(openPR) Was die Geschäftsführung aus dem Hause SHB im Januar 2013 mitteilt, ist besorgniserregend. Leider wird nun das bestätigt, was wir, die Anwaltskanzlei Vogelskamp Benn Nettekoven, bereits erwartet haben. Es besteht ein ernst zu nehmendes Risiko für die eingezahlten Gelder, insbesondere für die Ratenzahler. Die Geschäftsführung bestätigt, dass bis zum jetzigen Zeitpunkt die im Prospekt genannten Prognosen falschen seien und damit das gesamte Konstrukt der Gesellschaft fehlerhaft sei.
Wir haben auf den verschiedenen Gesellschafterversammlungen immer wieder kritisch die vorgelegten Zahlen hinterfragt. Aufgrund unserer jahrelangen Erfahrung in dem Bereich von geschlossenen Immobilienfonds war es unserer Auffassung nach nur eine Frage der Zeit bis ein Zusammenbruch des Systems nicht mehr nur eine Möglichkeit ist. Einen Kollaps des Systems bzw. die Insolvenz der Fondsgesellschaften und der mögliche Totalverlust der Anlagegelder wird auch von der neuen Geschäftsführung im Hause SHB nicht ausgeschlossen, wenn es nicht gelingt massiv gegenzusteuern.
Traurig an dieser Feststellung ist zunächst, dass kein Anleger nunmehr weiß wem er folgen bzw. glauben schenken soll. Denn der Treuhänder habe sich nie für die Interessen der Treugeber eingesetzt. Für uns nicht neu, da wir immer die Stimmenverhältnisse erfragten, um aufzuzeigen, wo die Machtverhältnisse liegen. Sie liegen bei einer Versammlung fast nie im Auditorium der anwesenden Gesellschafter.
Als nächstes muss man als Anleger jetzt feststellen, dass der gewählte Beirat wohl auch nicht im Sinne der Anleger handelte, da ihnen die Kompetenz abgesprochen wird. Der jeweiligen Fondsgeschäftsführung kann auch kein Vertrauen entgegengebracht werden.
Alles Faktoren, die einen nicht überzeugen können weiter bei der Stange zu bleiben.
Nun kommt eine neue Geschäftsführung und möchte das Vertrauen zurückgewinnen. Es gilt zwar der Grundsatz, dass neue Besen gut kehren, aber was bringt es, wenn nur der Griff gewechselt und nicht der gesamte Besen ausgetauscht wird. Denn der Verwaltungsapparat hat nicht gewechselt, der Treuhänder hat sich auch nicht geändert und es sollen nun Beiräte installiert werden, die der SHB-Gruppe nahestehen bzw. mit ihr verbunden sind. Es hat den Anschein, als soll nun der Bock zum Gärtner gemacht werden.
Dass nun in einem Umlaufverfahren über die Geschicke der Gesellschaft entschieden werden soll, kann in Ansehung der Situation nicht befürwortet werden. Hier hätte man doch erwarten können, dass eine Präsenzveranstaltung durchgeführt wird. Sicher ist es gut gemeint, dass man den Anlegern nicht die Anreise nach München zumute wollte. Wenn es aber um den Verlust einer Altersvorsorge geht, wäre sicherlich eine ausreichende Zahl an Gesellschaftern erschienen.
Es fehlt auch eine Mitteilung, wie denn nun die Kursänderung erfolgen soll. Der bloße Wechsel beim Beirat kann ja nicht der Schlüssel zu Erfolg sein.
Was ist jetzt zu tun?
Nehmen Sie mit ihren Mitgesellschaftern Kontakt auf. Artikulieren Sie ihre Vorstellungen.







