(openPR) Nach Ostern soll er endlich kommen, der Frühling! Nachdem auch tieferliegende Regionen in Deutschland noch vor kurzem von einem späten Wintereinbruch überrascht wurden, dürfen wir langsam aufatmen und uns auf die warme Jahreszeit freuen. Zwar sagt eine Bauernregel, dass der April macht, was er will, doch wer jetzt schon einmal einen Termin zum Reifenwechsel bei seinem Reifenfachmann vereinbart, vielleicht für die Zeit nach einer Osterreise, der fährt auf Nummer sicher. Aber worauf kommt es bei Sommerreifen an? Damit die Umrüstung möglichst reibungslos verläuft, informiert der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) über die wichtigsten Kriterien beim Sommerreifenkauf.
Sommerreifen im Sommer
84 Prozent der deutschen Autofahrer rüsten ihre Reifen zur Sommer- und Wintersaison um, das hat die Trend-Tacho-Umfrage der Kraftfahrt-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger (KÜS) vom April 2012 ergeben. Das ist auch gut so, haben Sommerreifen doch ganz andere Eigenschaften als ihre winterlichen Kollegen. Sommerreifen haben zum Beispiel eine ganz andere Gummimischung, die speziell für das Fahren auf heißem Asphalt und auf trockener sowie regennasser Fahrbahn entwickelt wurde. So bleiben die Sommerpneus dank solider Profile auch bei warmen Temperaturen fahrstabil und leiten Wasser wegen der breiten Profilrillen schnell ab. Experten empfehlen außerdem mindestens 3 Millimeter Profiltiefe bei Sommerreifen, denn bei weniger Profiltiefe steigt die Gefahr von Aquaplaning und der Bremsweg verlängert sich um mehrere Meter, die bei einem Unfall entscheidend sein können.
Qualität lohnt sich – für mehr Sicherheit im Straßenverkehr
Bei Reifen sollte immer die Qualität für den Kauf entscheidend sein. Als einzige Verbindung des Autos zur Straße sind die Reifen wesentlicher Faktor für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Billigreifen sind meist deshalb so günstig, weil sie einen geringeren Entwicklungsstand als qualitativ hochwertige Reifen haben. Wer schlechtere Reifen kauft, nimmt einen bis zu 70 Prozent längeren Bremsweg in Kauf. Einschlägige Reifentests stellen immer wieder massive Unterschiede gerade in der Bremsleistung auf Nässe fest. Der aktuelle Sommerreifentest der Stiftung Warentest hat ergeben, dass es gravierende Unterschiede in der Sicherheitsbewertung der getesteten Reifen gibt.
Reifenlabel als Entscheidungshilfe?
Das EU-Reifenlabel, mit dem seit dem 1.11.2012 jeder Reifen im Handel gekennzeichnet werden muss, der nach dem 30.6.2012 produziert wurde, , informiert über drei Kriterien: Rollwiderstand (Kraftstoffverbrauch), Nasshaftung (Bremsweg auf nasser Straße) und externes Rollgeräusch (Lautstärke). Die Qualität eines Reifens wird jedoch von zahlreichen weiteren Kriterien bestimmt, die das Reifenlabel nicht bewertet, darunter Fahrstabilität, Seitenführung in Kurven, Aquaplaningeigenschaften, Trockenhaftung und Lebensdauer. Das Reifenlabel ist daher eine erste wertvolle Orientierungshilfe. Allerdings sollte man auf die spezielle Beratung durch den Fachhandel und die Informationen aus Reifentests in der Fachpresse nicht verzichten. Grundsätzlich gilt, Sicherheit geht vor: Besser ist es, den Reifen mit dem kürzeren Bremsweg zu wählen und Kraftstoff auf andere Art zu sparen – beispielsweise durch vorausschauendes Fahren, regelmäßige Überprüfung des Luftdrucks und frühes Hochschalten.












