(openPR) Internationale Hay Group-Studie: Gehälter in allen Brachen stiegen seit dem Vorjahr im Mittel um 3 Prozent
Frankfurt, 24. Oktober 2012 – Die Gehälter sind seit dem Vorjahr in allen Branchen und Mitarbeitergruppen im Mittel um knapp 3 Prozent (2,9 Prozent) gestiegen. Den größten Sprung machte die chemische Industrie, deren Mitarbeiter in diesem Jahr über 3,2 Prozent mehr verdienen – und zwar über alle Hierarchieebenen hinweg. Auch nächstes Jahr wird in allen Branchen eine Einkommenssteigerung von knapp 3 Prozent im Mittel erwartet. Die chemische Industrie wird auch dann wieder zu den Gewinnern gehören. Diese Ergebnisse liefert eine aktuelle Studie der internationalen Unternehmensberatung Hay Group.
Für den deutschen Gesamtmarkt wurden die Grundgehälter in allen Mitarbeitergruppen seit dem Vorjahr im Mittel um 2,9 Prozent erhöht. Überdurchschnittlich stark hat die chemische Industrie die Gehälter gesteigert. „Hier verdienen die Mitarbeiter im außertariflichen Bereich 3,2 Prozent mehr“, sagt Thomas Gruhle, Mitglied der Geschäftsführung bei Hay Group.
So konnten Junior Professionals im Mittel mit einem Gesamtgehalt, das sich aus dem Jahresgrundgehalt und dem ausgezahlten Bonus zusammensetzt, von 63.000 Euro rechnen. „Damit liegen die Gehälter für akademisch qualifizierte Spezialisten sowie langjährig Beschäftigte des operativen Managements in der chemischen Industrie 11 Prozent über dem Gesamtmarkt“, sagt Gruhle. Auch auf allen anderen Hierarchieebenen zahlt die chemische Industrie überdurchschnittlich hohe Gehälter. So liegen die Gesamtgeldbezüge im oberen Management mit 220.000 Euro immer noch 3 Prozent über dem Gesamtmarkt.
Auch die Gehälter der Automobilindustrie wurden seit vergangenem Jahr um 3,2 Prozent erhöht. Trotz Steigerung verdienen die Mitarbeiter dieses Jahr im Branchenvergleich 3,8 Prozent unter dem Gesamtmarktniveau. Und zwar auf allen Hierarchieebenen. So kam ein Junior Professional in der Audiomobilindustrie dieses Jahr auf ein Gesamtgehalt von 56.000 Euro. Ein Top-Manager geht mit einem Gesamtjahresgehalt von 198.000 Euro nach Hause.
Unterhalb des Niveaus von 2,9 Prozent Gehaltssteigerung liegen vor allem die Dienstleistungsbrache und die schnelllebigen Konsumgüter, also Nahrungs- und Genussmittel, Haushaltsmittel und Tabak. Das spiegelt sich auch im Branchenvergleich wider. „In der Nahrungsmittelindustrie kann man sich erst richtig freuen, wenn man im oberen Management angelangt ist“, so Gruhle. Denn die schnelllebige Konsumgüterbranche belohnt ihre Top-Manager mit Spitzen-Gehältern. Diese liegen im Mittel bei 242.000 Euro und damit 13 Prozent über dem Gesamtmarkt. Junior Professionals hingegen mussten sich mit 54.000 Euro begnügen.
Nur 5 Prozent der Unternehmen haben innerhalb dieses Jahres keine Erhöhungen vorgenommen. Auch nächstes Jahr ist mit einer Erhöhung von mehrheitlich 2,9 Prozent zu rechnen. Knapp über Gesamtmarktniveau liegt wieder die Chemieindustrie, die sich auf 3,3 Prozent mehr Lohn freuen kann. Weniger erwarten kann die Dienstleistungsbranche mit 2,5 Prozent.








