(openPR) KKH: Gütesiegel für Ärzte, mehr Qualität im Krankenhaus - Beitragssatz könnte um 0,6 Punkte sinken
Berlin - Ärzte sollen künftig Gütesiegel erhalten, die den Patienten die Orientierung erleichtern. Voraussetzung für ein entsprechendes Zertifikat ist die regelmäßige Teilnahme von Medizinern an Weiterbildungen - alle fünf Jahre muss diese Bescheinigung erneuert werden. Dies sieht ein Drei-Säulen-Modell zur Qualitätssteigerung und Kostenreduzierung im Gesundheitswesen vor, das die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) in Berlin vorgestellt hat. "Wenn in einem festgelegten Zeitraum kein Zertifikat nachgewiesen wird, muss es möglich sein, die Zahlungen an den jeweiligen Arzt spürbar zu kürzen", erklärte Ingo Kailuweit, Vorstandsvorsitzender der KKH. Zudem müsse auch die Qualität der Behandlung überprüft werden.
Bei planbaren Krankenhausaufenthalten gebe es ebenfalls ein enormes Sparpotenzial, so das Modell. Die Krankenkassen verfügten über das entsprechende Wissen, welche Klinik für welche medizinischen Eingriffe am geeignetsten sei. Folgten die Patienten dieser Empfehlung, könne der zu zahlende Zuschuss von zehn auf fünf Euro täglich reduziert werden. Entscheide sich der Versicherte dagegen für ein von den Krankenkassen nicht präferiertes Krankenhaus, steige die Zuzahlung auf zwanzig Euro pro Tag. "Für die Patienten wäre eine solche Reform nicht nur mit geringeren finanziellen Lasten, sondern vor allem mit der Sicherheit verbunden, die bestmögliche Versorgung zu erhalten", so der KKH-Chef.
Dritter Bestandteil der Reform ist eine Begrenzung bei den Arzneimitteln. Die Kostenexplosion könne unter anderem durch mehr Wettbewerb bei den Apotheken gestoppt werden, so Kailuweit. "Gegenwärtig haben wir die Situation, dass ein Apotheker acht Pakete eines Medikaments ordert, aber nur vier bezahlt. Das Pharmaunternehmen gibt großzügig Rabatt, der Kasse aber werden alle acht Pakete in Rechnung gestellt. Ein Verbot dieser Naturalrabatte könnte viel bringen", erhofft sich der Vorstandschef, der gleichzeitig für eine konsequente Bewertung von neuen Arzneien plädiert.
Insgesamt, so die Rechnung, könnte das Modell Einsparungen von bis zu sechs Milliarden Euro bringen. "Unterm Strich wären das 0,6 Prozentpunkte, um die der Beitragssatz für Versicherte und Arbeitgeber sinken könnte."
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