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Profi-Tipp: Alternativen zum Arbeitszeugnis

Bild: Profi-Tipp: Alternativen zum Arbeitszeugnis
Graca Victoria - Fotolia.com
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(openPR) Studium in Deutschland, ausländische Praktika, ein Sabbatical oder mehrere Jahre im außereuropäischen Ausland, das ist längst nichts ungewöhnliches mehr. Lebensläufe verlaufen sehr individuell, die Möglichkeiten der beruflichen Entwicklung werden immer vielfältiger und damit stellt sich die Frage wie die verschiedenen beruflichen Stationen am besten dokumentiert werden.


Das deutsche „Zeugniswesen“ mit seinen vielen Stolperfallen ist ein typisch deutsches Phänomen, ebenso der typisch deutsche Bewerbungsmarathon: „Der Bewerber muss definierte Anforderungen erfüllen, sein Anschreiben mit dem Lebenslauf koppeln und darauf achten, dass sich alles in den Unterlagen wiederfindet“, definiert Dr. Sascha Armutat, Leiter Forschung und Themen von der Deutschen Gesellschaft für Personalführung, DGFP e. V. die üblichen Anforderungen an Bewerber.
Die DGFP hat sich denn auch die Professionalisierung des Personalwesens auf die Fahnen geschrieben und entwickelt permanent Parameter für die Personalexperten.
Dem Bewerber bleibt also letztlich nichts anderes übrig, als sich den Regeln anzupassen. Daran ändert auch der vielzitierte Fachkräftemangel nichts.

Referenz als Alternative
Die Anstellung im Ausland wird aber nicht mit einem deutschen Zeugnis bescheinigt, hier gibt es Referenzen, wie das amerikanische „to whom it may concern“, in dem meist der direkte Vorgesetzte die Art der Zusammenarbeit und die konkreten Erfolge beschreibt, so dass sich ein neuer Arbeitgeber ein recht individuelles Bild über das Verhalten und die Leistung machen kann.
„Wenn es um Stationen im Ausland geht, kann man auch Kollegen einbinden, die für eine Referenz zur Verfügung stehen, genauso können Selbstständige erfolgreiche Projekte er-klären und mit einer Referenz eines Geschäftspartners punkten“ zeigt Wolfgang Wagner von der Bewerbungs- und Karriereberatung Bewerber Consult in Frankfurt/Main konkrete alternative Wege auf.
So löste auch Wolfgang L. seine Lücke im Lebenslauf auf. Er war lange Zeit als Führungs-kraft angestellt, hatte sich nach einer Umstrukturierung als Trainer selbstständig gemacht und wollte das Angebot eines Kunden, wieder in leitender Position angestellt zu arbeiten, gerne annehmen. Er beschrieb in einer Art Projektpapier seine Kundenprojekte der letzten zwei Jahre, dokumentierte die fachlichen und betriebswirtschaftlichen Ergebnisse seiner Arbeit und hatte damit eine gute Grundlage für die Übernahme einer Führungsposition, denn auch als Selbstständiger hatte er vielfältige Qualitäten und persönliche Qualifikationen erworben. Er bewies in der Selbstständigkeit nicht nur ein höheres Durchhaltevermögen, sondern auch Frustrationstoleranz oder schnelles Reagieren bei kurzfristigen Kunden-anfragen.
Anders lag der Fall von Frau Elena K. die aus einem osteuropäischen Land nach Deutschland kam, um hier einen MBA in Agrarwissenschaft abzuschließen. Wie sollte sie ihre vorherige Berufserfahrung glaubhaft machen, wenn keiner ihrer Gesprächspartner osteuropäische Sprachen und die anderen Wirtschaftsstrukturen kannte, und man ihr zudem unterstellte, dass sie in einem wirtschaftlich unterentwickelten Land tätig war, die mit „veralteter Technik arbeiten?“
Elena K. behalf sich mit der Darstellung des Projektverlaufs und der von ihr und dem Team angewandten fachlichen Methoden. Zudem überzeugte sie einen Projektverantwortlichen als persönliche Referenz zur Verfügung zu stehen und notierte im Lebenslauf Name und Telefonnummer mit dem Zusatz „spricht fliessend englisch“.
Nachdem sie vorher vergeblich auf Einladungen zu Gesprächen gewartet hatte, konnte sie jetzt „mit Dokumentation“ mehrere Jobinterviews führen.

Bewerberdokumentation: kreativ gerne aber immer wahrheitsgemäss
So kreativ die Lösungen auch sein mögen und so viel hier auch möglich scheint, sollte doch jeder Bewerber auf die Wahrheit bedacht sein. So mancher Bewerber hat sich schon selbst ausgebremst, indem er das „gap-year“ nach dem Abitur kurzerhand in ein Studium im Ausland „umwandelte“ oder eine längere Auslandsreise zwischen zwei beruflichen Stationen mit nicht nachweisbaren Workshops oder Seminaren füllte. „Dann ist es schon ehrlicher zu sagen, dass man bewusst eine persönliche Auszeit vom Job genommen hat, um wieder gestärkt zurück zu kehren“, so Wagner von der Frankfurter Bewerbungsberatung.
Ähnlich sieht dies auch der Personalexperte bei ehrenamtlichen Tätigkeiten oder einem Selbststudium zum Erwerb von Fachkenntnissen. Dies sind für ihn „wichtige zusätzliche Kompetenzen“ für die weitere berufliche Entwicklung.
Angesichts des Fachkräftemangels „richten Personalfachleute den Fokus auch auf alternative Bewerbergruppen“, konstatiert Dr. Armutat.
Wenn Bewerber einige Grundsätze beachten, können sie auch mit ungewöhnlichen Lebens-läufen punkten. „Oft sogar mehr als mit stromlinienförmig designten Unterlagen, die eher abschrecken als überzeugen. Wichtig ist, Entscheidungen zu reflektieren und sich auch individuelle Strategien und Lösungswege zuzutrauen. Dabei hilfreich ist – so die häufigen Rückmeldungen der Klienten – der unverstellte Blick durch einen Coach“ resümiert Wolfgang Wagner.

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