(openPR) Dresden, 28. Februar 2013
Mit dem sogenannten Rheumascan, haben Ärzte heute die Möglichkeit, frühzeitig und schonend rheumatische Entzündungen der Hand- und Fingergelenke festzustellen. Das Städtische Klinikum Dresden-Friedrichstadt hat dieses Verfahren als erstes Krankenhaus in Sachsen eingeführt.
Die rheumatoide Gelenkentzündung ist eine Autoimmunerkrankung, die bei unzureichender oder verzögert beginnender Therapie die Gelenke zerstört. In Folge leiden die Patienten unter chronischen Schmerzen, eingeschränkter Funktionalität und Lebensqualität. Je eher diese Krankheit effektiv behandelt wird, desto größer sind die Chancen, sie zum Stillstand zu bringen. Oft bleibt dafür nur ein Zeitfenster von wenigen Monaten. Eine frühe und sichere Diagnose ist deshalb essentiell.
Mit dem Rheumascan bietet das Krankenhaus Dresden- Friedrichstadt als erste Klinik in Sachsen seinen Patienten ein optisches Verfahren, mit dem entzündliche Gelenkveränderungen beider Hände frühzeitig erkannt werden können. Im Vergleich
zu klinisch bereits etablierten Verfahren bietet dieser Scanner einen hohen Patientenkomfort. Die Untersuchung beider Hände dauert maximal zehn Minuten. Sie kann beliebig oft wiederholt werden, weil sie ohne Strahlenbelastung auskommt. Die Patienten sitzen entspannt vor dem Gerät, die Hände liegen auf einer beweglichen Platte, die unter die eingebaute Kamera geschoben wird. Vorbereitend wird den Patienten ein sehr gut verträgliches Kontrastmittel gespritzt. „Bereits 60 Sekunden nach der Injektion dieses Fluoreszenzfarbstoffes kann seine Anreicherung in der gestörten Mikrozirkulation der entzündeten Gelenke festgestellt werden“, erläutert Dr. Leonore Unger, Chefärztin der I. Medizinischen Klinik. Da der Körper bei Entzündungen versucht, vermehrt Abwehrzellen zu den Krankheitsherden zu bringen, werden entzündete Gelenke stärker durchblutet und entsprechend angefärbt. Der untersuchende Arzt kann damit deutlich den Entzündungsstatus in den mehr als 30 Gelenken beider Hände einschätzen. Erste Studien haben gezeigt, dass entzündliche Gelenkerkrankungen im Frühstadium besser dargestellt werden, als in klinischen Untersuchungen oder mit der Magnetresonanztomographie (MRT).
„Die Vorteile dieses Diagnoseverfahrens“, erläutert Dr. Unger, „sind vor allem das frühe, sichere Erkennen von Gelenkentzündungen und das schonende Verfahren.“ Auch den Verlauf der Erkrankung könne man auf diese Weise besser beurteilen und Erfolge ebenso erkennen, wie ein notwendiges Nachjustieren der Therapie.






