(openPR) Ergebnisse des weltgrößten Kinder-Hypnotherapiekongresses in Heidelberg
Heidelberg. Die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen bei Ängsten, ADS, Schmerzen und zahlreichen anderen Symptomen stand im Mittelpunkt des 5. Hypnotherapie-Kongresses für Kinder und Jugendliche der Milton Erickson Gesellschaft (M.E.G.). Mit 110 Referenten und rund 1.500 Teilnehmern verzeichnete die so genannte „Kindertagung“ einen Besucherrekord. Grund für die wachsende Beliebtheit der Hypnosetherapie sei laut Veranstalter die schnelle Hilfe, die die Hypnosetherapie als Kurzzeittherapie verspreche. Allein bei der M.E.G. als größte deutsche Ausbildungsinstitution haben 2004 mehr als 300 Ärzte und Psychotherapeuten eine Zusatzausbildung für Hypnotherapie absolviert.
Hypnose gegen Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS)
„Mindestens 25 Prozent deutscher Schüler leiden unter Schlafstörungen.“ Angelika Schlarb, Therapeutin und Dozentin an der Uni Tübingen präsentierte neue Zahlen und Zusammenhänge beim Kongress. Unkonzentriertheit, sinkende Schulleistungen Ängste und Depressionen seien die Folgen unbehandelter Schlafstörungen, so die Therapeutin. Die Mehrzahl der als „hyperaktiv“ geltenden Kinder seien in Wahrheit Kinder mit Schlafproblemen. Rat suchenden Eltern und Kinderärzten biete die moderne Hypnosetherapie schnelle Auswege aus dem Teufelskreis. Schon in einer einzigen Trance-Sitzung lernen die Kinder, Ein- und Durchschlafen selbst zu steuern, so die Expertin.
Aber nicht nur bei Schlafstörungen kann Hypnosetherapie helfen . Auch bei Schmerzen, Asthma, Stottern oder Angststörungen von Kindern und Jugendlichen ist nach Ansicht von Ärzten und Therapeuten Hypnosetherapie ein wirksames und vor allem schnelles Verfahren. Susy Signer-Fischer, Gründungspräsidentin der Schweizer Hypnosegesellschaft und Dozentin an der Universität Basel bestätigt: „Hypnosetherapie ist sehr zielgerichtet. Durchschnittlich reichen fünf Konsultationen pro Fall.“
Kinder lernen besser in Hypnose
Neue Beweise für die Wirksamkeit von Hypnose bei Lernschwierigkeiten liefert auch die moderne Hirnforschung. Hirnforscherin Professor Ulrike Halsband vom Institut für Psychologie und Neuropsychologie an der Universität Freiburg hat mit Hilfe dynamischer Bild gebender Verfahren und der funktionellen Kernspintomographie (fMRT) und der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) diejenigen Bereiche im Gehirn lokalisiert, die bei der Hypnose aktiviert werden. Die Bilder auf dem Kongress vorgelegten Bilder vom Gehirn zeigen: In Hypnose ist das Sehzentrum rund 50 Prozent stärker durchblutet als im Normalzustand. Professor Halsband: „Unsere Messungen beweisen, dass vor allem die Areale für bildhaftes Lernen, die ja besonders bei kindlichem Lernen wichtig sind, in Hypnose doppelt so aktiv sind.“
In anderen Ländern nutzt man längst den praktische Nutzen der Hypnosetherapie. Ben Furman, finnischer Arzt und Hypnotherapeut: „Ein Lehrer verbringt 40 Prozent seiner Zeit damit, den Kindern zu erklären, welche Dinge sie nicht tun sollen. Ich zeige den Lehrern, wie sie durch die Anwendung einer einzigen hypnotherapeutischen Regel, dass nämlich das Unterbewusste keine Verneinungen kennt, sich im Schulalltag enorm Zeit sparen lässt.“ Seit einem Jahr gewinnt Furman zur besten Sendezeit im TV Eltern und Lehrern für die praktische Anwendung der Hypnosetherapie in Schule und Elternhaus.
Schmerztherapeut Professor Daniel Cohen von der Universität Minneapolis geht noch einen Schritt weiter: „Meine Hoffung ist, dass alle Kinder Selbsthypnose in der Schule lernen,“ so der Pionier der Kinder-Hypnotherapie aus den USA, „damit sie im Leben besser zurechtkommen.“ Für Cohen gehört diese Ausbildung zum modernen Selbstmanagement.
Informationen zu Ausbildung und eine Liste ausgebildeter Hypnosetherapeuten über www.meg-hypnose.de.
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