(openPR) Veranstaltungs-Tipp: „Alternative zukunftsorientierte Unternehmensfinanzierung“
Vortragsabend am Mittwoch, den 23.11.2005, in Göppingen
Gerade für kleinere mittelständische Unternehmen wird es immer schwieriger, dringend benötigtes Kapital zu bekommen, denn die Banken haben die Kriterien für die Kreditvergabe stark verschärft. Deshalb ist die Erschließung neuer, alternativer „Geldquellen“ eine existenzielle Notwendigkeit, die aber entsprechende Eigeninitiative des Unternehmers erfordert.
Hierzu veranstaltet das KT Kompetenzteam Unternehmensentwicklung GmbH, Stuttgart in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) sowie der Kanzlei SBS, Steuerberatungsgesellschaft mbH, Göppingen am 23.11.2005, um 18.30 Uhr im Hotel International in Göppingen einen interessanten und für interessierte Unternehmen kostenlosen Vortragsabend.
Das Thema der Veranstaltung lautet „Alternative zukunftsorientierte Unternehmensfinanzierung“.
Im Rahmen des Vortragsabends informierten hochkarätige Experten aus der Praxis über verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten und geben Unternehmern wertvolle Tipps, auch zum Thema fremdes Eigenkapital.
Herr Josef Willmeroth/Hohenadl, Finanzierungsexperte und Spezialist für alternative Unternehmensfinanzierungen wird detailliert über eine Vielzahl zukunftsfähiger Alternativen zu den üblichen Bankkrediten -referieren. Laut Willmeroth/Hohenadl heißt der entscheidende Faktor heute Zeit. Kreditwünsche werden heute deutlich kritischer geprüft und Entscheidungen dauern wesentlich länger als früher. Es muss also weit voraus gedacht und geplant werden und mögliche Probleme rechtzeitig gelöst werden. Geldgeber entscheiden heutzutage in drei Stufen, ob sie einem Unternehmen Kapital zur Verfügung stellen:
1. Warum bekomme ich das Geld zurück?
2. Um wie viel Geld geht es?
3. Wie sicher ist das Geld?
Ohne nachvollziehbare und aktuelle Zahlen über das Unternehmen geht inzwischen nichts mehr. Besonders wichtige Eckdaten zur Bewilligung einer jeden Finanzierung bilden hier die Ist-Situation, die Ertrags- und Liquiditätsplanung, die Höhe und Art des Liquiditätsbedarfs sowie eine Vorschau auf die weitere Geschäftsentwicklung und ein so genanntes „Frühwarnsystem“.
Frau Angelika Wothke von der CA Consulting und Analyse GmbH, Stuttgart, stellt mit „ContAct – Controlling und Action“ ein solch einfaches und pragmatisches „Frühwarnsystem“ als Steuerungsinstrument für mittelständische Unternehmen vor. Dabei werden alle wichtigen Kenn- bzw. Steuerungsgrößen vom Unternehmer, seinen Mitarbeitern und Frau Angelika Wothke gemeinsam festgelegt, die Zahlen und Daten (Buchhaltung, Produktions- und Planungssystem, Betriebsdatenerfassung, Kalkulationen, Bestandsführung usw.) gebündelt, individuell angepasst und gepflegt sowie die Mitarbeiter in die selbstständige Anwendung eingewiesen. So kann ein Unternehmen nach klar definierten Kenndaten gesteuert werden und verfügt gleichzeitig über eine perfekte Möglichkeit zur Dokumentation der aktuellen Unternehmenssituation (Plan / Ist-Abweichungen).
Nur „gute“ Unternehmen mit einer hohen Netto-Ertragskraft und überzeugender Strategie, guten Umsatz- und Ertragszahlen verfügen über genügend Produktivität, Liquidität, Innovationskraft und Kapitalbeschaffungspotenzial, um erfolgreich weiter zu bestehen. Hierzu wird Josef Willmeroth/Hohenadl über verschiedene Alternativen zum Bankkredit, von Leasing über Kooperationen bis hin zur Nutzung von KfW-Krediten, Zuschüssen und Fördermitteln informieren.
Herr Alexander Held, Leiter Marketing/Vertreib der Crefo Factoring, Pforzheim präsentiert Factoring, eine besonders für kleinere mittelständische Unternehmen und Existenzgründer geeignete Finanzierungsalternative und Dienstleistung. Factoring ist der laufende Ankauf von Geldforderungen aus Waren- und Dienstleistungsgeschäften von gewerblichen Lieferanten und an gewerbliche Abnehmer.
Dabei kauft der Factoring-Dienstleister die Forderungen (Rechnungen) eines Unternehmens, finanziert diese, übernimmt das Risiko des Forderungsausfalls und führt (auf Wunsch) das gesamte Debitorenmanagement aus. Das heißt, die Forderungen werden bei Rechnungslegung abzüglich eines Sicherheitseinhaltes vom Factoring-Dienstleister sofort bezahlt, dieser übernimmt das Ausfallrisiko zu 100 Prozent und entlastet das Unternehmen von der kompletten Forderungsverwaltung und -durchsetzung.
Somit ist Factoring eine gute Möglichkeit zur Schaffung sofortiger Barliquidität, erhöht den Handlungsspielraum und verbessert die Eigenkapitalquote eines Unternehmen. Die Beziehung zwischen Unternehmen und Kunden wird durch das Factoring entlastet und das Zahlungsverhalten verbessert sich deutlich. Die Kosten werden individuell kalkuliert nach Umsatz und Zahl der Kunden und betragen für kleinere mittelständische Unternehmen zwischen eins bis fünf Prozent des Bruttoumsatzes.
Herr Clemens Wagner, Leiter der Vertriebsdirektion der WCF Finetrading AG München, wird ein neues Instrument zur Beschaffung von Umlaufvermögen vorstellen: Working Capital Finanzierung (WCF) - der neue Weg der Wareneinkaufsfinanzierung.
Unter Finetrading versteht die WCF AG die Übernahme des Einkaufs von Waren bzw. Material für Unternehmen, also die Finanzierung des Einkaufs und von Lieferungen vor der Produktion innerhalb eines festgelegten Limits. Dies eröffnet den Unternehmen die Möglichkeit des Einkaufs per Skonto und des verlängerten Lieferantenkredits durch Zahlungsziele von bis zur vier Monaten.
So wird die Finanzierung von Aufträgen für ein Unternehmen wesentlich einfacher. Finetrading bietet gleich mehrere Vorteile, die Liquidität verbessert sich wesentlich, da der Kaufpreis für bestellte Waren flexibel zurückgezahlt werden kann und die Bezahlung der Rechnungen der Lieferanten durch die als „Zwischenhändler“ fungierende WCF AG innerhalb von sieben Tagen ermöglicht den Unternehmen eine bessere Liquiditätsplanung. Je nach Laufzeit ist diese Art der Finanzierung mitunter günstiger als die Inanspruchnahme von Kontokorrentkrediten.
Herr Otto Züffle, Bereichsleiter der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft (MBG) Baden-Württemberg GmbH wird über Finanzierungsmöglichkeiten durch die Übernahme von Bürgschaften und die Bereitstellung von Beteiligungskapital informieren.
Die MBG engagiert sich als neutraler Partner und stiller Gesellschafter ohne Einmischung in die Geschäftspolitik, stärkt die Haftkapitalbasis und erweitert den Kreditspielraum mit langfristigen, stillen Beteiligungen unterschiedlichster Art ab 50.000 Euro bis zur Kapitalparität in Höhe des Eigenkapitals. Die MBG ist Risikopartner vor allem für Unternehmen mit geringem Eigenkapital und fördert auch Existenzgründer und Unternehmensnachfolger.
Frau Bettina Henschel, Steuerberaterin und Geschäftsführerin der SBS Steuerberatungsgesellschaft mbH wird über die Möglichkeiten der Bilanzgestaltung in wirtschaftlich angespannten Zeiten sprechen.
In Zeiten des Bankenrating und drohender Überschuldung ist es immens wichtig die Möglichkeiten und Grenzen der bilanziellen Gestaltungsmöglichkeiten zu kennen und rechtzeitig einzusetzen. Frau Henschel gibt interessante Tipps wie Sie Ihre Bilanz fit machen können für die Banken oder Investoren.
Alles in allem erhalten Mittelständler kompakte, pragmatische Informationen, wie Sie Ihr Unternehmen zukunftsorientiert finanzieren können.
Ein sicherlich lohnenswerter Abend!
Pressekontakt:
Kurt A. Ulrich
KT Kompetenzteam Unternehmensentwicklung GmbH
Haussmannstraße 1
70188 Stuttgart














