(openPR) Ausstellung bis September mit Entwürfen und Modellen für die „Gläsernen Gärten von Frauenau“
Von Alexandra Kolbeck
Der Weg ist schon seit Jahren bereitet für die „Gläsernen Gärten von Frauenau“, einem weltweit einzigartigen Skulpturenpark mit monumentaler Glaskunst mitten im Bayerischen Wald. Jetzt beginnt er sich endlich zu ebnen: In der Ausstellung „Gläserne Zeichen in der Landschaft“ präsentieren derzeit 52 ausgewählte Künstler im Glasmuseum Frauenau ihre Entwürfe und Modelle zu den Gläsernen Gärten.
Das Spektrum ist breit. Und international: Von Niederbayern über Frankreich, Großbritannien und den USA bis Australien – 15 Länder sind in der Ausstellung vertreten. Die Arbeiten der sowohl international renommierten Künstler wie Tony Cragg oder Matt Mullican als auch regionaler Nachwuchstalente, etwa der jungen Magdalena Paukner aus Lindberg/Niederbayern, schlüsseln auf, welch spannende Möglichkeiten der Werkstoff Glas zur Gestaltung von Monumentalkunst bietet.
Ein Windrad mit gläsernen Flügeln, stattliche acht Meter hoch, könnte künftig den Besuchern von Frauenau schon weit vor ihrer Ankunft im traditionsreichen Glasmacherort zuwinken. Und vielleicht thronen bald riesige blaue Engel über dem Museumssee, an dessen Ufer womöglich das gläserne „Urkraut“ sprießt. Noch ist dieses Bild Utopie – doch schon in wenigen Wochen entscheidet ein elfköpfiges Expertengremium, welche der eingereichten Künstlervorschläge für die Gläsernen Gärten verwirklicht werden.
400.000 Euro – rekrutiert von Privatsponsoren und gefördert aus öffentlicher Hand - stehen für die Ausstattung des Skulpturenparks zur Verfügung. Gleich hoch ist die Summe für die landschaftsplanerischen Maßnahmen im Umgriff des Glasmuseums, in der Flanitz-Aue sowie auf den Arealen der Glashütten Freiherr von Poschinger und Eisch. „Die Gläsernen Gärten bieten unserem traditionsreichen Glasmacherort eine Riesenchance“, ist Frauenaus Bürgermeister Herbert Schreiner überzeugt. Landrat Heinz Wölfl traut dem ambitionierten Projekt sogar noch mehr zu: Der gesamte Bayerwald und die Region darüber hinaus könnten touristisch von dem künstlerisch hochwertig ausgestatteten Skulpturenpark profitieren.
Baubeginn der Gläsernen Gärten ist im Herbst; die Eröffnung peilen die Planer – Atelier & Friends aus Grafenau sowie die Architekturschmiede aus Kirchdorf im Wald – im Frühsommer kommenden Jahres an. Unterdessen haben die Künstler, deren Arbeiten aus der aktuellen Ausstellung heraus beauftragt wurden, Zeit, ihre Entwürfe zu realisieren. Die Ideen dazu sind bunt und überwiegend abstrakt. Aber spannend. Und sie lenken den Blick des Betrachters weg vom Material: auf das eigene Ich, auf die Welt – und wieder zurück auf das Glas.
Die Ausstellung „Gläserne Zeichen in der Landschaft“ im Glasmuseum Frauenau dauert bis 13. September 2009. Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 9-17 Uhr; Sa., So. und feiertags 10-16 Uhr. Infos unter Tel. 0 99 26/94 10 20.













