(openPR) Rückgang des Spam-Aufkommens im September durch Ausbleiben großer Wellen aus Saudi-Arabien – Spam wird gefährlicher: Über 10 Prozent aller Spam-E-Mails waren Drive-by-Attacken und betrügerische Scam-E-Mails
Berlin, 18. Oktober 2012 – Im August und September 2012 verzeichnete das Research-Team von eleven, führender deutscher E-Mail-Sicherheitsanbieter, einen deutlichen Anstieg per E-Mail verbreiteter Malware. Dies geht aus dem eleven E-Mail Security Report Oktober 2012 hervor, den das Unternehmen heute vorstellte. Das größte Wachstum fällt dabei auf so genannte Drive-by-Angriffe, bei denen E-Mails auf manipulierte Websites verlinken, deren Öffnen im Browser zur Infektion des Rechners führt. Ihre Zahl wuchs zwischen August und September 2012 um mehr als das 80-fache, ihr Anteil am gesamten Spam-Aufkommen stieg von 0,1 auf 9,5 Prozent. Dieses Wachstum ging nicht auf Kosten der „klassischen“ Malware-E-Mail, bei der sich die Schadsoftware im Dateianhang befindet: Die Zahl der Malware-E-Mails stieg im September um 119 Prozent, gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat sogar um 252,8 Prozent. Die Virenausbrüche blieben in etwa auf dem Niveau des Vormonats (minus 5,7 Prozent), hatten aber im August um 50,5 Prozent zugelegt. Gegenüber September 2011 betrug das Plus 186,4 Prozent.
Weitere wichtige Trends im Überblick:
• Nach dem starken Wachstum im Juni und Juli ging das Spam-Aufkommen im August und September wieder etwas zurück: Während es im August auf dem hohen Juli-Niveau verblieb (minus 1,4 Prozent), fiel es im September um 36,5 Prozent. Insbesondere in der zweiten Septemberhälfte blieben einige große Spam-Wellen aus und sorgten für den Rückgang. Trotz des Rückgangs befand sich das Spam-Niveau weiterhin deutlich über den Werten der ersten fünf Monate des Jahres.
• Der Spam-Rückgang wirkte sich auch auf den Anteil von Spam-E-Mails am gesamten E-Mail-Aufkommen aus: Dieser lag im September bei 72,0 Prozent – im August waren es noch 82,9 Prozent.
• Hauptverantwortlich für den Spam-Rückgang war das Ausbleiben der großen Spam-Wellen aus Saudi-Arabien, die im Juni und Juli maßgeblich zum Spam-Wachstum beigetragen hatten. Im September belegte Saudi-Arabien unter den Spam-Herkunftsländern nur noch Platz 7 mit 5,3 Prozent aller Spam-E-Mails – im August lag das Land noch mit dem Rekordwert von 28,9 Prozent auf Platz 1. Die Spitzenposition belegte wieder Indien mit 16,4 Prozent, gefolgt von der Türkei (5,8 Prozent) und Spanien, das von Platz 12 im August bis auf Platz 3 stieg (5,6 Prozent). Der langjährige Spam-Spitzenreiter USA belegte Platz 5 mit 4,3 Prozent.
• Deutlich weniger Spam kam im September aus Deutschland: Im August 2012 lagen deutsche IP-Adressen noch mit 7,7 Prozent auf dem dritten Platz der Herkunftsländer, im September belegte Deutschland mit nur noch 2,7 Prozent Platz 10.
• Auffällig war im September auch eine stärkere Verteilung des Spam-Versands: Waren im August die fünf größten Spam-Herkunftsländer noch für deutlich mehr als die Hälfte aller Spam-E-Mails verantwortlich (59,9 Prozent), sank dieser Anteil im September auf etwas mehr als ein Drittel (38,7 Prozent). Im September lag der Anteil der Spam-Top 10 mit 59,3 Prozent sogar leicht unter dem der Top 5 im August.
• Auch bei den Spam-Themen kam es vor allem im September zu Verschiebungen: Dabei war vor allem auffällig, dass der Anteil besonders gefährlicher E-Mails drastisch zunahm. So belegten Drive-by-Mailings mit 9,5 Prozent Platz 3 unter den Spam-Themen und auch betrügerische Scam-E-Mails legten von 0,2 Prozent auf 2,1 Prozent zu. Wichtigstes Spam-Thema blieb Werbung für pharmazeutische Produkte, deren Anteil jedoch von 56,3 auf 46,9 Prozent sank.
• Beim Malware-Versand fiel vor allem die fortgesetzte gezielte Ansprache deutscher Nutzer auf. So wurden unter anderem erneut die Deutsche Post, aber auch die Sparkassen, die in der Vergangenheit vor allem Ziel von Phishing-Angriffen waren, als Köder für die Verbreitung von Trojanern genutzt.
• International fanden vor allem bekannte und beliebte Marken Anwendung als Vorwand für die Malware-Verbreitung und für Drive-by-Angriffe. Dazu gehörten neben Social-Media-Plattformen wie LinkedIn und Facebook auch Microsoft sowie die US-Verbraucherschutzorganisation Better Business Bureau.
eleven E-Mail Security Report
Der eleven E-Mail Security Report fasst sechsmal im Jahr aktuelle Zahlen und Trends rund um die Themen Spam und Malware zusammen. Das eleven Research Team analysiert die von den eleven Managed E-Mail Security Services geprüften Spam- und Viren-E-Mails, fasst die Ergebnisse zusammen und interpretiert diese. eleven prüft täglich über eine Milliarde E-Mails und verfügt über mehr als 45.000 Installationen weltweit.
Den vollständigen eleven E-Mail Security Report finden Sie auf der eleven Website unter http://www.eleven.de/eleven-security-reports.html.
eleven Securityblog: http://eleven-securityblog.de
eleven auf Twitter: http://www.twitter.com/elevensecurity










