(openPR) Telefonanfragen bei 197 gesetzlichen Krankenkassen ergab:
96 Prozent sind nicht auf Neumitglieder programmiert
Aktuelle Studie weckt in der Krankenkassen-Landschaft enormes Interesse / Krankenkassen-Mitarbeiter sind mehrheitlich servicefreundlich aber wenig überzeugend bei Anfragen von potentiellen Mitgliedern
Seit 1996 gibt es für Verbraucher bei gesetzlichen Krankenkassen ein freies Wahlrecht. Jährlich nutzen Zigtausende die Chance, durch einen Kassenwechsel Geld zu sparen. Doch nutzen die Krankenkassen umgekehrt auch ihre Chancen auf Neumitglieder? Eine aktuelle Umfrage unter allen gesetzlichen Krankenkassen geht dieser Frage auf den Grund. Das Ergebnis: 96 Prozent der Krankenkassenmitarbeiter nutzten die Chance zum Neukundenkontakt definitiv nicht.
Michael Reichl vom Umfrage- und Beratungsinstitut im-prove (Veitsbronn) hat mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern 1.358 Testgespräche bei 197 Krankenkassen geführt. Allen Gesprächen lagen die gleichen Fragen zugrunde. Die Krankenkassenmitarbeiter wurden dabei nach der Höhe des Beitragssatzes befragt und in gezielten Fragen deren Servicefreundlichkeit getestet.
Für den gelernten Krankenkassen-Fachmann Reichl waren die Ergebnisse ernüchternd: "Die meisten Gespräche wurden gleich nach der Beitragssatz-Auskunft beendet. Das heißt, die Befragten auf Seiten der Krankenkassen haben gar nicht verstanden, dass es sich da vielleicht um einen neuen Kunden handeln könnte."
Servicewüste Deutschland? "Nein", sagt Reichl, "denn in Punkto Freundlichkeit konnten nahezu alle Befragten punkten." Nur müsse die Freundlichkeit auch im Marketing und Vertrieb zur Gewinnung neuer Mitglieder genutzt werden. "Die Krankenkassen haben in den letzten Jahren viel in den Außendienst investiert und dabei vergessen, dass Vertrieb und Innenmarketing Hand in Hand gehen müssen."
Weitere Informationen zur Studie:
im-prove
Michael Reichl, Tel. 0911-9790522 oder www.im-prove.de
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