openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Polizeirecht - Verwaltungsrecht - Gefahrbegriff - Sicherstellung einer Schafherde

28.12.201212:12 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Aufgrund einer Anzeige vom 21. August 2012, wonach im Wald in Berlin am Döberitzer Weg etwa 60 Schafe uneingezäunt und unversorgt gehalten würden, von denen sich am Vorabend acht Tiere auf dem Grünstreifen der Heerstraße befunden hätten, überprüften Mitarbeiter des Bezirksamtes Spandau noch am selben Tag die Schafhaltung. Dabei fanden sie die Angaben zur fehlenden Einzäunung und zur nicht ausreichenden Wasserversorgung bestätigt. Daraufhin stellte das Bezirksamt 60 Schafe sicher und ordnete ihre anderweitige Unterbringung mit der Begründung an, es bestehe die Gefahr, dass die Tiere (wieder) auf die Heerstraße laufen würden. In einem weiteren für sofort vollziehbar erklärten Bescheid verpflichtete das Bezirksamt den Tierhalter zur Duldung des Verkaufs seiner Schafe, sofern er nicht bis zum 19. September 2012 eine anderweitige Unterbringungsmöglichkeit benennt und Sicherheit für die bislang aufgelaufenen Kosten der Unterbringung leistet. Auf Antrag des Tierhalters stellte das Verwaltungsgericht Berlin die aufschiebende Wirkung seines Widerspruchs gegen die Bescheide des Bezirksamtes wieder her und verpflichtete das Bezirksamt, die sichergestellten Tiere auf das Grundstück am Döberitzer Weg zurückzubringen.

Nachdem das Oberverwaltungsgericht zunächst die Rückführung der Schafe gestoppt hatte, hat es mit unanfechtbarem Beschluss vom heutigen Tage die Entscheidung des Verwaltungsgerichts aufgehoben und die Eilanträge des Halters zurückgewiesen. Nach Auffassung des zuständigen Senats war das Bezirksamt nach den Grundsätzen des Polizeirechts zur Sicherstellung der Tiere befugt, weil im maßgeblichen Zeitpunkt der Anordnung eine hinreichende Wahrscheinlichkeit bestand, dass die Tiere von dem nicht eingefriedeten Gelände auf Suche nach Wasser wiederum auf die Heerstraße gelangen und den Straßenverkehr gefährden. Dem Tierhalter können die Schafe auch nicht zurückgegeben werden, weil die Schafhaltung auf dem Waldgrundstück am Döberitzer Weg nicht zulässig ist und der Tierhalter keine anderweitige Unterbringungsmöglichkeit benannt hat.


Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 20. Dezember 2012, Aktenzeichen: OVG 5 S 22.12

Quelle: Pressemitteilung Nr. 23/12 des OVG Berlin-Brandenburg v. 20.12.2012

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 688723
 881

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Polizeirecht - Verwaltungsrecht - Gefahrbegriff - Sicherstellung einer Schafherde“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Christoph Gaudecki

Kirchliche Verwaltungsakte - Unzuständigkeit der staatlichen Verwaltungsgerichtsbarkeit
Kirchliche Verwaltungsakte - Unzuständigkeit der staatlichen Verwaltungsgerichtsbarkeit
Die vom Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart (Antragsgegner) einem katholischen Pfarrer (Antragsteller) als disziplinarische Maßnahme im Wege der Buße nach kanonischem Recht auferlegte Gehaltskürzung unterliegt nicht der Kontrolle durch die staatliche Gerichtsbarkeit. Das hat der 4. Senat des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg (VGH) mit einem jetzt bekannt gegebenen Beschluss vom 18. Dezember 2012 entschieden und die Beschwerde des Antragstellers gegen einen Beschluss des Verwaltungsgerichts Stuttgart zurückgewiesen, das seinen Ant…
Kündigungsschutzklage - Auflösungsantrag des Arbeitgebers - Leitender Angestellter
Kündigungsschutzklage - Auflösungsantrag des Arbeitgebers - Leitender Angestellter
Das Landesarbeitsgericht hat in seiner Sitzung vom 25.01.2013 die Kündigung des Arbeitsverhältnisses des Direktors des Unternehmensbereichs Omnibus der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) für unwirksam erklärt und dieses Arbeitsverhältnis gegen Zahlung einer Abfindung von 45.000,00 EUR aufgelöst. Es hat ferner die Kündigung des daneben bestehenden Arbeitsverhältnisses als Tarifangestellter für unwirksam erklärt. Der Arbeitnehmer wurde zunächst auf der Grundlage eines im Jahr 1990 geschlossenen Arbeitsvertrags als Tarifangestellter beschäftigt. E…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Rechtsanwalt Marcus Richter, LL.M. mit Wirkung zum 14.12.2011 zum „Fachanwalt für Verwaltungsrecht“ ernanntBild: Rechtsanwalt Marcus Richter, LL.M. mit Wirkung zum 14.12.2011 zum „Fachanwalt für Verwaltungsrecht“ ernannt
Rechtsanwalt Marcus Richter, LL.M. mit Wirkung zum 14.12.2011 zum „Fachanwalt für Verwaltungsrecht“ ernannt
Mit Wirkung zum 14.12.2011 ist Herr Rechtsanwalt Marcus Richter, LL.M., aus der Kanzlei Baiker & Richter in Düsseldorf, zum „Fachanwalt für Verwaltungsrecht“ ernannt worden. Voraussetzung zum Erwerb des Fachanwaltes für Verwaltungsrecht ist der Nachweis besonderer theoretischer Kenntnisse sowie besonderer praktischer Erfahrungen, gem. §§ 4, 5 FAO …
Hartz-IV-Empfänger: bekämpft wie Terroristen
Hartz-IV-Empfänger: bekämpft wie Terroristen
… Rasterfahndung. Rasterfahndungen sind grundrechtlich umstritten, weil sie in das informelle Selbstbestimmungsrecht der Bürgerinnen und Bürger eingreifen. Sie sind nur dann durch das Polizeirecht gedeckt, sofern eine akute „Gefahr für Leib, Leben und Freiheit“ besteht. Stichwort: Terrorismus-Bekämpfung. Kurzum: Langzeitarbeitslose sollen wie Terroristen bekämpft werden. Noch …
Bild: Claus Schaffer (AfD): Jamaika setzt zwei AfD-Forderungen um – ein guter Tag für die PolizeiBild: Claus Schaffer (AfD): Jamaika setzt zwei AfD-Forderungen um – ein guter Tag für die Polizei
Claus Schaffer (AfD): Jamaika setzt zwei AfD-Forderungen um – ein guter Tag für die Polizei
… rechtspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, erklärt dazu: „Die AfD-Fraktion hat bereits im Januar 2018, also vor anderthalb Jahren, den Antrag eingebracht, den finalen Rettungsschusses ins Polizeirecht aufzunehmen, um den Po-lizisten die für diesen sensiblen Bereich notwendige Rechtssicherheit zu geben. Damals hat Jamaika diesen Antrag im Innenausschuss noch unter …
Wegweiser durch den Dschungel des Energierechts
Wegweiser durch den Dschungel des Energierechts
… Energierecht tätig. Energierecht Handbuch Herausgeber: Christoph Germer, Rechtsanwalt und Partner der Sozietät FPS Fritze Paul Seelig in Berlin; Helmut Loibl, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Verwaltungsrecht und Partner bei Paluka Sobola & Partner in Regensburg 2. völlig neu bearbeitete und wesentlich erweiterte Auflage 2007, Erich Schmidt Verlag, Berlin, …
Claus Schaffer (AfD): Neue Polizeibewaffnung macht gesetzliche Regelung des Rettungsschusses noch dringlicher
Claus Schaffer (AfD): Neue Polizeibewaffnung macht gesetzliche Regelung des Rettungsschusses noch dringlicher
… eine landesrechtliche Regelung, nach der die Polizei nun auch mit der neuen und stärkeren Bewaffnung im Extremfall rechtssicher agieren kann. Das aktuelle Polizeirecht sieht nämlich noch immer keinen Rettungsschuss vor. Schleswig-Holstein gehört damit zu den letzten beiden Bundesländern, die den eigenen Polizeibeamten eine sichere Rechtsgrundlage hierfür …
Schily ist Sicherheitsrisiko für Rechtsstaat
Schily ist Sicherheitsrisiko für Rechtsstaat
… Innenausschuss: Es darf keine Haft auf bloßem Verdacht hin geben. Das wäre Willkür statt Recht. Otto Schily will des dennoch. Er ist ein Sicherheitsrisiko für den Rechtsstaat. Da Polizeirecht Länderrecht ist, hat Schily ausgerechnet Bayern gebeten, seine Vorstellungen umzusetzen. Dort wird er – dank Stoiber und Beckstein – wohl offene Türen ein rennen. Das …
Bild: ICE-Betriebsunfall bei Fulda – Ein Schaf kommt selten allein?Bild: ICE-Betriebsunfall bei Fulda – Ein Schaf kommt selten allein?
ICE-Betriebsunfall bei Fulda – Ein Schaf kommt selten allein?
Wer hat Schuld an dem Unfall? War der Unfall vermeidbar? Wie kam die Schafherde in den Tunnel? Gab es kurz vor dem Unglück bereits ein Zusammenstoß mit einem Schaf? Hätte die Strecke daraufhin sofort gesperrrt werden müssen? Ob Polizei, Bahn, Staatsanwalt, Rechtsanwalt in der Unternehmensverteidigung oder Strafverteidiger - diesen tatsächlichen und juristischen …
Claus Schaffer (AfD): Innerhalb Jamaikas ist man sich beim Polizeirecht nicht grün
Claus Schaffer (AfD): Innerhalb Jamaikas ist man sich beim Polizeirecht nicht grün
„Innerhalb Jamaikas ist man sich beim Polizeirecht nicht grün – das ist weder überraschend noch aktuell“ Kiel, 27. März 2019 - Innerhalb der Regierungsfraktionen von CDU, GRÜNEN und FDP gibt es im Hinblick auf die von Jamaika geplante Polizeirechtsreform wider-streitende Positionen. Die Landesparteitage der GRÜNEN und der FDP am ver-gangenen Wochenende …
STADLER: Ein erster Schritt in einem Überwachungsstaat
STADLER: Ein erster Schritt in einem Überwachungsstaat
n Überwachungsstaat. Es steht zu befürchten, dass es bei dieser Art von Video-Überwachung nicht bleiben wird, sondern dass weitere Überwachungsmaßnahmen folgen werden. Dieser Preis scheint, trotz der zu erwartenden Erfolge, zu hoch. Verdachtsunabhängige Kontrollen sind ein Fremdkörper im deutschen Polizeirecht.
Bild: Rechtsanwältin Simone Baiker mit Wirkung zum 12.11.2008 zur „Fachanwältin für Verwaltungsrecht“ ernannt!Bild: Rechtsanwältin Simone Baiker mit Wirkung zum 12.11.2008 zur „Fachanwältin für Verwaltungsrecht“ ernannt!
Rechtsanwältin Simone Baiker mit Wirkung zum 12.11.2008 zur „Fachanwältin für Verwaltungsrecht“ ernannt!
Mit Wirkung zum 12.11.2008 ist Frau Rechtsanwältin Simone Baiker, aus der Kanzlei Baiker & Richter in Düsseldorf, zur „Fachanwältin für Verwaltungsrecht“ ernannt worden. Voraussetzung zum Erwerb des Fachanwaltes für Verwaltungsrecht ist der Nachweis besonderer theoretischer Kenntnisse sowie besonderer praktischer Erfahrungen, gem. §§ 4, 5 FAO (Fachanwaltsordnung). …
Sie lesen gerade: Polizeirecht - Verwaltungsrecht - Gefahrbegriff - Sicherstellung einer Schafherde