openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Unisex-Tarife erfordern Aufklärung bei Verbrauchern

04.10.201210:26 UhrMedien & Telekommunikation

(openPR) (ddp direct) Köln / Wuppertal - Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zu Unisex-Tarifen in der Versicherungswirtschaft sorgt für viel Aufregung in der Branche und bei den Verbrauchern. Vom 21. Dezember 2012 an dürfen Versicherungskonzerne keine Neuverträge mehr anbieten, die bei der Tarifgestaltung zwischen Männern und Frauen unterscheiden. Experten wie Dr. Josef Beutelmann, Chef der Barmenia-Versicherungen, verweisen eindringlich darauf, dass die Zeit für eine Aufklärung der Verbraucher drängt.

Sicher ist, dass die Unisex-Tarife die Verbraucher zunehmend beschäftigen werden. Die Folgen, die das Urteil des EuGH (Aktenzeichen: C-236/09) für sie haben wird, sind bisher allerdings noch nicht genau vorhersehbar. Barmenia-Chef Dr. Josef Beutelmann erklärt: „Das Thema stellt auch für die Aktuare, also für Versicherungsmathematiker, eine große Herausforderung bei der Berechnung von Versicherungsrisiken dar, die sich aus den zukünftigen Unisex-Tarifen ergeben können. Denn hier muss zum Beispiel abgeschätzt werden, wie hoch der Anteil an Frauen und wie hoch der Anteil an Männern in einem bestimmen Versicherungstarif nach Einführung der Unisex-Tarife sein wird. Und das ist sehr schwer vorherzusagen.“ Doch das sei nicht das einzige Problem, ergänzt Barmenia-Chef Dr. Josef Beutelmann: „Erschwerend kommt hinzu, dass der Gesetzgeber hier noch keine Kalkulationsgrundlage festgeschrieben hat.“

Umso wichtiger ist die qualifizierte Einschätzung von Fachleuten, um erfolgreich gegen die weitreichende Verunsicherung unter den Versicherungsnehmern anzugehen. Thomas Bilitewski, Geschäftsführer der Horbach Wirtschaftsberatung GmbH in Köln, nennt ein Beispiel für die möglichen Veränderungen, die sich durch die vom EuGH diktierten Unisex-Tarife ergeben: „Die Beiträge in der privaten Pflegeabsicherung können für Männer 30% teurer werden. Auch die private Krankenvollversicherung auf Unisex-Basis wird für Männer, bei Abschluss nach dem 21.12.2012, deutlich teurer. Deshalb kann ,Mann‘ bei rechtzeitigem Abschluss zum alten Bi-Sex-Tarif, vor dem 21.12.2012, eine auf die Gesamtlaufzeit kalkulierte Ersparnis bis zu deutlich fünfstelliger Höhe gegenüber dem neuen Unisex-Tarif realisieren.“

Auch Barmenia-Chef Dr. Josef Beutelmann sieht durch die Neuregelungen konkreten Handlungsbedarf für Verbraucher: „Neuverträge in der Risikolebensversicherung werden nach dem 21.12.2012 für Frauen deutlich teurer werden und zwar zwischen 30% und 50%, so dass man die Zeit bis zum 21.12.2012 diesbezüglich ebenso als ,Frauenschlussverkauf‘ bezeichnen könnte, wie in Bezug auf Rentenversicherung (+ 4% bis 6%), Berufsunfähigkeitsversicherung (+ 0% bis 15%) und Krankenversicherung als ,Männerschlussverkauf‘.“

Dr. Josef Beutelmann und Thomas Bilitewski werden in ihren Aussagen gestützt durch weitere Experten, die ebenfalls – je nach Tarif – Preissteigerungen voraussagen. So erklärte beispielsweise der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), dass sich die Tarife im Durchschnitt erhöhen könnten, da der Geschlechter-Mix als neues Risiko in die Kalkulation der Versicherer eingehe.

Umso verwunderlicher ist es, dass aktuelle Umfragen ergaben, dass die meisten Verbraucher die Relevanz des Themas noch nicht erkannt haben. Gelebter Verbraucherschutz erfordert daher für die verbleibende Zeit bis zum 21. Dezember 2012 verstärkt und gezielt über die Veränderungen, die sich durch die Unisex-Tarife ergeben, aufzuklären. Horbach-Geschäftsführer Thomas Bilitewski nimmt diese Herausforderung mit seinen Finanzplanern und -beratern gerne an. Denn je nach Versicherungsart können sich durch die Beratung, berechnet auf die Gesamtlaufzeit eines betroffenen Versicherungsvertrages, große finanzielle Vorteile für die Versicherungsnehmer ergeben. Thomas Bilitewski: „Es lohnt sich für Verbraucherinnen und Verbraucher genauer hinzusehen und sich umfassend und rechtzeitig vor dem 21.12.2012 über Unisex-Tarife informieren, aufklären und beraten zu lassen."


http://www.themenportal.de/wirtschaft/unisex-tarife-erfordern-aufklaerung-bei-verbrauchern-40703

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 668275
 179

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Unisex-Tarife erfordern Aufklärung bei Verbrauchern“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von news4germany

Aufklärungsbedarf nach Unisex-Urteil
Aufklärungsbedarf nach Unisex-Urteil
(ddp direct) Hannover (news4germany) - Die Versicherungsgesellschaften dürfen ab dem 21.12.2012 keine geschlechtsspezifischen Tarife für Männer und Frauen mehr anbieten. Dies hat eine Umstellung auf die sogenannten Unisex-Tarife zur Folge. Ursache für die bevorstehende Neuregelung ist das Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 01.03.2011. Die EU-Richter berufen sich dabei auf die Gender-Richtlinie von 2001, die eine Gleichstellung der Geschlechter anstrebt. Für die Umstellung auf Unisex-Tarife hat der Europäische Gerichtshof der Versicherun…
Unisex-Tarife für viele Verbraucher noch undurchschaubar
Unisex-Tarife für viele Verbraucher noch undurchschaubar
(ddp direct) Berlin / Hannover (news4germany) – Die Zeit drängt: Vom 21. Dezember 2012 an dürfen die Versicherungsunternehmen keine Tarife mehr anbieten, deren Prämien vom Geschlecht des Versicherungsnehmers abhängig sind. So urteilte der Europäische Gerichtshof am 1. März 2011 und bezog sich dabei auf die „Gender“-Richtlinie von 2001, die die Gleichstellung von Mann und Frau zum Ziel hat. Zwar enthielt diese Richtlinie auch Ausnahmen für die Versicherungswirtschaft. Dass diese aber nicht befristet wurden, war den EU-Richtern ein Dorn im Auge…

Das könnte Sie auch interessieren:

Aufklärungsbedarf nach Unisex-Urteil
Aufklärungsbedarf nach Unisex-Urteil
… - Die Versicherungsgesellschaften dürfen ab dem 21.12.2012 keine geschlechtsspezifischen Tarife für Männer und Frauen mehr anbieten. Dies hat eine Umstellung auf die sogenannten Unisex-Tarife zur Folge. Ursache für die bevorstehende Neuregelung ist das Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 01.03.2011. Die EU-Richter berufen sich dabei auf die Gender-Richtlinie …
Unisex-Tarife für viele Verbraucher noch undurchschaubar
Unisex-Tarife für viele Verbraucher noch undurchschaubar
… Wenker, dem Vorsitzenden der deutschen Geschäftsführung von AWD, sollten vor allem die Verbraucherinnen und Verbraucher besser über die Neuregelung bei den Unisex-Tarifen aufgeklärt werden. Die Auswirkungen der EU-Rechtsprechung können, abhängig vom Produkt und dem Geschlecht des Versicherungsnehmers, sehr unterschiedlich sein. So ist beispielsweise …
Bild: Unisex Tarife – 10 wichtige Tipps speziell für Männer und ihre RenteBild: Unisex Tarife – 10 wichtige Tipps speziell für Männer und ihre Rente
Unisex Tarife – 10 wichtige Tipps speziell für Männer und ihre Rente
… Gerade die Rentenversicherungen bzw. bei der Absicherung im Alter werden die Beiträge erheblich steigen. Kennen Sie Ihre aktuellen Zahlen? Wissen Sie wie teuer es mit den neuen Unisex-Tarifen wird? Sammeln Sie die Fakten. 4. Tipp: Speziell für Männer 50 Plus bzw. 60 Plus: Sollten Sie bereits Ihre Ansparphasen zur Vorsorge hinter sich gebracht haben und …
Einführung der Unisex-Tarife auch bei der SOLIDAR Sterbegeldversicherung
Einführung der Unisex-Tarife auch bei der SOLIDAR Sterbegeldversicherung
… Sterbegeldversicherung - Im Vergleich einer der besten Anbieter von Sterbegeld in Deutschland Am 21. Dezember 2012 wird auch die SOLIDAR Sterbegeldversicherung die Unisex-Tarife einführen. Diese Umstrukturierung wird notwendig durch das Inkrafttreten des Urteils des Europäischen Gerichtshofs vom 1. März 2011, das alle Versicherer dazu verpflichtet, …
Der Rentenbeginn - wichtige Informationen für Ihre Planung der Rente im Hinblick auf die neuen Unisex Tarife
Der Rentenbeginn - wichtige Informationen für Ihre Planung der Rente im Hinblick auf die neuen Unisex Tarife
Rentenbeginn, bisheriger Lebensstandard und Unisex-Tarife optimal abstimmen Nicht warten, sondern sich für eine Rentenversicherung noch bis zum 20. Dezember entscheiden, schließt schon einmal bei Männern aus, dass sie hinsichtlich ihrer Beiträge und Rentenaussichten benachteiligt werden. Die Begünstigung des Rentenbeginns auch mit Blick darauf, den bisherigen …
Unisex-Tarife sorgen für Verunsicherung bei Verbrauchern
Unisex-Tarife sorgen für Verunsicherung bei Verbrauchern
… Meinungsforschungs-Institut forsa im Auftrag des Finanzdienstleisters AWD durchgeführt hat zeigt, dass nur rund die Hälfte aller Befragten (48 %) schon einmal von dem Beschluss zu Unisex-Tarifen, also Versicherungstarifen, die für Männer und Frauen keine geschlechtsspezifischen Unterschiede aufweisen, gehört haben. Etwas mehr (52 %) haben davon bisher noch nichts gehört, so …
EUGH stiftet Verwirrung durch Unisex-Tarife
EUGH stiftet Verwirrung durch Unisex-Tarife
(ddp direct) Köln / Luxemburg / Wuppertal - Die Verwirrung, die der Europäische Gerichtshof durch sein Urteil über Unisex-Tarife in der Versicherungswirtschaft, aber auch unter Verbrauchern angerichtet hat, könnte größer nicht sein. Was als wohlmeinende Rechtsprechung der EU-Richter begonnen hat, könnte nach Meinung von Experten eine tiefgreifende Verunsicherung …
Unisex-Tarife verursachen Verwirrung
Unisex-Tarife verursachen Verwirrung
… mehr für die Tarifausgestaltung spielen – jedenfalls dürfen Versicherungsprämien nicht mehr nach Mann und Frau differenziert werden. Das besagt die Neuregelung der so genannten Unisex-Tarife. Hintergrund ist die Gender-Richtlinie von 2001, mit der eine Gleichstellung von Männern und Frauen erreicht werden soll. Diese lässt zwar Ausnahmen zugunsten der …
Aktuelle Forsa-Umfrage: Verbraucher im Unklaren beim Thema Unisex
Aktuelle Forsa-Umfrage: Verbraucher im Unklaren beim Thema Unisex
Hannover, 9. Februar 2012 – Im Jahr der gesetzlich verpflichtenden Einführung von Unisex-Tarifen im Versicherungsbereich herrscht bei den Bundesbürgern großer Aufklärungsbedarf. Zwar weiß knapp die Hälfte der Befragten um die grundsätzliche Existenz der gesetzlichen Neuregelung zum Thema Unisex (48 Prozent), nur 41 Prozent von ihnen glauben allerdings, …
Unisex-Tarife – Der Countdown läuft
Unisex-Tarife – Der Countdown läuft
13.12.2012. Nur noch eine Woche bleibt bis zur Umstellung auf die neuen Unisex-Tarife. Viele Verbraucher haben bisher noch gar nicht bemerkt, dass die Versicherer kurz vor Weihnachten ihre Tarifgestaltung geschlechtsneutral (Unisex) halten müssen. Die vom Europäischen Gerichtshof verfügte Verpflichtung aller Versicherungen, Unisex-Tarife einzuführen, …
Sie lesen gerade: Unisex-Tarife erfordern Aufklärung bei Verbrauchern