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Was Manager vom Papst-Rücktritt lernen können

(openPR) Die weltweiten Reaktionen auf den Rücktritt des Papstes waren von Respekt gekennzeichnet. Aus welchen Gründen erhält Benedikt XVI. Anerkennung für einen solch ungewöhnlichen Schritt, während in der Wirtschaft der Rücktritt eines Managers meist als Zeichen von Schwäche, als Flucht vor der Verantwortung gesehen wird? Experten der German Speakers Association zeigen die Unterschiede auf und erklären, was Manager beim Abschied nehmen beachten müssen.



Loslassen oder Aufgeben, das ist hier die Frage – „Was ist das Eine und was das Andere? Gerade dieser Zwiespalt hält viele einst erfolgreiche Manager davon ab einen klaren Schnitt zu ziehen, wenn es nötig ist“, sagt Gaby S. Graupner, Präsidentin der German Speakers Association. „Dazu braucht es ein gesundes Selbstbewusstsein, eine klare Unterscheidung von Fremdbild und Eigenbild, aber auch das Wissen wie z.B. eine Nachfolgeregelung aussehen könnte. Die GSA verfügt über viele Experten in Sachen Sozialkompetenz und Loslassen für Führungskräfte, aber auch wenn es um die Firmenkultur oder die Möglichkeiten einer erfolgreichen Nachfolgeregelung geht.“

Lesen Sie dazu die Statements der Woche von Eric Adler, Markus Jotzo, Prof. Dr. Urs Frey und Jon Christoph Berndt:

Eric Adler, Experte für Sozialkompetenz, erläutert den Kontrast zwischen Papst und Führungskräften, zwischen Sein und Schein:

„In einer Welt in der Schein mehr zählt als Sein, in der Image alles ist und Selbstwert aus Statussymbolen bezogen wird, kann es nicht weiter verwundern, dass die die Aufgabe einer Machtposition als Niederlage empfunden wird.
Der wesentliche Unterschied zwischen dem Rücktritt des Papstes und den – meist erzwungenen – Rücktritten unserer Manager ist schlicht und einfach, dass der Papst diese Erkenntnis für sich selbst hatte und die Handlung vollzog, bevor noch irgendjemand auf die Idee kam, dass dies überhaupt im Bereich des Möglichen wäre. Für ihn zählte Sein mehr als Schein, auf Statussymbole pfeift er und sein Image ist ihm egal. Es geht ihm um die Sache und wie weit er dieser Sache noch dienen kann. Unseren Managern geht es um Status, Macht und Geld. Und diesen Unterschied spürt auch die Bevölkerung. Daher Respekt für den einen und Schmach für die anderen.“

Markus Jotzo, Fachmann für Leadership Development und Autor von „Loslassen für Führungskräfte“, weiß, was Manager besser machen müssten:

„Ihr zu starkes Ego steht vielen Führungskräften im Weg: Es lässt sie zu lange an ihrem Stuhl kleben, denn ein Ausscheiden in schlechten Zeiten eines Unternehmens hat ein klares Signal: Ich, der Chef, habe es nicht gepackt. Scheitern oder Schwächen eingestehen ist aber im Management selten angesagt. Gute Führungskräfte nutzen die Tatsache der eigenen Menschlichkeit für sich. Sie nutzen die Kreativität, die Kompetenzen und auch die Kritik Ihrer Mitarbeiter, um bessere Ergebnisse zu erzielen. Mit anderen Worten: Sie lassen täglich los und geben anderen eine Chance. Diese Einstellung macht Unternehmen erfolgreich.“

Prof. Dr. Urs Frey, Experte für Unternehmenskultur und Nachfolgeregelung, Mitglied der Geschäftsleitung des Center for Family Business (CFB-HSG) der Universität St.Gallen, Schweiz, sieht den Zeitpunkt als entscheidend an:

„Rücktritt oder Nachfolge – der richtige Zeitpunkt entscheidet! Während der Rücktritt als ‚Niederlegen eines Amtes vor Ablauf der Frist bezeichnet’ wird, beschäftigt sich die Nachfolge stärker mit ‚dem Übergang von bestehenden Rechten und Pflichten einer Person auf eine andere’. Die bewusste Entscheidung für einen Rücktritt wird im Management zu selten als mutig, weitsichtig oder sogar weise bezeichnet. Das ‚Fenster der Nachfolge’ wird in der Wirtschaft nach wie vor zu wenig genutzt.“

Jon Christoph Berndt, Fachmann für Human Branding, sieht den Papst als Wegbereiter:

„Papst Benedikt XVI. ist ein echter Wegbereiter in der zeitgenössischen Arbeitswelt. Vorsorglich nimmt er all seinen Kritikern, und von denen gibt es in derart exponierter Stellung reichlich, den Wind aus allen Segeln: „Ich bitte euch um Verzeihung für alle meine Fehler.“ Das klingt so klar wie konsequent wie kompromissfrei. Schön, wenn jemand in Zeiten seiner Schwäche so stark ist. Und es ist vorbildhaft für weltliche Manager - wenn der Papst schon fehlbar ist, dürfen die es auch sein. Pannen darf man nicht nur, man soll sie sich und anderen sogar eingestehen. Das macht einen menschlich und nahbar - so einem folgt man gern, weil man selbst genauso ist.
Um ihren Rücktritt genauso positiv ins rechte Licht zu rücken wie der Papst, sollten Manager
- die Kraft des überraschenden Moments nutzen,
- darauf achten, dass ihre größten Widersacher anwesend sind,
- klar und deutlich aussprechen, was Sache ist,
- und sich damit gleich jede Möglichkeit zur Umkehr verbauen.“

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