(openPR) Wismarer Innenarchitektur-Studentin erhält Preis auf Internationaler Möbelmesse
(Köln/Wismar) – Studenten der Hochschule Wismar sind auf der Sonderschau „Living Kitchen“ der Internationalen Möbelmesse Köln „imm cologne 2013“ dabei. Bis zum 20. Januar 2013 zeigen sie innenarchitektonische Entwürfe zum Thema „Die Küche im Mittelpunkt des Lebens“. In diesem Kooperationsprojekt zwischen dem Fachbereich Innenarchitektur der Fakultät Gestaltung, dem europäischen Verbund „DER KREIS – Gemeinschaft der Küchenspezialisten“ sowie weiteren Unternehmen aus der Branche wurde der Entwurf der Studentin Aline Haase extra für die Fachmesse maßstabsgetreu 1:1 nachgebaut. Für ihre Leistungen wurde die 26-Jährige mit dem Stiftungspreis in Höhe von 2.500 Euro ausgezeichnet.
Am 15. Januar 2013 um 11:00 Uhr wurde im Rahmen der Verleihung des Stiftungspreises für die beste Studienarbeit durch den europäischen Verbund „DER KREIS - Gemeinschaft der Küchenspezialisten“ auf dem Messestand A 040 in der Halle 4.1 die Ausstellung offiziell eröffnet. Die studentischen Küchen-Entwürfe aus Wismar werden seitdem auf mehr als 100 Quadratmetern einem internationalen Fachpublikum vorgestellt. Die Organisatoren des Hochschulprojektes „Die Küche im Mittelpunkt des Lebens“ versprachen bereits zum Projektstart die Entwürfe auf der internationalen Sonderschau „Living Kitchen“ in Köln zu präsentieren. Professor Achim Hack, der Innenarchitektur, Möbel und raumbildender Ausbau, Entwurf und Konstruktion lehrt, hatte seinen Studenten im September 2011 das Projekt erstmalig vorgestellt. Die Aufgabe bestand darin, den Grundriss vom Erdgeschoss eines durchschnittlichen Reihenhauses so umzugestalten, dass der Küchenbereich aus seinem Nischendasein in die Mitte des alltäglichen Familienlebens rückt. Schon Anfang Februar 2012 wurden 15 innovative Küchen-Konzepte durch die Studenten (5. Semester Bachelor) aus den Studienbereichen Innenarchitektur und Produktdesign den Praxispartnern vorgestellt. Auch Gaststudenten aus Spanien und Finnland präsentierten ihre Entwürfe.
Frei nach dem Motto „Wer seine Küche liebt, der schiebt“ gestaltete Aline Haase ihren Entwurf. In ihrem Konzept besteht je nach Bedarf die Möglichkeit einer zusätzlichen Arbeitsfläche in der Küche oder auch einer verlängerten Esstischfläche im Wohnbereich. Die Wismarer Studentin, gebürtig in Bad Schwartau, ist hocherfreut, denn ihr Entwurf wurde maßstabsgetreu durch den in Rödinghausen ansässigen Küchenhersteller „Ballerina-Küchen Heinz-Erwin Ellersiek GmbH“ in weiß, kaschmirfarben und gealterter Eiche extra für das Messe Küchenevent 1:1 umgesetzt. „Es ist schön an der Hochschule die Gelegenheit zu bekommen, einen Entwurf detailgetreu bis zur letzten Fuge planen und begleiten zu können.“ Auch die anderen studentischen Entwürfe überzeugten und sind in Form von Modellen in Köln zu sehen. Einen Lösungsvorschlag unterbreitete beispielsweise auch die Innenarchitektur-Studentin Laura Anke Lenth (22 Jahre) mit ihrem experimentellen Entwurf, bestehend aus einer Vielzahl gleich großer Würfel im scheinbaren Chaos.
Vom Zeitpunkt der Aufgabenstellung bis heute hat sich ein über mehrere Bundesländer in Deutschland erstreckendes Spezialistennetzwerk zum Thema Küchen gebildet. Während der Recherche- und Planungsphase besuchte Prof. Achim Hack beispielsweise mit seinen Studenten das Küchenstudio „Grambow und Widmer“ in Schwerin. Mit einer fachkundigen Führung durch den Geschäftsführer Steffen Widmer informierten sich die Studierenden über den sogenannten „State of the Art“, den aktuellen Entwicklungsstand, und technische Finessen von Funktionselementen. Der Küchenhersteller „LEICHT Küchen AG“ mit Hauptstandort in Baden-Württemberg unterstützte die Studenten durch Preis- und Beratungshandbücher für den Einzelhandel, um die Planungsphase noch detaillierter und realitätsnaher ausformulieren zu können.
Wie wichtig gemeinsame Projekte mit Unternehmen für Hochschulen beziehungsweise auch für die Lehre sind, beantwortet Prof. Achim Hack folgendermaßen „Ich halte die Zusammenarbeit mit Partnern aus der Praxis für wünschenswert und bereichernd, möchte jedoch darauf hinweisen, dass es nicht das Ziel sein kann preisgünstige Entwicklungsarbeit in Konkurrenz zu unseren Absolventen zu leisten. Studentische Projekte sind immer mit einer maximalen Freiheit verbunden und der Reiz liegt gerade in der Offenheit und der Unvorhersagbarkeit der gewonnenen Erkenntnisse und der präsentierten Ergebnisse. Der Nutzen solcher Projekte ist das gezielte in Fragestellen gewohnter Sichtweisen und das Ausloten von Grenzen, das Generieren neuer, unerwarteter Impulse und die Entwicklung von Denkanstößen. Das Ziel ist, dass beide Seiten, der Praxispartner und die Studierenden voneinander lernen. Einerseits wird der Fachmann mit provokanten Thesen konfrontiert und gleichzeitig Zeuge der unbekümmerten Herangehensweise und anderseits erhalten die Studenten einen Einblick in reale Projektabläufe und können marktgängige Lösungen erfahren und erproben.“













