(openPR) Die Bürgermeister des Landkreises Weilheim-Schongau informierten sich auf einer Studienfahrt zu dem großen Themenfeld Gartenbau. Hintergrund ist die Frage, ob eine kleine Landesgartenschau für eine Stadt oder Marktgemeinde im Landkreis interessant ist.
Die mittlerweile traditionelle Bürgermeister-Studienfahrt führte dieses Jahr nach Rain am Lech. Erstes Ziel das Schaugelände der „Natur in Rain 2009“. Vor dem Rund-gang informierte der 1. Bürgermeister der Stadt Rain Gerhard Martin über die Bewerbungsphase, die Umsetzungsphase und die nachhaltigen Auswirkungen auf die Stadt Rain.
„Acht Jahre vergehen von der Bewerbung bis zur Eröffnung. Die kleine Landesgartenschau hat das Wohnumfeld für die Rainer Bürger deutlich verbessert. Besucher des Blumenparks verweilen nun auch stärker in der idyllisch an Lech und Donau liegenden Stadt“, erklärt Martin. In Rain wurden nicht nur Fördermittel der Landesgartenschaugesellschaft genutzt, sondern auch Fördermittel aus dem Städtebau. Hiervon profitierte das Rainer Schloss und der Bahnhof. „Ohne die Landesgartenschau wären diese Projekte nicht verwirklicht worden“, so der Bürgermeister.
Rain kann nicht losgelöst vom Familienunternehmen der Dehner GmbH & Co.KG betrachtet werden. Gärtnersiedung, Logistikzentrum und BlumenPark beeindruckte die Reisenden. 1100 Mitarbeiter sind im Stammhaus der Firma beschäftigt, 108 Märkte werden von Rain am Lech aus beliefert. Auch Bürger insbesondere Freizeitgärtner fragen zahlreiche Dienstleistungen und Produkte nach. Die Wirtschaftskraft des Gartenbaus beträgt laut einer Studie der Hochschule Weihenstephan einen geschätzten Jahresumsatz von 10 Mrd. Euro in Bayern. 84.000 Bürger finden in Bayern in diesem Bereich ihren Arbeitsplatz.
Ziel des zweiten Tages waren die faszinierenden Gartenanlagen von Schloss Dennenlohe in Unterschwanningen. Als Landschaftsgarten angelegt werden seit 20 Jahren die einzelnen Gartenbereiche überplant. Der Park von Dennenlohe gliedert sich in drei Bereiche auf - der Rhododendronpark der aufgrund seiner Pflanzenvielfalt als Botanischer Garten anerkannt ist, der stetig wachsende Landschaftspark, ein Patchwork von traditionellen Kultur- und Wildlandschaften, sowie der Privatgarten des Schlosses.
Die heutigen Schlossherren Sabine und Robert von Süsskind pflanzten 500 verschiedene Rhododendronarten, 4500 Rosen, ergänzten den großen Schlossweiher mit interessanten Pflanzen, wie zum Beispiel die Sumpfzypresse. Landrat und Bürgermeister zeigten sich begeistert und stellten fest, dass die 90minütige Führung die Vielfalt und Größe nur erahnen lässt.
Schloss Dennenlohe ist einer der zwanzig Gärten im Bayerischen Gartennetzwerk. 2013 startet mit Beteiligung des Landkreises Weilheim-Schongau ein Leaderprojekt mit der Zielsetzung Gärten und Gartenbildungsangebote in den Landkreisen und in Bayern stärker zu vernetzen und zu unterstützen. Der Landkreis Weilheim-Schongau soll davon profitieren, denn er hat viele gärtnerische Kleinode, die viel zu wenig bekannt sind.
Bei einem gemeinsamen Mittagessen im Marstall fand die herbstliche Reise ihren Ausklang. Mit dem Bus ging es zurück nach Schongau und Weilheim. Während der Heimreise wurden die erworbenen Erkenntnisse bereits lebhaft diskutiert, Erfahrun-gen des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ ausgetauscht.













