(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Einen richtig guten Grund gibt es nicht dafür, dass die Ölpreise im Tagesverlauf ohne Anlauf einen Sprung nach unten hinlegten: Für beide von uns betrachteten Referenzsorten, also europäisches Brent aus der Nordsee und amerikanisches WTI aus Texas, ging es deutlich abwärts. Aktuelle Barrelpreise: Brent 111,80 Dollar und WTI 90,90 Dollar. Die Daten über reichliche Verfügbarkeit sind schon eine Weile bekannt. Die Stimmung an den Aktienmärkten ist weiter recht gut. Spanien und Griechenland machen langsam ihre Hausaufgaben. Diesmal auch ohne gleich eine Sechs dafür zu kassieren…
Wo sind also die „Beweg“-Gründe? Nun, Goldman Sachs korrigiert seine Ölpreisprognose deutlich nach unten (allerdings war diese auch ziemlich hoch: Von 130 auf 110 Dollar je Barrel Brent). Und die Amerikaner haben mehr Arbeitslose in einer Zeit, in der ein Ansteigen dieser Zahl nicht unbedingt blich ist (allerdings war das ungefähr so erwartet worden). Fazit: So ganz plausibel ist der Rückgang nicht – es sei denn, der geneigte Betrachter hält das Level ohnehin für zu hoch und die jetzige Entwicklung für folgerichtig und angemessen.
Der Euro geht den Weg nicht – warum auch? – und verharrt bei etwa 1,31 Dollar. Das ermöglicht es uns, am Ende des Arbeitstags unsere schnöde Bleibt-alles-wie-es-ist-Nachricht von heute Morgen im verbraucherfreundlichen Sinne zu unterbieten: Heizöl EL wird je hundert Liter einer 3.000-Liter-Lieferung 40 Cent billiger – Gesamtkosten im Bundesschnitt 94,91 Euro.
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