(openPR) "Oooh, wie ist das schön..." hallte es durch die mit rund 600 Zuschauern gut besuchte Eisarena am Baden Airpark. Mit 13:2 fegten die Rhinos die Gäste aus Zweibrücken vom Eis und unterstrichen dabei eindrucksvoll den Aufwärtstrend. Coach Pascal Winkel hatte die Aufstellung in jedem Block verändert, Christian Böcherer hielt Duhamel und Walther den Rücken frei, Michel Obermann wirbelte auf der rechten Außenbahn neben Mauderer und Groß. Robin Lehmann bildete mit Yves St.Pierre die dritte Verteidigungslinie.
Fast schon traditionell gingen allerdings die Gäste in Führung. Bereits den ersten Angriff konnte Georg Hähn zum 0:1 abschließen. Auch die folgenden Wechsel machten die Hornets aus Zweibrücken mächtig Dampf und bescherten Goalie Sebastian Trenholm, der wie schon tags zuvor in Schwenningen ein tolles Spiel ablieferte, einige Möglichkeiten sich auszuzeichnen. Es war dann Kapitän Andy Mauderer, der sich das Treiben nicht länger mit anschauen wollte und in der siebten Spielminute ein schnelles Break zum Ausgleich abschloss. Nur 25 Sekunden später war es dann Dennis Walther, der das Spiel vollends drehte und die erste Führung herstellte. Ab diesem Moment spielten bis zur Pausensirene nur noch die Rhinos. In Überzahl vollendete wieder Walther zum 3:1 (12.), ehe Noel Johnson mit einem mächtigen Kracher von der blauen Linie in den Winkel das vierte Tor folgen ließ. (17.) Cedrick Duhamel war es dann, der in eigener Unterzahl kurz vor der ersten Pause gar auf 5:1 erhöhte.
Die Pause schien den Hornets gut zu tun, denn sie kamen engagiert aus der Kabine und setzten nun alles daran den Anschluss herzustellen. Doch spätestens bei Trenholm endeten die Bemühungen. Auch nach Duhamels zweitem Streich zum 6:1 (25.) gaben die Gäste weiter Gas und erarbeiteten sich in der 32. Minute ihren zweiten Treffer, als Nunold eine Nachlässigkeit in der badischen Defensive ausnutzen konnten. Doch statt nun einzubrechen traten die Rhinos ihrerseits auf's Gaspedal. Mauderer behauptete in der 35. Minute an der Bande gegen zwei Zweibrücker die Scheibe und legte mustergültig auf Dennis Walther, der freistehend vor dem Tor per Direktabnahme zum 7:2 abschloss. Nur zwei Minuten später war es der Kapitän dann selbst, der in Überzahl den Puck über rechts ins Angriffsdrittel brachte, in Fleury-Manier vor dem Abwehrspieler in die Mitte zog und den Puck genau ins lange Dreieck zimmerte. Spätestens jetzt war jedem in der Airpark-Eisarena klar, dass die Rhinos nichts mehr herschenken würden. Sebastian Wolf Trug sich eine Minute vor der zweiten Drittelpause mit dem 9:2 ebenfalls noch in die Torjägerliste ein.
Auch im Schlussabschnitt ließen die Rhinos nicht locker und spielten sich phasenweise in einen wahren Offensivrausch. Björn Groß fälschte in der 47. Minute einen Schuss von Wolf unhaltbar zum 10:2 ab. Sieben Minuten später drosch Sebastian Wolf nach Vorarbeit von Michi Kick das Spielgerät dann selbst in des Gegners Maschen. Dennis Walther mit seinem vierten Treffer (56.) und abermals Cedrick Duhamel in der letzten Spielminute schraubten das Ergebnis zum auch in der Höhe verdienten 13:2 Endstand.
An dieser Stelle dürfen wir vor den Hornets den Hut ziehen. Statt Resignation und Frustfouls spielten sie stets wacker mit und trugen so auch im Schlussdrittel zu einem flotten und unterhaltsamen Spiel bei. Den Gästen fehlten allerdings Spielgestalter Radovan Pastorek und Stürmer Heiko Homberg an allen Ecken und Enden. Steven Teucke im Tor hielt was zu halten war. Bei den allesamt toll herausgespielten Treffern war er aber meist chancenlos. Gut im Griff hatten die Rhinos die beiden Slowaken Tomas Vodicka und Miroslav Hantak jr., die aufgrund der besonderen Beobachtung nicht ins Spiel fanden und ihre Fähigkeiten nur selten aufzeigen konnten.
Insgesamt also ein perfektes Wochenende für die Rhinos, die zunächst in Schwenningen einen 4:2 Arbeitssieg und keine 24 Stunden später einen in der Deutlichkeit nicht erwarteten Heimerfolg einfahren konnten. Mit zwei weiteren Heimsiegen in den folgenden Partien gegen Stuttgart (Sa. 10.11.12) und Freiburg (Sa. 17.11.12) könnte der ESC bereits an die Play-off-Plätze aufschließen.











