(openPR) Autor: Christoph Leichtweiß, Ypos-Consulting GmbH, Darmstadt
Europas Wirtschaft sucht nach Halt
In der Eurozone sucht die Wirtschaft weiter nach festem Boden. Bisher leider noch ohne Erfolg. Im September gab die Mehrheit der volkswirtschaftlichen Frühindikatoren erneut nach. So auch das von der Europäischen Kommission veröffentlichte Konsumenten- und Unternehmervertrauen. Besonders in den Peripherieländern lasten die rigiden Sparprogramme auf dem wirtschaftlichen Wachstum. Die Arbeitslosenzahlen steigen nach wie vor.
US-Einkaufsmanagerindex überrascht positiv
Im Gegensatz zu den volkswirtschaftlichen Daten aus der Eurozone kann in den USA nach den positiven Einkaufsmanagerzahlen mit etwas mehr Zuversicht nach vorn geblickt werden. Der ISM-Einkaufsmanagerindex stieg im September unerwartet stark und ist somit zum ersten Mal seit drei Monaten über die Schwelle von 50 Punkten gestiegen (über 50 Punkten deutet der Index wirtschaftliche Expansion an). Für ein Aufatmen ist es jedoch noch zu früh. Die Exportwirtschaft kämpft mit einer rückläufigen Nachfrage aus Europa und dem Abschwung in Asien. Für eine Bestätigung der besseren wirtschaftlichen Lage, sollte der Arbeitsmarktbericht für den September ebenfalls positiv ausfallen.
Märkte fokussieren sich wieder auf die Realwirtschaft
Der von der Citigroup erhobene „Index der wirtschaftlichen Überraschungen“ (CESI) zeigt, dass die Wirtschaftsdaten in letzter Zeit die Erwartungen des Marktes oft enttäuschten. Analog zur Entwicklung des CESI gönnten sich auch die Aktienmärkte eine Verschnaufpause. Die jetzt beginnende Phase der Veröffentlichung von Unternehmenszahlen dürfte den Ausschlag für die Richtung geben, die die Kurse an den Aktienmärkten zukünftig nehmen werden. Dabei werden die Ausblicke der Unternehmen eine höhere Wertigkeit haben als die Zahlen für das 3. Quartal. Auch wenn die Chancen für weitere Kursanstiege in den nächsten 3-6 Monaten gut sind, kann es daher kurzfristig etwas holprig werden.
Seite 3










