(openPR) Lymphologen erwarten für das kommende Jahr 2006 auf Grund von falsch bemessenen Vorgaben des Heilmittelbudgets einen bedrohlichen Versorgungsnotstand für Patienten in Lymphdrainage- und Kompressionstherapien. Vorgaben für bundesweite Heilmittelausgaben sollen laut Vereinbarungen der Spitzenverbände der Krankenkassen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) vom 25.11.05 im Jahr 2006 3,25 Milliarden Euro nicht überschreiten.
Dr. Manuel E. Cornely aus Düsseldorf, Präsident des Berufsverbandes der Lymphologen: "Das Budget für Heilmittel liegt allein in Nordrhein mit derzeit 360 Millionen Euro etwa neun Prozent unter dem tatsächlichen Bedarf. Verordnungen, die über den Vorgaben liegen, werden von den Krankenkassen nicht übernommen und fallen zu Lasten der Ärzte. Für das kommende Jahr erwarten wir deshalb einen Versorgungsnotstand für Patientinnen und Patienten, die im Rahmen ihrer Ödembehandlung auf das teure Gut Lymph-drainage angewiesen sind."
Während die Zahlen der Ödempatienten mit Bedarf an Kompressionstherapie in den vergangenen drei Jahren konstant blieben, sank das Budget für die Verordnungen der Therapien. Für das kommende Jahr einigten sich die Spitzenverbände der Krankenkassen und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) auf eine leichte Stabilisierung der Vorgaben der Heilmittelausgaben von 3,2 Milliarden im Jahr 2005 auf 3,25 Milliarden für 2006. Damit liegen die Vorgaben aber immer noch deutlich unter dem Bedarf. Ärzte sind angehalten, sich bei den Verordnungen für Heilmittel stärker am medizinisch Notwendigen und Wirtschaftlichen zu orientieren. Cornely: "Allein in der Nachsorge und Betreuung von therapierten Brustkrebspatientinnen benötigen in Deutschland jährlich 18.000 Frauen eine qualifizierte lymphologische Versorgung. Kompressionstherapien sind hier unerlässlich. Die Verordnung von Lymph-drainagen kann jedoch nur dann restriktiv gehandhabt werden, wenn sie von qualifizierten Fachärzten, in diesem Fall Lymphologen erfolgt."
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