(openPR) Mit dem vierten Sieg in Folge schafften die Baden Rhinos am Samstag Abend nach einem 7:5 Sieg über den badischen Rivalen aus Freiburg erstmals in dieser Saison den Sprung auf einen Playoff-Platz. 631 Zuschauer sahen ein Spiel mit einigen Patzern auf beiden Seiten, es war aber zu jeder Zeit überaus spannend und erst 79 Sekunden vor dem Ende sorgte Kevin Kern mit dem 7:5 für die Entscheidung zugunsten der Hügelsheimer.
Im Gegensatz zu den vergangenen Partien gingen die Rhinos in Führung. Fleury schickte Dennis Walther auf die Reise und dieser vernaschte Fabian Hönkhaus im Tor der Breisgauer zum 1:0 für die Gastgeber. Freiburg zeigte sich davon aber wenig beeindruckt und was dann passierte wird Trainer Pascal Winkel sicherlich in den nächsten Trainingseinheiten ansprechen. Innerhalb von 25 Sekunden machten die Wölfe aus dem 1:0 ein 1:3 (!). Erst schob der in Hügelsheim wohnende und dem ESC-Inlineteam angehörende Juniorencrack Julian Airich den Puck irgendwie an Torhüter Anton Lukin vorbei. Nach dem folgenden Anspiel dauerte es dann nur sieben Sekunden ehe Enrico Saccomani einfach mal von der blauen Linie abzog und Lukin erneut auf dem falschen Fuß erwischte. Und als ob dies nicht schon genug wäre entschieden sich die Freiburger auch den nächsten Angriff gleich hinterher mit dem dritten Tor abzuschließen, als der Puck quer vor dem Tor zu Benjamin Kunkler kam und der nur noch einzuschieben brauchte.
In dieser sechsten Minute war dann der Arbeitstag von Andy Mauderer auch schon beendet. Beim Versuch einen Freiburger gegen die Bande zu checken stieß er unglücklich mit seinem Mitspieler Noel Johnson zusammen, der von der anderen Seite kommend dieselbe Idee hatte. Mit Verdacht auf Fraktur der Mittelhand wurde er ins Krankenhaus eingeliefert wo sich der Verdacht aber nicht bestätigte. Noch als der Kapitän auf der Spielerbank behandelt wurde gelang Cedrick Duhamel bereits der Anschluss zum 2:3. Nach diesem Treffer beruhigte sich das Spiel etwas und beide Teams kamen zu keinem weiteren Erfolgserlebnis.
Im zweiten Drittel hatten die Hausherren die Unsicherheit aus den ersten Minuten weitestgehend abgelegt und kamen nach schönem Pass auf Dennis Walther zum Ausgleich (26.). Keine vier Minuten später war es dann Michel Obermann, der einen Schuss von Noel Johnson unhaltbar zur zweiten Führung abfälschte. Freiburg reagierte mit wütenden Angriffen und waren aufgrund ihrer technisch und läuferisch hervorragend ausgebildeten Spieler nur schwer in den Griff zu bekommen. Der abermalige Ausgleich durch Dominik Hülskopf in der 36. Minute war daher nicht unverdient.
Beim Stande von 4:4 musste also aus Hügelsheimer Sicht mal wieder der Schlussabschnitt die Entscheidung bringen. Und der ESC erwischte den besseren Start. Nachdem sich die Airpark-Truppe im gegnerischen Drittel festgesetzt hatte kam der Puck zu Sebastian Wolf an die blaue Linie. Dieser zog mit der Scheibe über außen zum Tor und täuschte zweimal einen Schuss an ehe er mustergültig auf den freistehenden Dennis Walther auflegte, der mit seinem dritten Tor am Abend nur noch einschieben musste.
Wie im ersten Drittel hielt die Führung aber nicht lange an. Praktisch im Gegenzug gelang Iven Rösch abermals der Ausgleich zum 5:5 in diesem verrückten Eishockeyspiel. Diesesmal waren die Rhinos aber nur kurz geschockt. Nur zwei Minuten später wurde Michel Obermann durch einen schönen Pass auf die Reise geschickt und konnte nur noch per Foulspiel gestoppt werden. Der Schiedsrichter entschied auf Penaltyschuss. Das im Eishockey der gefoulte Spieler selbst antreten muss machte dem Routinier nichts aus. Mit einem eiskalt versenkten Strafschuss schoss das Hügelsheimer Urgestein Michel Obermann seine Farben nicht nur zur 6:5 Führung sondern verwandelte die Eisarena wieder einmal in ein Tollhaus.
In den verbleibenden 15 Minuten war es ein Spiel mit offenem Visier. Beide Teams hatte sehr gute Einschussmöglichkeiten, doch beide Torhüter ließen keinen weiteren Treffer zu. Erst als Gästetrainer Peter Salmik 100 Sekunden vor dem Spielende alles auf eine Karte setze und seinen Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers aus dem Tor nahm war ausgerechnet sein Schützling aus der letzten Saison für die Rhinos zur Stelle. Kevin Kern brachte die Hartgummischeibe unter Bedrängnis von der eigenen blauen Linie in dem verwaisten Torgehäuse zum 7:5 unter. Das badische Derby hatte einen glücklichen aber nicht unverdienten Sieger gefunden.
Nun gilt es auch ohne die Fans im Rücken zu Punkten, wenn die Rhinos nun in drei Auswärtsspielen (Pforzheim, Freiburg, Heilbronn) den vierten Tabellenplatz verteidigen wollen. Das nächste Heimspiel findet dann am Samstag, den 08.12.12 gegen Mannheim statt.









