(openPR) Durchschnittlich wird eine Schadenssumme von 3,4 Millionen Euro von betroffenen Wirtschaftskriminalitätsopfern angegeben, dazu zählt fast jedes zweite deutsche Unternehmen in den vergangenen beiden Jahren.
Dabei wurde knapp die Hälfte der Delikte laut einer Studie der Beratungsgesellschaft PriceWaterhouseCoopers zufolge von eigenen, meist erfahrenen Mitarbeitern der Unternehmen begangen. Besonders gefährdet seien die Branchen Handel, Finanzdienstleistungen und Telekommunikation. Die betroffenen Firmen wurden Opfer von Betrügern, Spionen, Produktpiraten und anderen Kriminellen.
Die deutschen Unternehmen schützen sich zu wenig vor Wirtschaftskriminellen, nur 21 Prozent der befragten erwarteten einen Fall im eigenen Haus innerhalb der nächsten fünf Jahre. Die Auswertung, welche insgesamt 400 deutsche Unternehmen umfasste, ist Teil einer weltweiten, von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg wissenschaftlich begleiteten Studie. In dieser wurden Führungskräfte von 3634 Unternehmen in 34 Ländern anonym befragt. Diese berichteten von über 1800 Einzelfällen, wobei der Untersuchungszeitraum die Jahre 2003 und 2004 umfasst. Der Anteil von 46 Prozent bei den befragten Unternehmen in Deutschland liegt dabei über dem Westeuropaschnitt von 42 Prozent und im Vergleich zur Vorläuferstudie 2001/2002 um sieben Prozentpunkte höher. Afrikanische Unternehmen klagten mit 77 Prozent am häufigsten über Schäden durch Wirtschaftskriminelle, gefolgt von US-Firmen, die sich zu 52 Prozent als Opfer sahen.
Bei den Tätern in den betroffenen deutschen Unternehmen handelte es sich meist um erfahrene, männliche Mitarbeiter in Vertrauenspositionen: Nur jeder vierte Beschuldigte war erst weniger als zwei Jahre im Betrieb. Nur sieben Prozent der berichteten Fälle gingen dabei auf das Konto von Frauen; aus dem Top-Management Bereich stammt knapp ein Drittel der in Deutschland ertappten internen Täter, wobei diese auf Grund ihrer Stellung größere Schäden anrichteten.
Dabei können die Topmanager weltweit auf mildere Strafen rechnen: Sie wurden laut PWC nur in 32 Prozent bei den Strafverfolgungsbehörden angezeigt, während bei den Angestellten die Quote bei 61 Prozent lag. Das wichtigste Motiv für den Mantel des Schweigens sei dabei die Furcht vor einem Image- und Vertrauensverlust, eine Rolle spielten aber auch Haftungsfragen des Managements. In Deutschland besteht anders als in den USA, kein Zwang zur Strafanzeige, mit Unternehmen aus ihrer Sicht das Heft des Handelns abgäben.
Der erlittene Verlust der befragten Firmen in Deutschland beträgt zusammen 622 Millionen Euro, dieser Betrag kann aber nicht ohne weiteres auf die Gesamtheit hochgerechnet werden.
Um sich vor Kriminalität zu schützen, kommt es für die Firmen darauf an, die richtige Mischung zwischen Vertrauen und Kontrollkultur zu finden. Für kleine Unternehmen besteht die Gefahr, sich in einem Teufelskreis der Ahnungslosigkeit zu sicher zu fühlen. Grundsätzlich seien große Unternehmen aber gefährdeter als kleine.
Quelle: Gmx
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