
Rhinos: 26 min
Rebels: 24 min + 10 (Schmidt)









