(openPR) DIE BEWERBER ABHOLEN
Bereits mehrfach wurden sie für ihr Engagement geehrt – zuletzt mit dem „Innovationspreis“ der Handwerkskammer „für herausragende Leistungen in der Kategorie Ausbildung“. Dank eines ausgefeilten Ausbildungssystems, das nahezu keinen Aspekt unberührt lässt, verdienen die Bremer Salons „HAIRLINER’S“ sich jetzt die Auszeichnung „Ausbildungssalon des Monats Oktober“.
Über das Image der Friseurbranche, bedingt durch – mit Sicherheit nicht immer unbegründete Vorurteile und Berichterstattungen – brauchen wir nicht zu sprechen. Auch der demografische Wandel geht an der Friseurbranche nicht vorüber.
Die Folge: Immer mehr Lehrstellen sind Leerstellen.
Gab es vor zehn Jahren im Friseurhandwerk bundesweit noch 46.336 Auszubildende, waren es 2010 nur noch 34.742 (-25 Prozent). Allein im Jahr 2011 sank die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Vergleich zu 2010 um 10,6% (Quelle: Agentur für Arbeit). Tendenz fallend. Die Zahl der Bewerber für Ausbildungsplätze beim Friseur hat sich in den vergangenen Jahren dramatisch reduziert. Im vergangenen Jahr kamen auf die bundesweit 10.998 ausgeschriebenen Ausbildungsstellen gerade einmal 13.858 Bewerber. Mit Blick auf den viel diskutierten demografischen Wandel wird sich die Diskrepanz zwischen dem Nachwuchsbedarf und dem vorhandenen Nachwuchs weiter vergrößern.
Fazit: Dem Friseurhandwerk fehlen die Nachwuchskräfte, um die Zukunft der Branche positiv zu gestalten.
Unternehmer wie Stefan Hagens und Rainer Kaemena schaffen es indes, interessierte junge Menschen für den Beruf zu begeistern und ihnen ein Ausbildungssystem zu bieten, das ihnen mehr als nur einen qualifizierten Berufsabschluss ermöglicht, sondern auch Perspektiven aufzeigt. Dafür hat die renommierte Fachzeitschrift CLIPS, das Magazin für den Friseur, die Auszeichnung „CLIPS Ausbildungssalon des Monats“ an das Bremer Unternehmen verliehen.
Bundesweit bilden noch rund 15.000 Friseurbetriebe junge Menschen aus, die Salons von Stefan Hagens und Rainer Kaemena gehören zu den herausragenden. Bereist 1997 wurde HAIRLINER‘S als „vorbildliches Ausbildungsunternehmen“ empfohlen und 2009 erhielten sie den „Innovationspreis“ der Handwerkskammer Bremen für ihre „herausragenden Leistungen in der Kategorie Ausbildung“ – jetzt gibt es die Auszeichnung zum „CLIPS Ausbildungssalon des Monats“.
Für ihre drei Salons braucht das Unternehmerduo Hagens und Kaemena Nachwuchs. Jedes Jahr aufs Neue. Und jedes Jahr aufs Neue kämpfen auch die beiden Bremer Vorzeigefriseure mit der Nachwuchs-Misere der Branche: Im Gespräch mit CLIPS berichtet Stefan Hagens über rückläufige Bewerberzahlen, schwindendes Engagement, mangelnde Motivation.
Und dennoch: Hagens und Kaemena klagen nicht an, sie stellen fest und hören nicht auf, weiter daran zu arbeiten, die Situation zu verbessern.
DORTHIN GEHEN, WO DIE BEWERBER SIND
Dafür gehen die beiden Unternehmer seit einigen Jahren auch in die Schule. In den 9. und 10. Klassen der lokalen Realschulen in Bremen und Niedersachsen bietet Hagens Bewerbertrainings an und sichtet so das Potenzial der Friseur-Willigen. Doch das ist nur eine der vielen Aktivitäten, mit denen die HAIRLINER‘S-Salons ihre Rekrutierung betreiben.
Drei Salons betreiben die beiden, in den rund 35 Mitarbeiter arbeiten, etwa die Hälfte davon Azubis. In Summe haben sich im Jahr 2012 rund 100 junge Menschen beim Duo Hagens und Kaemena beworben. Vorbildlich ist, was dann in puncto Ausbildung bei den Bremer Friseuren Hagens und Kaemena passiert. „Wir verlangen viel aber wir geben auch viel“, sagt Rainer Kaemena.
Jeden Montag ist Ausbildungstag und die Azubis werden nach einem strengen Lehrplan von ausgesuchten Trainern geschult. Die Trainer entstammen den eigenen Reihen und vermitteln somit auch den Wertekanon, der bei HAIRLINER‘S gilt. Schließlich haben sie alle auch hier als Trainee begonnen. Zusätzlich gibt es zwei Trainingsabende die Woche, an denen die Azubis ihre „Hausaufgaben“ gemäß Trainingsplan erarbeiten müssen. Nach vier Monaten absolvieren die Jugendlichen ihre erste interne Prüfung, nach einem Jahr gibt es die zweite. Danach arbeiten die Azubis im Junior-Team als Junior-Stylistin und haben so die Chance, das Gelernte in der Praxis zu vertiefen. Regelmäßige externe und interne Seminare, Messebesuche, psychologische Trainings, Fremdsprachenunterricht und Personal-Coachings sind Garanten einen kontinuierlichen Weiterentwicklung der Mitarbeiter. Außerdem sind Teambuilding-Maßnahmen für das soziale Verhalten im Team für Hagens und Kaemena besonders wichtig. Im täglichen Miteinander werden die Azubis von Paten begleitet, die während der gesamten Ausbildungszeit für ihren Trainee verantwortlich sind. So wird das Wir-Gefühl gestärkt und junge Stylisten übernehmen ebenfalls früh schon Personalverantwortung. Im Junior-Team arbeiten die Trainees in einer günstigeren Preisschiene, können so selbst einen Kundenstamm erarbeiten und ihr Ausbildungsgehalt über ein Provisionsmodell aufstocken. Und wie eine solche Karriere „enden“ kann, verrät die Karriere-Website von „HAIRLINER’S“ ... Schauen Sie einfach selbst.












