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Das EU-Reifenlabel – seit 1. November 2012 auf jedem Reifen im Handel

06.11.201208:36 UhrTourismus, Auto & Verkehr

(openPR) Wissenswertes rund um die neue Kennzeichnungspflicht

Seit dem 1. November gilt für den Handel die EU-weite Kennzeichnungspflicht für Reifen. Das bedeutet, jeder Reifen, der nach dem 30. Juni 2012 produziert wurde, muss mit dem neuen EU-Reifenlabel gekennzeichnet sein. Optisch wird das Label den meisten Autofahrern bekannt vorkommen: Es sieht aus wie die Energielabel, die seit Jahren auf Kühlschränken oder Waschmaschinen zu finden sind. Ein Reifen ist aber keine Waschmaschine und das Label kann nur begrenzt zur Kaufentscheidung beitragen. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) informiert die Autofahrer, was das Reifenlabel ist und wie weit es beim Reifenkauf unterstützt.



Das Reifenlabel reicht allein für die Kaufentscheidung nicht aus

Das Reifenlabel informiert über drei Kriterien: Rollwiderstand (Kraftstoffverbrauch), Nasshaftung (Bremsweg auf nasser Straße) und externes Rollgeräusch (Lautstärke). Die Qualität eines Reifens wird jedoch von zahlreichen weiteren Kriterien bestimmt, darunter Fahrstabilität, Seitenführung in Kurven, Aquaplaningeigenschaften, Trockenhaftung, Lebensdauer und bei Winterreifen vor allem auch der Grip auf Schnee und Eis.

Reifenlabel und Winterreifen

Winterreifen müssen auf Schnee, Matsch, Eis oder überfrorener Nässe gut bremsen und die Spur halten. Das Reifenlabel sagt nichts über diese Wintereigenschaften aus. Die Bewertung des Rollwiderstands auf dem Label kann den Käufer eines neuen Winterreifens sogar irritieren. Für den Einsatz bei Kälte sind eine weichere Gummimischung sowie ein spezielles Profil, das zu einem höheren Rollwiderstand führt, notwendig. Gute Winterreifen haben deshalb bei dem Kriterium "Rollwiderstand", nach heutigem Stand der Technik, meist eine Einstufung, die nicht besser ist als "C".

Gibt es den perfekten Reifen?

Geht man von Kühlschränken oder Waschmaschinen aus, erwartet man als Verbraucher perfekte Werte. Schließlich sind heutzutage selbst die preiswerteren Kühlschränke mit A oder sogar A+ ausgezeichnet. Beim Reifen verhält es sich anders: Die Reifentechnologie ist deutlich komplexer als man annimmt. Denn Reifen, die besonders kraftstoffeffizient sind, weisen auf nasser Fahrbahn in der Regel einen schlechteren Bremsweg auf als solche, die einen höheren Rollwiderstand haben. Bei der Gestaltung eines Reifens müssen viele Kriterien berücksichtigt werden. Er stellt daher immer einen Kompromiss dar, der in der einen oder anderen Eigenschaft besser ist. „Beim Reifenkauf steht die Sicherheit an erster Stelle. Schließlich sind die Reifen das Einzige, was das Fahrzeug mit der Straße verbindet. Besser den Reifen mit dem kürzeren Bremsweg wählen und Kraftstoff durch vorausschauendes Fahren, regelmäßige Luftdruckprüfungen und frühes Hochschalten einsparen“, empfiehlt DVR-Präsident Dr. Walter Eichendorf.
Wenn neue Reifen anstehen, sollte man ergänzend zu den Informationen des Reifenlabels immer die aktuellen Reifentests von Automobilclubs oder der Stiftung Warentest beachten und sich Rat beim Reifenexperten holen.

Die Bewertungskriterien des Reifenlabels:

Rollwiderstand: Der Rollwiderstand beschreibt die Kraft, die aufgebracht werden muss, um den Reifen am Laufen zu halten. Am Rollwiderstand kann die Energieeffizienz eines Reifens festgemacht werden, denn je höher der Rollwiderstand ist, desto mehr Kraft muss aufgewendet werden, um voranzukommen. Kurz gesprochen: je höher der Rollwiderstand, desto höher der Kraftstoffverbrauch.
Dargestellt wird der Rollwiderstand auf dem Label durch einen Reifen mit einer Zapfsäule. Zwischen den einzelnen Energieeffizienzklassen liegt ein zusätzlicher durchschnittlicher Kraftstoffverbrauch von etwa einem Liter auf 1.000 Kilometer, das entspricht etwa der Distanz von Flensburg nach Salzburg. Ein Reifen der Klasse C verbraucht also auf 1.000 Kilometern durchschnittlich einen Liter mehr Kraftstoff als ein Reifen der Klasse B, das entspricht zur Zeit etwa 1,70 Euro Kraftstoffkosten.

Nasshaftung: Fährt ein Wagen mit Tempo 80 auf ein Stauende zu, kann die Wahl des Reifens über den Ausgang der Situation entscheiden: rechtzeitiger Stopp des Wagens oder Unfall. Die Nasshaftung bewertet den Grip des Reifens und damit des gesamten Autos auf nasser Fahrbahn. Einfacher gesagt: Je besser die Nasshaftung, desto kürzer der Bremsweg auf nasser Fahrbahn. Damit steigt die Sicherheit von Fahrer, Beifahrer und allen anderen Verkehrsteilnehmern.
Dargestellt wird die Nasshaftung auf dem Label durch einen Reifen und eine Regenwolke.
Zwischen den einzelnen Klassen liegt ein zusätzlicher Bremsweg von drei bis sechs Metern auf nasser Straße bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h. Das bedeutet, dass ein Reifen der Klasse C auf einer durchschnittlich griffigen Straße vier Meter später zum Stehen kommt als einer der Klasse B – immerhin eine gute Wagenlänge. Das heißt, während das eine Fahrzeug den Unfall knapp verhindert, prallt das andere mit 25 bis 30 km/h auf den Vordermann.

Externes Rollgeräusch: Das Rollgeräusch gibt Aufschluss über den Geräuschpegel des Reifens in Dezibel. Dabei bedeutet jeder zusätzliche schwarze Streifen im Piktogramm einer Erhöhung des Rollgeräuschs. Übrigens: Das außen wahrnehmbare Geräusch ist nicht gleichbedeutend mit der Geräuschbelastung im Fahrzeuginneren.

Expertenstatements und Informationen zum EU-Reifenlabel

Unter www.reifenqualitaet.de/medien/das-eu-reifenlabel.html geht’s direkt zum Presskit „EU-Reifenlabel“, unter anderem mit Expertenstatement-Filmen von Ute Hammer, Geschäftsführerin des DVR, Kay Oberheide, Geschäftsführer des Automobilclub Verkehr (ACV) und Christian Koch, Sachverständiger der DEKRA und weiteren Informationen zum Reifenlabel zum Download.

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