(openPR) Statt zu Solar-Aktien oder -Anleihen sollten Anleger zu Photovoltaik-Anlagen greifen. Damit lässt sich auch nach Inflation Geld verdienen. Käufer sollten allerdings darauf achten, Anlagen von verlässlichen Herstellern zu kaufen, sonst kann das Geschäft schnell nach hinten losgehen.
Autor: Christoph Leichtweiß, Ypos-Consulting GmbH, Darmstadt
Darmstadt, 6. Dezember 2012 – Photovoltaik war als Anlageform in den vergangenen Monaten nicht gerade erste Wahl. Die Aktien von Branchengröße wie etwa Solarworld sind deutlich unter Druck geraten. Etliche Unternehmen der Branche mussten sogar Insolvenz anmelden. Anleihebesitzern und Anteilseigner droht hier der Totalverlust. Ist der Traum, mit der Sonnenenergie Geld zu verdienen also endgültig vorbei? Was börsengehandelte Papiere angeht, ist zumindest Skepsis angebracht. Trotzdem bietet Photovoltaik auch heute noch gute Chancen – und zwar mit der Direktinvestition in eine Photovoltaik-Anlage. Selbst bei konservativen Annahmen zur Sonneneinstrahlung (900 kWh/kWp) und zum Netto-Kaufpreis einer schlüsselfertigen Anlage (1.800 EUR/kWp) sind aufgrund der im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegten Einspeisevergütungen nach wie vor Renditen von über 6 Prozent möglich. Allerdings bindet die Investition in eine Solaranlage das Kapital des Investors in der Regel für einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren. Attraktiv ist es mit Blick auf die aufgrund der finanziellen Repression massiv gefallenen Renditen täglich veräußerbarer Alternativen wie etwa deutscher Staatsanleihen trotzdem.
Das Ausmaß des Renditeverfalls zeigt sich nicht nur in den durch Notenbanken manipulierten Märkten für Staatsanleihen, sondern in allen Märkten für festverzinsliche Wertpapiere. Investoren müssen hier immer längere Restlaufzeiten und vor allem schwächere Bonitäten akzeptieren, um eine Chance auf einen realen Kapitalerhalt zu haben.
Ganz unproblematisch ist aber auch die Investition in eine Solaranlage nicht: Die Vergütung wird schließlich nur gezahlt, wenn die Anlage ihre Leistung bringt. Da ist es beruhigend, dass der Wirkungsgrad, von dem die Leistungsfähigkeit abhängt, in der Regel garantiert wird. Branchenüblich sind Garantien von bis zu 25 Jahren, die von fast allen Photovoltaik-Herstellern – unabhängig von Unternehmensgröße, Gewinnsituation oder Erfahrung – gegeben werden. Grund genug, vor dem Kauf Verlässlichkeit und finanzielle Situation des Garantiegebers genau zu überprüfen. Schließlich muss der Problemfall auch in über 20 Jahren noch in der Lage sein, einzuspringen. Wenn das nicht gelingt, wären dann auch die Einnahmeströme aus den EEG-Vergütungen nicht mehr sicher und die scheinbar gute Geldanlage schnell eine Fehlinvestition.
Nun gibt es bei den Herstellern große Unterschiede. Einerseits sind das Konzerne mit Jahresumsätzen im zweistelligen Milliardenbereich und jahrzehntelanger Firmenhistorie. Andererseits tummeln sich viele reine Photovoltaikanbieter mit deutlich kleineren Umsatzzahlen am Markt, von denen etliche Verluste schreiben, hochverschuldet sind und in der Regel weniger als 10 Jahre existieren.











