(openPR) Seitliche Kreuzbisse entstehen, wenn der Oberkiefer schmaler ist als der Unterkiefer. Der Unterkiefer muss dann zwangsläufig nach links oder rechts beißen. Da das Gelenkköpfchen zum Unterkiefer gehört, kann der Kreuzbiss unbehandelt über die Jahre Kiefergelenksprobleme mit sich bringen.
Die Behandlung bei Kindern und Jugendlichen besteht darin, den Oberkiefer zu weiten, sodass der Unterkiefer mittig Platz findet. Dadurch werden auch die Kiefergelenke entlastet und können gerade wachsen.
Es gibt verschiedene Apparaturen, um den Oberkiefer zu dehnen.
Die herausnehmbaren Spangen mit der Schraube sollten regelmäßig nachmittags, abends und nachts getragen werde. Ausnahmen sind Schule, Sport und Essen. Die Schraube soll nach Anweisung des Kieferorthopäden regelmäßig gestellt werden. Wenn die Spange gut getragen wird und die Schraube regelmäßig gestellt wird, kann der Oberkiefer gedehnt werden.
Es gibt zwei verschiedene Varianten fester Dehnapparaturen. Bei leichteren Fällen reicht meistens eine sogenannte Quadhelix, eine Drahtapparatur, die mit zwei Metallbändern auf die großen Backenzähne gesetzt wird. Diese Gaumen-Apparatur wird aktiviert eingesetzt und bleibt ca. 3 - 6 Monate im Mund. Das Gerät bewegt hauptsächlich die Oberkieferzähne/Backenzähne wangenwärts, damit der Oberkiefer breiter wird.
Bei sehr schmalem Oberkiefer gibt es eine Gaumennahterweiterung, die den Oberkiefer stärker erweitert und breiter macht. Die Apparatur besitzt meistens vier Metallbänder für die Vorbackenzähne und Backenzähne und eine Schraube. Das Gerät wird vom Patienten selbst aktiviert und geschraubt. Der Kieferorthopäde kontrolliert regelmäßig. Die Aktivierungsphase ist nach 3 - 4 Wochen vorbei. Die Apparatur bleibt aber ca. 6 Monate im Mund, da andernfalls mit einem Rückfall zu rechnen wäre.
Fazit: Kreuzbisse können zu Kiefergelenksproblemen führen. Betroffene Kinder sollten spätestens mit sieben Jahren den Kieferorthopäden aufsuchen.









