(openPR) Ein schneller Puls – ein unterschätzter Risikofaktor bei Patienten mit Herzbeschwerden
Neue Studienergebnisse zeigen, dass bei Patienten mit Herzschwäche durch eine Pulssenkung das Überleben verlängert und gleichzeitig die Lebensqualität verbessert werden kann. Dabei ist das individuelle Wohlbefinden umso größer, je stärker der Puls gesenkt wird. Die jetzt veröffentlichten Studienergebnisse belegen, dass die Pulsgesundheit neben anderen Risikofaktoren eine wichtige Rolle für den Krankheitsverlauf und die Lebensqualität von Patienten mit Herzbeschwerden spielt.
In Deutschland leiden ca. 4,2 % der Bevölkerung an einer Herzinsuffizienz, einer Erkrankung, die im Volksmund häufig als Herzschwäche bezeichnet wird. Das Herz ist dabei nicht in der Lage ausreichend Blut in den Körper zu pumpen. „Durch die verminderte Blutzirkulation werden die einzelnen Organe des Körpers nicht mit genügend Sauerstoff versorgt. Dies äußert sich meist in einer verminderten Leistungsfähigkeit oder Atemnot bei leichten Belastungen“, erklärt Professor Dr. med. Karl Werdan, Schirmherr der „Initiative Pulsgesund“ und geschäftsführender Direktor der Abteilung für Innere Medizin am Universitätsklinikum Halle (Saale).
Risikofaktor Puls
Ein schneller Puls ist – wie auch Übergewicht, Bluthochdruck, Cholesterin oder Rauchen – ein ernst zu nehmender Risikofaktor für Patienten mit Herzbeschwerden. Bereits seit sechs Jahren werden Medikamente, die ausschließlich den Puls senken, mit großem Erfolg bei Patienten mit Herzkranzgefäßerkrankungen eingesetzt. Nachdem sich diese medikamentöse Pulssenkung langjährig bewährt hat, wurde diese Therapieoption nun auch bei Patienten mit Herzschwäche offiziell zugelassen. Ausschlaggebend dafür waren die Ergebnisse einer kürzlich abgeschlossenen internationalen Studie*, die erneut die hohe Bedeutung der Pulsgesundheit für den Krankheitsverlauf und die Lebensqualität bestärkt haben. Die Studienergebnisse beweisen, dass die Verbesserung der Lebensqualität bei Herzinsuffizienz umso größer ist, je stärker der Puls gesenkt wird.
Pulsgesundheit im Fokus
Herzschwäche ist der häufigste Grund für Krankenhauseinweisungen und die dritthäufigste Todesursache. Allein im Jahr 2010 starben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 48.306 Menschen an den Folgen von Herzschwäche. Die Ursachen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind vielfältig. Ebenso zahlreich sind die Faktoren, die den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen können. So hat jeder Patient neben der medikamentösen Behandlung zudem die Chance, durch einen bewussten Lebensstil mit regelmäßiger Bewegung zur Verbesserung der Sauerstoffaufnahme, einer salzarmen Ernährung und Anstreben von Normalgewicht sowie einer Verringerung oder gar Meidung von Alkohol und Zigaretten einer Verschlechterung der Herzschwäche entgegenzuwirken. Ziel der „Initiative Pulsgesund“ ist es, diese Informationen in adäquater Weise an die Patienten weiterzuleiten. „Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, genau hier anzuknüpfen, denn jeder kann seine Pulsgesundheit verbessern“, betont Professor Dr. med. Karl Werdan.
* SHIfT-Studie (Teilnahme von 6.558 Patienten mit Herzschwäche und gleichzeitig erhöhtem Puls)












